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Übersetzt Du noch oder fährst Du schon? Warum Claims in der Automobilbranche Kulturchecks brauchen können

Blog-Eintrag   •   Feb 06, 2014 09:18 CET

Übersetzt Du noch oder fährst du schon?

Eine gut abgesicherte Wissensaufbereitung ist in der Kommunikationswirtschaft unverzichtbar. Das zeigt die jüngste Endmark Claim-Studie. Sie untersucht die Automobilwerbung und kommt zu dem Schluss, dass viele Hersteller ihre Corporate Claims nicht optimal auf Verständlichkeit geprüft haben.

Die zwölf untersuchten, größtenteils englischsprachigen Kernbotschaften – auch Slogans genannt – wurden von dem Großteil der über 1000 Studienteilnehmer missverstanden. Während die Werbebotschaft einiger Slogans noch recht ungebrochen ankam („Simply clever“ vonŠKODA oder „Simplymore“ von FIAT), verfehlten andere ihre Wirkung gründlich.

MITSUBISHI gelang es nicht, auch nur einer befragten Person die gemeinte Bedeutung seiner Botschaft „Drive@earth“ zu vermitteln. Laut ENDMARK deutete die Mehrheit der Studienteilnehmer den Slogan als unvollständige E-Mail-Adresse oder als Aufforderung, besonders „bodenständig zu fahren“ und lag mit dieser Einschätzung weit vom Herstellerwunsch entfernt. Dieser wollte einen Zusammenhang zwischen dem Nutzen eines Autos und der Umwelt suggerieren und „eine Referenz an die große Vielfalt unserer Erde, die es (weiter) zu entdecken gilt“ symbolisieren.

Die Studie zeigt: Selbst sprachlich korrekte Formulierungen werden oft missverstanden. Das liegt nicht [nbsp]nur an den teilweise mangelhaften oder fehlenden Sprachkenntnissen der Zielgruppe, sondern auch an deren kultureller Prägung, an Erwartungen und Erfahrungen.

Informationen zur Studie und einen Auszug der Ergebnisse finden Sie hier.

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