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Einbruch: Westschweizer Kantone und Basel stark betroffen

News   •   Nov 04, 2019 09:55 CET

Bild: Keystone

Die AXA hat ihre Einbruchszahlen der vergangenen zehn Jahre genau unter die Lupe genommen. Die Auswertung zeigt: Einwohner des Kantons Genf müssen durchschnittlich alle 29 Jahre mit einem Einbruch rechnen – Bewohner des Kantons Appenzell Innerrhoden hingegen nur alle 250 Jahre. Überdurchschnittlich oft wird auch in den Kantonen Basel-Stadt, Waadt, Basel-Land und Neuenburg eingebrochen. Deutlich unter dem Schnitt fungieren Innerschweizer Kantone und Graubünden; Bern und Zürich liegen im Mittelfeld. Im Winter passieren etwa 30 Prozent mehr Einbrüche als im Sommer – besondere Vorsicht ist während der Feiertage angebracht. 

Wenn die Nächte länger werden, erhöht sich das Risiko für einen Einbruchdiebstahl markant: In den Wintermonaten steigen gemäss AXA Zahlen im Vergleich zu den Sommermonaten rund 30 Prozent mehr Langfinger ein als im Sommer. Der beliebteste Monat ist dabei der Dezember, gefolgt vom November und vom Februar. «Gerade während der Feiertage, wenn viele in den Ferien sind, haben Einbrecher leichteres Spiel», weiss Stefan Müller, der bei der AXA den Bereich Schaden Sach leitet. In der Weihnachtswoche stellt die AXA so jeden Tag mehr als doppelt so viele Einbrüche fest wie an einem normalen Tag.

Westschweiz besonders gefährdet

Doch das Risiko für einen Einbruch hängt nicht nur von der Jahreszeit ab – sondern ganz entscheidend auch davon, wo man wohnt. So ist das Risiko, von Einbrechern heimgesucht zu werden, im Kanton Genf rund achtmal höher als im einbruchschwächsten Kanton Appenzell Innerrhoden und rund doppelt so hoch wie im Schweizer Schnitt. Das zeigt eine Auswertung der AXA Zahlen über die letzten zehn Jahre.

In diesen Kantonen wird am häufigsten eingebrochen

Quelle und Infografik: AXA. Die Grafik zeigt die Anzahl Einbrüche pro Jahr und pro 1000 Einwohner für alle Schweizer Kantone. Für die Auswertung wurden alle der AXA gemeldeten Einbruch- und Einschleichdiebstähle der Jahre 2008-2018 in der Schweiz berücksichtigt. Die Grafik kann heruntergeladen werden. 

Pro Jahr und pro 1000 Einwohner geschehen im Kanton Genf so rund 34 Einbrüche – oder anders gesagt muss ein Einwohner des Kantons Genf durchschnittlich alle 29 Jahre mit einem Einbruch rechnen. Auch Basel, Waadt und Neuenburg werden überdurchschnittlich oft von Einbrechern heimgesucht. In der Innerschweiz hingegen kann man getrost darauf vertrauen, gar nie einen Einbruch zu erleben: Pro Einwohner passiert beispielsweise in den Kantonen Glarus oder Nidwalden gerade einmal alle 125 Jahre ein Einbruch, in Appenzell Innerrhoden gar nur alle 250 Jahre. Der Schweizer Schnitt liegt bei rund 63 Jahren oder 16 Einbrüchen pro Jahr und pro 1000 Einwohnern.

Einschleichdiebstahl lässt sich vermeiden

Insgesamt ist die Anzahl Einbrüche über die letzten Jahre glücklicherweise rückläufig. Während die Schweizerische Kriminalstatistik im Jahr 2014 noch rund 52’000 Einbruch- und 11’000 Einschleichdiebstähle zählte, waren es im letzten Jahr noch rund 30'000 Einbrüche und rund 8500 Einschleichdiebstähle.

Gerade Einschleichdiebstähle – Delikte, bei denen Diebe ohne Gewaltanwendung an die Wertsachen gelangen, beispielsweise dank einer offenen Türe oder einem gekippten Fenster – lassen sich mit einfachen Massnahmen vermeiden. «Türen sollten auch bei kurzen Abwesenheiten stets mit dem Schlüssel abgeschlossen werden und alle Fenster geschlossen – auch nachts», empfiehlt AXA Experte Stefan Müller. Aufmerksame Nachbarn sind für die Einbruchsprävention ebenfalls wesentlich. Günstig und effektiv sind zudem auch Zeitschaltuhren, welche Räume im Gebäude beleuchten und so eine Anwesenheit der Bewohner vortäuschen können.