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Gutes Jahresergebnis trotz Tiefzinsphase

Pressemitteilung   •   Feb 23, 2017 07:30 CET

Bild: AXA Winterthur
  • Die AXA Winterthur erreichte im Geschäftsjahr 2016 ein Geschäftsvolumen von 11 Milliarden Franken, was dem Niveau des Vorjahres entspricht (-0,4%).
  • Dank einem guten versicherungstechnischen Ergebnis betrug der operative Gewinn starke 829 Millionen Franken (-7,5%). Gründe für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sind die gesunkene Reinvestitionsrendite bei festverzinslichen Anlagen sowie höhere Absicherungskosten.
  • In der Schadenversicherung nahm das Geschäftsvolumen um 0,6 Prozent zu. Die Netto-Neuabschlüsse in der Motorfahrzeug- und Hausratversicherung legten um 62,7 Prozent zu.
  • Der Schaden-Kosten-Satz lag mit 86,2 Prozent nach wie vor auf einem sehr guten Niveau.
  • Im Kollektivlebengeschäft konnten die Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent gesteigert werden. Besonders stark stieg das Neugeschäft auf den Sparbeiträgen aus teilautonomen Lösungen, das sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte (+104,3%).
  • Im Einzellebengeschäft musste die AXA Winterthur auf Grund des schwierigen Marktumfeldes einen Rückgang beim Geschäftsvolumen
    (-17,1%) wie auch beim Neugeschäft (APE -20,4%) hinnehmen. Die Einmaleinlagen verliefen rückläufig, die Jahresprämien hingegen stiegen um 2,3 Prozent.
  • Nächster Meilenstein bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie 2020 der AXA Winterthur ist der Eintritt in den Gesundheitsmarkt, der im Sommer 2017 geplant ist.

Antimo Perretta, CEO AXA Winterthur:
«Die AXA Winterthur hat in einem kompetitiven Umfeld und unter schwierigen Marktbedingungen ein gutes Jahresergebnis 2016 erzielt. Besonders erfreulich verlief das Neugeschäft in den Sparten Motorfahrzeug und Hausrat und das teilautonome Geschäft im Kollektivleben. Klammert man das Kapitalanlagengeschäft aus, sind wir beim operativen Gewinn auf dem Niveau des hervorragenden Vorjahres. Die anhaltend tiefen Zinsen und die daraus resultierenden sinkenden Anlagerenditen schmälern jedoch unser operatives Ergebnis.»

Wachstum im Privat- und Unternehmensgeschäft der Schadenversicherung

In der Schaden- und Unfallversicherung verzeichnete die Marktführerin AXA Winterthur ein solides Ergebnis. Das Geschäftsvolumen stieg um 0,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken, wobei sowohl das Privat- als auch das Unternehmensgeschäft positiv verliefen. In der Motorfahrzeug- und Hausratversicherung verzeichnete die AXA Winterthur 14'619 Netto-Neuabschlüsse, womit der Vorjahreswert um 62,7 Prozent übertroffen wurde. Der Schaden-Kosten-Satz lag mit einem leichten Anstieg um 0,2 Prozentpunkte auf 86,2 Prozent nach wie vor auf einem sehr guten Level.

Fabrizio Petrillo, Leiter Schaden- und Unfallversicherung AXA Winterthur:
«Angesichts des kompetitiven Marktumfeldes bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Netto-Neugeschäft verlief sowohl in der Motorfahrzeug- als auch der Hausratversicherung erfreulich, die Kunden schätzen unsere kompetente Beratung und das umfassende Angebot. Beim Schaden-Kosten-Satz profitierten wir im 2016 von einem guten Schadenverlauf mit wenigen Grossschäden, zudem zahlte sich unsere Kostendisziplin aus. Wir bleiben agil, um mit innovativen Produkten und Services den Nerv der Zeit zu treffen. Ein Beispiel dafür ist die kürzlich lancierte Sicherheits-App «Home Protection» oder die «AXA-Sure»-App, mit deren Hilfe Nutzer in Sekundenschnelle über den Versicherungsschutz einer Sache informiert sind. Ende März wird zudem unsere Tochter AXA-ARAG ihren Cyberversicherungsbaustein für Private aufgrund der steigenden Nachfrage als eigenständiges, neues Produkt auf den Markt bringen.»

Berufliche Vorsorge: Teilautonome Lösungen gewinnen an Beliebtheit

Die Bruttoprämien im Kollektivlebengeschäft stiegen im Vergleich zu 2015 um 2,1 Prozent auf 6,7 Milliarden Franken. Das klassische Neugeschäft (APE) betrug im vergangenen Jahr 230 Millionen Franken, was einem Anstieg um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das erweiterte Neugeschäft (EAPE), in das die Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen mit einfliessen, erhöhte sich gar um 23,7 Prozent. Im Einzellebengeschäft verliefen sowohl Prämienvolumen (-17,1%) als auch Neugeschäft (-20,4%) in einem äusserst anspruchsvollen Marktumfeld rückläufig. Grund dafür ist einzig ein Rückgang bei den Einmaleinlagen, die Jahresprämien stiegen um 2,3 Prozent.

