Alerta Bokförlaget

Mein Freund aus Metaponto

Blog-Eintrag   •   Feb 03, 2013 12:19 CET

Pfui Fremder! Du bist das elendeste Wesen unter der Sonne. Jeder ist fremd, wenn er nur die Nase aus seinem Dorf heraussteckt. 


Mein Freund aus Metaponto war ein fleißiger und energischer junger Mann aus dem ärmsten Teil Südtaliens. Er und seine Geschwister waren gefragte Arbeitskräfte im Europa der Nachkriegszeit, aber  nach einer kurzen Phase des Erfolgs wurde er mit einer Lebensweise konfrontiert, die ihm fremd war. Er drohte an Familienproblemen und Fremdenfeindlichkeit zu zerbrechen, aber seine österreichische Frau Erika stand ihm bei, auch während der schweren Jahre, als alles zur unausweichlichen Katastrophe bergab ging. Die Erzählung reißt den Leser vom Anfang bis am Ende mit, als Erika zum letzten Mal ihr Gulasch für das gemeinsame Abendmahl wärmt. 


Nina OlssonJournalistin


Diese Lebensgeschichte gibt dem Leser einen spannenden und interessanten Einblick in die Verschiedenheiten der  europäischen Lebensweisen und Kulturmuster.  Eine sensible Geschichte über uns Menschen, unsere Heimat, Familie, Freundschaft und Einsamkeit und den Stolz eines Mannes, der sich ein besseres Leben erarbeiten wollte. 

   
Lena Frank, Studentin


Eine Erde wölbt sich unter den Menschen, ein Boden unter ihnen und ein Himmel über ihnen.  Eine Welt. Die Staatsgrenzen Europas verschwinden, aber im Geiste ziehen wir unsere Demarkationslinien, trennen uns ab, jeder von uns wird zu einer Insel. Lilian O. Montmar schreibt über Verfremdung und Solidarität. Für ihren Beitrag auf das Thema „Grenzüberschreitende Solidarität“ wurde  ihr ein  Luitpold – Stern - Förderungspreis 2002   verliehen.