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Süße Worte – Geschmacksmetaphern berühren Leser emotional stärker als wörtliche Wendungen

News   •   Jul 16, 2014 09:00 CEST

Studie von Wissenschaftlerinnen der Freien Universität Berlin und der Universität Princeton zur Wirkung von Metaphern aus dem Bereich Essen und Geschmack.

Werden in einem Satz Geschmacksmetaphern verwendet, so ist der Leser emotional stärker berührt als beim Lesen eines Satzes mit der gleichen Aussage in nichtfigurativer Sprache. Das ist das Ergebnis einer Studie von zwei Wissenschaftlerinnen der Freien Universität Berlin und der Universität Princeton. 

Die Neurowissenschaftlerin Dr. Francesca Citron und die Linguistin Prof. Dr. Adele Goldberg fanden heraus, dass beim stillen Lesen metaphorischer Wendungen in einfachen Sätzen wie „Die Trennung war bitter für ihn“ nicht nur Gehirnregionen aktiviert waren, die mit Schmecken zu tun haben. Es zeigte sich zudem eine erhöhte Aktivität in Regionen, in denen Emotionen verarbeitet werden. Der inhaltlich gleiche Satz „Die Trennung war schlecht für ihn“ brachte diese spezifischen Erregungsmuster nicht hervor. 

Die Wissenschaftlerinnen folgern daraus, dass selbst konventionelle Metaphern wie „süß“ für „nett“ oder „heiß“ für „sexy“ emotional eindrücklicher sind als nichtfigurative Sprache. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Online-Ausgabe des Journal of Cognitive Neuroscience veröffentlicht.

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