Thomas Gerber, Leiter Leben AXA Winterthur:
«In der beruflichen Vorsorge vermitteln unsere Beraterinnen und Berater geeigneten Betrieben immer häufiger die Vorteile von teilautonomen Lösungen, was sich in der Verdoppelung des Neugeschäftes auf den Sparbeiträgen im teilautonomen Geschäft zeigt. Im Einzelleben erschwert das Tiefzinsumfeld das Geschäft, gerade bei den Einmaleinlagen zeichnen wir bewusst konservativ. Dennoch bemerken wir, dass in der privaten Vorsorge die Bedeutung des Vorsorgesparens mit Risikoabsicherung steigt, was sich im Anstieg der Jahresprämien um 2,3 Prozent zeigt. Ein Neugeschäftsvolumen von 97 Millionen Franken bedeutet eine starke Verkaufsleistung.»

Tiefe Zinsen schmälern Anlagerendite

Dank einem sehr guten versicherungstechnischen Ergebnis betrug der operative Gewinn 2016 erfreuliche 829 Millionen Franken, wobei die gesunkene Reinvestitionsrendite bei festverzinslichen Anlagen sowie höhere Absicherungskosten zu einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr führten (-7,5%). Der Reingewinn (-13,8%) litt zudem unter temporären Schwankungen bei Fremdwährungs- und Zinsabsicherungsderivaten sowie Wandelanleihen.

Aufbau der Ökosysteme Mobilität und Health

Mit der Ambition, ihre Marktführerschaft weiter auszubauen, investiert die AXA Winterthur wie im letzten Jahr auch 2017 stark in Innovationen und entwickelt im Rahmen der beiden Ökosysteme Mobilität und Gesundheitsvorsorge neue Produkte und Services. So wird die AXA im Sommer in den rasch wachsenden Gesundheitsmarkt einsteigen und ihr Vorsorgeangebot um einfache und digitale Krankenzusatzversicherungsprodukte ergänzen – und damit die Vorsorgebedürfnisse ihrer Kunden noch besser abdecken können.

Um ihre Produkte noch kundennaher entwickeln zu können und schneller und flexibler auf den Markt zu bringen, setzt die AXA Winterthur seit einiger Zeit neben klassischen Projektmethoden auch ressortübergreifend auf eine agile Arbeitsweise. Derzeit arbeiten bereits rund 10 Prozent der Belegschaft in agilen, selbstgesteuerten Teams.

Kennzahlen AXA Winterthur


 

Glossar

Jahresprämienäquivalent (APE) – Traditionelles Neugeschäft
Das Jahresprämienäquivalent (Annual Premium Equivalent) ist die Standardmessgrösse für das Neugeschäftsvolumen in der Lebensversicherung während einer Berichtsperiode. Sie errechnet sich aus der Summe von 100 Prozent der Jahresprämien aus dem Neugeschäft und 10 Prozent der Einmalprämien. Die gezeichneten Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen sind in dieser Kennzahl nicht enthalten.

Erweitertes Neugeschäft (EAPE)
Die Kennzahl EAPE errechnet sich aus der Standardmessgrösse für Neugeschäft (APE) plus der gezeichneten Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen. Sie widerspiegelt den Wert für das gezeichnete Neugeschäftsvolumen während einer Berichtsperiode und steht für die tatsächliche Verkaufsleistung der AXA Winterthur im 2.-Säule-Geschäft.

Combined Ratio
Die Combined Ratio ist die Kennzahl zur Beurteilung der Rentabilität im Nichtleben-Geschäft. Mit dem Schaden-/Kostensatz wird das Verhältnis von Schadenaufwand (Schadensatz) sowie Kosten (Kostensatz) zu den Prämien ausgedrückt.

Operativer Gewinn (Underlying Earnings)
Die Underlying Earnings (operativer Gewinn) geben Auskunft über das versicherungstechnische Ergebnis, inklusive Ertrag aus Kapitalanlagen und abzüglich der darauf entrichteten Steuern.

Unternehmensgewinn (Adjusted Earnings)
Die Adjusted Earnings (Unternehmensgewinn) zeigen das Ergebnis aus operativem Gewinn (Underlying Earnings) inklusive realisierter Gewinne sowie Wertberichtigungen und Abschreibungen aus den Kapitalanlagen, abzüglich der darauf entrichteten Steuern.

Reingewinn (Net Income)
Die Kennzahl Net Income entspricht dem Jahresergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung für die laufende Periode. Sie errechnet sich aus den Adjusted Earnings plus Erfolg aus Marktschwankungen, Währungseffekten sowie Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten, abzüglich der darauf entrichteten Steuern.

Über die AXA Winterthur

Rund zwei Millionen Kunden vertrauen der AXA Winterthur. Sie setzen auf ihre Erfahrung und Beratung in der Personen-, Sach-, Haftpflicht- und Lebensversicherung sowie der beruflichen Vorsorge. Der führende Schweizer Versicherer ist ein dynamisches Unternehmen mit einer ambitionierten Vision: den Kunden Freiräume über die finanzielle Sicherheit hinaus schaffen und so ein unbeschwertes Leben ermöglichen - mit einfachen, digitalen Prozessen und innovativen Produkten und Dienstleistungen rund um wichtige Lebensbereiche wie Mobilität, Wohnen oder Unternehmertum. Dafür setzen sich die rund 4000 Mitarbeitenden sowie die 2500 Kolleginnen und Kollegen in den 276 Generalagenturen und Agenturen Tag für Tag ein. Die AXA Winterthur gehört zur AXA Gruppe und erzielte 2016 ein Geschäftsvolumen von CHF 11 Mia.

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