Skip to main content

Tetanus – ein kurzer Piks kann Leben retten

News   •   Apr 10, 2018 15:45 CEST

Kurzer Piks kann Leben retten!

Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Frühling ankündigen, zieht es viele in die Natur. Ob beim Familienausflug zum See oder beim Werken im eigenen Garten – schnell kommt es zu kleinen Verletzungen. Gefährlich wird es, wenn die Wunde mit dem Tetanus-Erreger in Berührung kommt. Die Sporen befinden sich vor allem im Freien. Häufig sind sie im Erdboden, können aber auch an Gartenwerkzeugen sitzen oder im Straßenstaub vorkommen. Ein Holzsplitter im Finger oder ein kleiner Schnitt können ausreichen, um die Erreger zu übertragen.

Tetanus ist auch als Wundstarrkrampf bekannt. Die Erkrankung löst Muskelkrämpfe aus, die das Herz und die Atmung betreffen und zum Tod führen können. Eine Früherkennung ist schwierig, da die ersten Symptome frühestens nach drei Tagen, aber auch noch nach mehreren Monaten auftreten können. Es gibt kein direktes Gegenmittel. Zehn bis 20 Prozent der Betroffenen sterben, obwohl sie vorher intensivmedizinisch betreut wurden. Unbehandelt verläuft die Erkrankung zu 70 Prozent tödlich.

Vor der tückischen Krankheit schützt eine Impfung. Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt eine Grundimmunisierung gegen Tetanus als Säugling. Im Vorschulalter und zwischen dem neunten und 17. Lebensjahr sollte die Impfung bei Kindern aufgefrischt werden, empfiehlt die Barmenia Versicherung. Für einen lebenslangen Schutz sollten sich Erwachsene alle zehn Jahre impfen lassen. Eine Grundimmunisierung kann im Erwachsenenalter nachgeholt werden.

Nach Angaben der STIKO sind 75 Prozent der Deutschen gegen Tetanus geimpft. Menschen mit niedrigem Bildungsstand und Menschen über 65 versäumen eine Auffrischung häufig, sodass sie öfter erkranken. Kommt es zu einer Infektion, ist eine Impfung zu spät. So verstarb beispielsweise 2016 eine Rentnerin an Tetanus, nachdem sie sich bei der Gartenarbeit eine Schnittwunde zuzog. Ihre letzte Tetanus-Impfung war 13 Jahre her.

Bei einer Impfung wird dem Patienten das Tetanus-Serum in abgeschwächter Form gespritzt, wodurch das Immunsystem Antikörper produziert. In der Regel ist die Impfung gut verträglich, es kann aber zu Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle kommen. Selten treten Reaktionen wie Kopfschmerzen und Unwohlsein auf, die nach zwei bis drei Tagen wieder abklingen. Die Tetanus-Impfung gehört für den Hausarzt zur alltäglichen Routine und kann meistens sogar am selben Tag durchgeführt werden.

Angehängte Dateien

PDF-Dokument Word-Dokument

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Kommentar

By submitting the comment you agree that your personal data will be processed according to Mynewsdesk's <a href="http://www.mynewsdesk.com/de/about/terms-and-conditions/privacy_policy">Privacy Policy</a>.