Alerta Bokförlaget

Mein Freund aus Metaponto (10)

Blog-Eintrag   •   Apr 02, 2013 20:48 CEST

„Weißt du was das meist verbotene ist?”

„Nein”, antwortete er

„Es ist eine verheiratete Frau zu verführen.”

Sie lagen lange stil

.„Wir wollen uns nicht mehr sehen”, sagte er dann.

Eines Abends klingelte es und Nico öffnete die Tür. Da stand Barbros bessere Hälfte mit geballten Fäusten. Als die Faustschläge über ihn hagelten, verteidigte er sich. Nachher bluteten sowohl er wie auch sein Gegner aus offenen Wunden. Dimo ging dazwischen und verhinderte weiteres Blutvergießen. Mit einem Blick, der mehr sagte als tausend Worte, verließ der Ehemann das Haus. 

Einige Monate vergingen und Nico vermied sorgfältig das Nebenhaus. Er wollte alles vergessen und verbrachte seine Freizeit mit seinen Kollegen. Als fröhlicher Gesellschaftsmensch bekannt, wurde er zu  einem begehrten Party-Gänger. Gestärkt durch die Erfahrung mit Barbro, fühlte er sich jetzt freier im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Die Mädchen scharten sich um ihn, manchmal häufiger als er es sich wünschen konnte.In die Mysterien der Liebe eingeweiht, wollte er nicht auf die Lüste verzichten. Er war verspielt, immer wieder aufs neue verliebt, beteuerte jedem Mädchen ewige Liebe. Von weitem hörte er sich fragen: 

„Liebst du mich?” Und das Mädchen stellte selbstverständlich die Gegenfrage:

 „Und du?” 

Nachdem er wusste, dass sein Nein ihn nicht zum begehrten Ziel führen würde, beantwortete er stets die Frage mit einem passionierten „ja!”. Die Gegenstände seiner Liebe wechselten, er aber lebte in einem ständigen Liebesrausch.

Gerüchteweise erfuhr Barbro von Nicos Frauengeschichten. Verzweifelt suchte sie ihn auf und stellte ihn vor der Tatsache, dass er werdender Vater sei. Ihre Ehe wäre kaputt, der Ehemann hätte sie schon verlassen. Die Liebesspiele mussten aufhören, er hatte die Verantwortung für eine Familie zu übernehmen. Der katholisch erzogene und verantwortungsvolle Nico wollte auf keinen Fall, dass sein Kind als Bastard zur Welt kommen würde. Er versprach, Barbro gleich nach ihrer Scheidung zu ehelichen. Nico wollte der Welt beweisen, dass auch er als Italiener seinen Verpflichtungen nachgehen und sich eine Zukunft genau so gut wie ein Einheimischer schaffen konnte. Ehe das Kind geboren wurde, zog Barbro in die Wohnung von Nico und Dimo übernahm ihre Mietwohnung im Nebenhaus.

 Barbro brachte Patrik zur Welt und Nico war überglücklich, Vater geworden zu sein. Er hatte von nun an die Verantwortung für eine eigene kleine Familie und einen Haushalt. 

Ausschnitt aus Kapitel 7 

Sowohl die deutsche wie auch die schwedische Ausgabe: ( "Min vän från Metaponto") sind bei Adlibris, Bokus, Bokia, CDON und in jeder Buchhaltung erhältlich

Alle meine zehn Dokumentarromane sind auf der  Homepage: http://home.swipnet.se/Alerta ersichtlich

Siehe auch http://urplay.se/Produkter/174398-En-bok-en-forfattare-Maria-Magdalena-Mathsdotter

Das Program ist auf schwedisch und handelt von einer jungen Samefrau und ihrem Mut, den König aufzusuchen und um Hilfe für bessere Schulen für die Samekinder zu erbitten.

"Maria Magdalena Mathsdotter - Kungen, samekvinnan och den franske pastorn"