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Abschied vom Genie: Was wir vom Fußball über Kreativität lernen können

News   •   Dez 02, 2015 09:00 CET

Das Tiki-Taka-Spiel der spanischen Fußballnationalmannschaft war im vergangenen Jahrzehnt in aller Munde.

Durch ein gezieltes Kurzpassspiel und erhöhten Ballbesitz gewann die spanische Elf zwischen 2008 und 2012 zwei Europameisterschaften und den Weltmeistertitel. Erst als sich auch die deutsche Mannschaft von der Philosophie des Einzelstars verabschiedete und stärker auf das Zusammenspiel setzte, löste sie die spanische Vorherrschaft ab. Für Burow ist der Weltmeistertitel dieser deutschen „Mannschaft“ die logische Folge eines konsequenten Team-Flow-Prozesses, wie er auch andernorts immer wieder zu beobachten ist.

Ganz gleich ob Albert Einstein oder Steve Jobs: anhand zahlreicher weiterer Beispiele zeigt Burow, dass sich auch diese gemeinhin als Genies geltenden Personen stets auf ein starkes Team stützen konnten und alle großen Erfindungen der Vergangenheit letztlich Resultate des Zusammenwirkens vernetzter Individuen gewesen sind. Entsprechend fordert der Kasseler Kreativitätsforscher eine Abkehr vom längst überholten Geniekult, der kreativen Prozessen immer noch allzu oft im Weg stehe: „Wir müssen den unangemessenen Geniekult abschaffen und ein realistisches Menschenbild, ohne Grandiositäts- und Allmachtsfantasien entwickeln und uns auf die wahre Stärke der menschlichen Spezies zurückbesinnen. Nur gemeinsam in einem gleichberechtigten Team sind wir stark.“  

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