Skip to main content

Wirtschaft und Finanzmärkte 2017: Globale Wirtschaft im Umbruch

Pressemitteilung   •   Jan 12, 2017 11:00 CET

Politische Risiken, protektionistische Töne, Zentralbanken, die an ihre geldpolitischen Grenzen gestoßen sind, eine Rückkehr des starken Staates: 2017 könnte in vielfältiger Hinsicht ein Jahr des globalen Umbruchs werden. "Die Unsicherheiten in der Welt nehmen deutlich zu und mit ihr die Anforderungen an eine nachhaltige Geldanlage", sagt Dr. Hanno Kühn, Chief Investment Officer der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank). Angesichts dieser Rahmenbedingungen sei bei der Strukturierung des Vermögens ein gut diversifiziertes Portfolio gefragt denn je.

Weiteres Kurspotenzial für Aktien

Dabei führt an Aktien weiterhin kein Weg vorbei. "Durch den Einbruch der Aktienmärkte zu Beginn des vergangenen Jahres haben sich die Bewertungen auf Zwölf-Monatssicht nicht wesentlich erhöht. Insofern sehen wir auch 2017 noch Kurspotenzial für diese Anlageklasse", so Kühn. Interessant seien vor allem US-amerikanische Unternehmen, da diese u. a. von den geplanten Steuersenkungen profitieren würden, die nach der Präsidentschaftswahl angekündigt wurden. Weitere aussichtsreiche Regionen seien Japan und Osteuropa.

Renten: Vorsicht bei europäischen Unternehmensanleihen

Auch bei Staatsanleihen rechnet Kühn insbesondere bei US-amerikanischen Titeln mit Kurssteigerungen: "Wir empfehlen für die ersten Monate des Jahres eine relative Übergewichtung dieses Segments". Untergewichten würde der Chief Investment Officer hingegen hochverzinsliche Unternehmensanleihen im Euroraum. Der Grund: "Das Plus an Rendite, das sich erzielen lässt, wenn man Anleihen schlechterer Bonität kauft, ist immer geringer geworden, d. h. für eine ansehnliche Verzinsung müssen mittlerweile unverhältnismäßig hohe Risiken eingegangen werden."

Robuste US-Wirtschaft

Konjunkturell erwartet die apoBank im Jahr 2017 eine leichte Beschleunigung des globalen Wachstums. Während sich die US-Wirtschaft weiterhin robust präsentiert, dürfte der Anstieg im gesamten Euroraum nach wie vor bescheiden ausfallen - trotz der beispiellos expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. In einigen wichtigen Schwellenländern gehen die Experten nach Jahren der Krise von einer leichten Erholung in 2017 aus.

Zinsen bleiben niedrig

Aufgrund dieses konjunkturellen Umfelds und der Tatsache, dass es weiterhin an nachhaltigen Inflationstreibern mangelt, wird sich die langjährige Niedrigzinsphase auch im kommenden Jahr fortsetzen. "Selbst wenn sich das politische Pendel langsam in Richtung expansiver Fiskalpolitik bewegt, glauben wir erst mittelfristig an anhaltend steigende Zinsen", sagt Kühn.

Weitere Details finden Sie in unserem aktuellen apoFokus Wirtschaft und Finanzmärkte im Jahr 2017 "Globale Wirtschaft im Umbruch"

Prognosen 2017

DAX11.600 Pkt.Inflation Deutschland1,4 %
Euro Stoxx3.300 Pkt.BIP-Wachstum Deutschland1,3 %
S&P 5002.410 Pkt.BIP-Wachstum EU1,3 %
10j.-Bund-Rendite0,2 %BIP-Wachstum USA2,2 %
USD-EUR1,10

Über die apoBank

Mit 415.700 Kunden und über 109.000 Mitgliedern ist die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) die größte genossenschaftliche Primärbank und die Nummer eins unter den Finanzdienstleistern im Gesundheitswesen. Kunden sind die Angehörigen der Heilberufe, ihre Standesorganisationen und Berufsverbände, Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und Unternehmen im Gesundheitsmarkt. Die apoBank arbeitet nach dem Prinzip "Von Heilberuflern für Heilberufler", d. h. sie ist auf die Betreuung der Akteure des Gesundheitsmarktes spezialisiert und wird zugleich von diesen als Eigentümern getragen. Damit verfügt die apoBank über ein deutschlandweit einzigartiges Geschäftsmodell. www.apobank.de