CareWork Familien- und Seniorenberatung

Irrtum Nr. 1: Professionelle BetreuerInnen aus Osteuropa sind restlos unterbezahlt. Das ist moderne Sklaverei!

Blog-Eintrag   •   Sep 04, 2014 20:23 CEST

 Irrtum Nr. 1:

Professionelle BetreuerInnen aus Osteuropa sind restlos  unterbezahlt.  Das ist moderne Sklaverei!

 Sicher? Sicher nicht. Es sei denn, Sie finden, dass der Lohn einer examinierten Altenpflegerin aus Deutschland ebenso sklavenverdächtig ist. Die verdient bei  einem 40 Stunden/ Woche Einsatz durchschnittlich 1.600 € brutto. Nach Abzug aller Steuern und Abgaben verbleiben einer verheirateten Mutter mit 2 Kindern etwa 1.160 € netto, von denen sie und ihre Familie nicht nur leben, sondern auch die  Miete und die Mittagessen bezahlen muss.

 Eine vergleichbare osteeuropäische Seniorenbetreuerin erhält für ihren Einsatz in einer deutschen Familie durch-schnittlich 1.200 € netto, hinzu kommt noch freie Kost und Logis, denn sie lebt mit dem von ihr betreuten hilfebedürftigen Person unter einem Dach.

 Arbeitet sie auf Entsendebasis – wie es bei den meisten unserer Mitglieder der Fall ist – wurden die Sozialabgaben für Ihre Arbeit im Herkunftsland bereits von der entsendenden Firma bezahlt. Sie ist kranken- und rentenversichert nach den Standards ihres Heimatlandes. Und wenn sie nach maximal drei Monaten Betreuungs-einsatz nach Hause fährt, kann sie mit dem verdienten Geld ihre eigene Familie mindestens fünf Monate lang unterhalten. In osteuropäischen Ländern wie Polen verdient eine Pflegekraft in einem Altenheim durchschnittlich 350 € netto. Bei öffentlich ausgeschriebenen Pflegeeinsätzen eines Pflegedienstes ist es deutlich weniger: Da liegt der Stundensatz oft unter 1,50 € pro Stunde.

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