Helmuth Focken Biotechnik e.K.

Ist Wildschweinfleisch eine Option in der Hundeernährung

Blog-Eintrag   •   Jan 28, 2018 17:47 CET

Ist Wildschweinfleisch für den Hund als beschautes Wildschwein eine Alternative in der Hundeernährung?

Auf den ersten Blick erscheint Wildschwein für den Hund als die Proteinquelle, rein natürliches Fleisch, das vom Wild aus regionalen Wäldern stammt, keine Massentierhaltung, keine Antibiotika – Natur pur! verlockend.
In manchen Gegenden sind Wildschweine eine so große Belastung für die Landwirtschaft, dass eigene Landmaschine wie der Wiesenengel entwickelt und erfolgreich vertrieben werden, um Grünland, Feld und Acker , die durch Wildschweine umgegraben wurden wieder herzustellen.

Im Wildschweinfleisch für den Hund lauern Gefahren.
Bei gewissenhafter Bearbeitung des Wildschweinfleisches für den Hund läßt sich die Ansteckung des Hundes mit der Aujeszkysche Krankheit, die für den Hund tödlich verläuft vermeiden. Durch langes Erhitzen und Kochen wird der Erreger der AK, das „Suid Herpesvirus 1“ (SHV1) abgetötet. Es handelt sich hierbei um ein Herpesvirus, für das Haus- und Wildschweine als natürlicher Wirt und gleichzeitig als Reservoir dienen. Gleichwohl können sich zahlreiche andere Säugetierspezies, darunter Nagetiere, Fleischfresser und Wiederkäuer, mit dem Virus infizieren. Pferde und Menschen sind nicht empfänglich.

Aktuell sollen Wildschweine aus Angst vor der afrikanische Schweinepest( ASP) zum Abschuss frei gegeben werden.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP), die für Schweine meist tödliche Krankheit ist in Tschechien und Polen angelangt.
Der Agrarminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), will die Jäger animieren, mehr Wildschweine zu erschießen, und stellt für Sofortmaßnahmen zwei Millionen Euro in Aussicht. Seine niedersächsische Kollegin Barbara Otte-Kinast (CDU) plant eine „intensive Schwarzwildbejagung“, erwägt den Einsatz von Wildschweinfallen und errechnet 3,5 Millionen Euro Kosten für das Land. Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/29408946 ©20

Die Afrikanische Schweinepest ist keine Zoonose.
Selbst wenn ein Mensch ein infiziertes Schwein/ Wildschwein ißt, wird er nicht erkranken. Das gilt auch für Hund und Katze. Für sie ist die afrikanische Schweinepest weder beim Kontakt mit dem Virus in der Natur noch im Fressen gefährlich.
Viele Menschen haben infiziertes Schwein gegessen, denn das ist anscheinend der Weg, auf dem sich die ASP ausbreitet. Nicht vornehmlich über Wildschweine, wie man vermuten könnte, sondern vor allem Dank menschlicher Fahrzeuge, Geräte, Kleidung – und belegter Brote. In einem Salami- oder Schinkenstück kann der ASP-Virus bis zu sechs Monate überleben, und so überspringt er viele Kilometer, die er per Wildschwein nie geschafft hätte, weil das Wildschwein recht standorttreu ist und sich das Virus vor allem über Blut und Kadaver überträgt. Die Forschung ist derzeit der Meinung, dass die ASP nicht auf dem Wildschweinweg westwärts wandert, sondern über Autobahnraststätten, auf denen Reisende Reste von Schinken- und Salamibroten unsachgemäß entsorgen. Sie werfen sie im Freiland weg. Es kommen die Wildschweine fressen es und stecken sich an. In einem Salami- oder Schinkenstück kann der ASP-Virus bis zu sechs Monate überleben, und so überspringt er viele Kilometer, die er per Wildschwein nie geschafft hätte

Fazit: Kein Wildschwein für den Hund als Proteinquelle.
Der Abschuss und der Handel mit Wildschweinfleisch ist der falsche Weg.
Weil Menschen mehrere Millionen Schweine selber töten und verkaufen wollen, bevor ein Virus sie befällt, werden Menschen in den nächsten Monaten vermutlich versuchen, unzählige Wildschweine zu erschießen, bevor der ASP Virus diese befällt, weil dann die Massenschweinehaltung durch Ansteckung bedroht ist, so das nicht näher erklärte Szenario. 
Richtig und zu unterstützen ist den menschliche Kontakt mit Wildschweinen zu regulieren.
Der Verbraucher hat es in der Hand die Jagd und den Handel mit Wildschweinefleisch nicht zu unterstützen.
Gefordert sind strenge Hygienevorschriften entlang der Autobahnen und Reiserouten. Warum diese Hygienemassnahmen wichtig und einzuhalten sind, ist massiv zu kommunizieren.

Wie für jedes Lebewesen ist energetisch hochwertige Ernährung Voraussetzung für Gesundheit, Fitness und Lebensfreude.

Ein Hund soll das was er an Fleisch braucht, von Tieren erhalten, die artgerecht und leidfrei biologisch gehalten und ohne Transportwege geschlachtet werden."

 
Helmuth Focken Helmuth Focken Biotechnik e.K. steht für eine Entwicklung von vielfältig strukturierten, lebendigen Lebensräumen, eine breite ländliche Kultur. Wir vertreiben biologisches Saatgut und biologische Acker- und Gartenbauprodukte. Wir reihen uns in die Front, die gegen die deutsche Agrarpolitik, die Agrarindustrie gleichermaßen wie Fleischexport steht. Wir unterstützen die Schaffung von kleinstrukturierten Habitaten durch Schulungen und Kurse.

Am Dengler Hof im Egerland wird Wildschweinschäden mit dem Wiesenengel begegnet.

Unsere Themen sind u.a. Terra Preta und der Einsatz von Pflanzenkohle und Bodenbakterien in der Nutztierhaltung.