Murata Manufacturing

Murata forciert Connected Car

Blog-Eintrag   •   Jul 19, 2016 15:00 CEST

Vernetzte Aussichten in der Automobilindustrie: Die Herausforderungen und Potenziale im Umfeld „Vernetztes Fahrzeug“ sind immens.Bereits im Jahr 2020 werden weltweit mehr als 200 Millionen vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein1. Betrachtet man den weltweiten Markt für Fahrerassistenzsysteme, so prognostiziert man ein Wachstum von elf Milliarden US-Dollar in 2014 auf 200 Milliarden US-Dollar in 20242. Insbesondere für die Zulieferindustrie bedeutet das eine Orientierung, die wegweisend sein wird. Ob und wie jedoch die neuen Entwicklungen in der In-Car Connectivity zur Marktreife gelangen und Markterfolg haben werden, ist gegenwärtig nicht klar absehbar. Gerade aufgrund der hohen Innovationsgeschwindigkeiten in der Kommunikationstechnologie hat der Connected Car-Markt die höchste Priorität in der Produkt- und Marktentwicklung ein – mit potenziellen Chancen für die darin erfolgreichen Player, aber auch mit einigen Risiken.

Murata hält und macht Schritt bei Connected Car

Als Basis für Connected Car gilt das leistungsfähige Bord-Infotainment. Gerade aus Anwendersicht steigen die Bedürfnisse an Komfort und Unterhaltung, und sie bevorzugen integrierte Systeme, wie sie uns mit den Fahrerassistenzsystemen immer mehr vorgegeben werden. Entwicklungen im Bereich der Telematik verbessern den Fahrkomfort und die Sicherheit für Autofahrer – der Schritt vom automatisierten zu autonomen Fahren wird immer realer.

Funktionen für Fahrerassistenzsysteme versorgen den Fahrer mit nützlichen Informationen über die Umgebung des Fahrzeugs. Murata Manufacturing Company Ltd stützt sich in der Weiterentwicklung der In-Car Connectivity auf seine Kompetenzfelder, zu denen die aus der Hochfrequenztechnik resultierenden BT/Wifi, 3G, 4G Kommunikationsmodule zählen, die mittlerweile hohe Leistung mit Betriebssicherheit und guter System-Kombinierbarkeit zugunsten leichter Bedienbarkeit vereinigen. Hier verknüpft Murata die Ressourcen aus innovativer Forschung nahtlos mit der Produktentwicklung von Connected Car. Im Bereich der Automobilproduktion decken die Kommunikationsmodule bereits die drei Felder Infotainment sowie Telematik und Fahrerassistenzsysteme (ADAS) ab. Connected Car hat sich bei Murata zu einem Geschäftsfeld entwickelt, aus dem hochinnovative Produktlinien entstehen – gerade in Europa ein wichtiger strategischer Aspekt für Murata. Mit der Verbreitung von C2X Lösungen wird dieser Trend eine ganz neue Dynamik erhalten.

Als Full-Service-Partner gesehen werden

Dazu Mitsuhiro Hoshii, Leiter der Produktentwicklung, Division für Kommunikationsmodule bei Murata Manufacturing:

„Die technologische Brücke von Hochleistungskondensatoren über Kommunikationsmodule bis hin zu vernetzten Automobilen hat sich aus unserer Sicht seit 2010 immer mehr formiert. Anwendungsgetriebene Entwicklungen führten auch in Europa zu tragfähigen Kundenbeziehungen inklusive erfolgreichen Projekten. Dieses Engagement bestätigt sich durch die Geschäftsfelderweiterung zu Connected Car, die bei Murata synergetisch weitere Technologiebereiche wie Kameras, Radar und Sensoren sowie deren Datenhandling zusammen führt. Für die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen ein klares Plus. Daher liegt es auf der Hand, dass wir in Deutschland Vertrieb und Entwicklung eng mit den Herstellern verzahnen und technologisch neuer Produkte fokussieren. Als Standort für diese spezifische Aufgabe ist München gewählt worden. Im Hauptbüro für Automobilgeschäfte in Nürnberg arbeiten wir verstärkt daran, auch hier zu den technologischen Trendsettern zu gehören und durch unsere sehr guten Beziehungen zu Herstellern von automobilen Informations- und Kommunikationssystemen (IC) uns auch nachhaltig an der Spitze technologischer Entwicklungstrends zu etablieren.

Infotainment und Fahrerassistenzsysteme sind dabei der Schwerpunkt der Weiterentwicklung. Auf dem Weg zum Full-Service-Partner im Connected Car-Markt gilt es für Murata, weitere Potenziale aus der Entwicklung, Herstellung und Lieferung von elektronischen Materialien, hochmodernen elektronischen Komponenten und multifunktionalen, hochkompakten Modulen zu erschließen, die gemeinsam mit dem Netzwerk die Beziehungen vertieft und im engmaschigen Informationsaustausch und offenen Dialog Produkte entstehen lässt, die die In-Car Connectivity auch weiterhin als das Innovationsfeld der Automobilindustrie darstellt.“

((Als Manager für Produktionstechnik verbürge ich mich persönlich für den Einsatz unserer kompetentesten Köpfe bis hinauf zur hochrangigen Führungsebene, wenn wir gute Partnerschaft und eine von Elan getragene Entwicklung von wechselseitig vorteilhaften Geschäftsbeziehungen anbieten. ))


  • 1. Profil Mitsuhiro Hoshii

Leiter der Produktentwicklung, Division für Kommunikationsmodule, bei Murata Manufacturing

Nach dem Eintritt bei Murata Manufacturing im Jahr 1986 war Hoshii für die Verwendung von Widerstandsmaterialien an Modulen verantwortlich. Erfahrung sammelte er im Ingenieurswesen von 1994 bis 2000, hauptsächlich in der Produktionstechnik. Von 2001 bis 2009 war Hoshii vorrangig mit der Konzeption von Kommunikationsmodulen für Mobiltelefone befasst und beteiligte sich als Vertriebsingenieur. Von 2010 bis 2014 war er als Vertriebsingenieur für automobile Kommunikationsmodule tätig, bevor er seine derzeitige Position als Manager für Produktionstechnik in der Division für Kommunikationsmodule antrat.

  • 2. Quellen

1: Holand, Simon (2015): Connected Car market worth trillions of dollars by 2020? , Veröffentlichung: 24.02.2015

2: ABI research (2015): Global Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) Market to Exceed US$90 Billion by 2020, Veröffentlichung: 26.01.2015