audioGAZ

Was hast du von AudioGAZ, und was der Radiosender?

Blog-Eintrag   •   Jul 04, 2014 15:31 CEST

Bevor ich anfange zu erklären, wie ein Radiosender AudioGAZ für sich nutzen kann, möchte ich zunächst kurz erklären, was AudioGAZ überhaupt ist.

AudioGAZ steht für Sprit (Gazoline) aus dem Radio (Audiostream). Radiohörer sollen damit dafür belohnt werden, genau einen Radiosender zu hören (der am AudioGAZ-Programm teilnimmt), und keinen anderen. Im erweiterten Sinn kann man dies als "Hörerbindung" bezeichnen. Das Wirkprinzip ist ganz einfach: Du lädst dir die AudioGAZ-App aus dem App-Store herunter (kostenlos für iOS+Android). Dann startest du die App und wählst den Sender aus, bei dem du AudioGAZ sammeln möchtest. Das passiert, indem du auf das jeweilige Senderlogo drückst. Welche Sender teilnehmen, erfährst du meistens auf deren Internetseite oder im laufenden Programm.

Ab jetzt wirst du fürs Hören dieses Senders belohnt, vorausgesetzt du hörst aktiv die Werbeblöcke, und bist schnell genug. Sobald nämlich ein Werbeblock läuft, öffnest du die App und drückst den "Jetzt auftanken"-Button. Eine Tankuhr zeigt dabei in Echtzeit an, wie viele Liter Gratissprit im gerade laufenden Werbeblock noch verfügbar sind. So erfährst du gleich, ob du schnell genug warst, oder ob andere Hörer früher dran waren.Warst du rechtzeitig, wird dir sofort ein Liter Sprit auf deine eigene Tankuhr gut geschrieben. Hast du diesen Vorgang 10 Mal absolviert, musst du nur noch Name und Anschrift eintragen, und du bekommst einen 10€-Tankgutschein nach Hause geschickt - geschenkt!

Was bringt dir das? Nun ja: Würdest du nicht auch bewusst einen bestimmten Radiosender (statt irgendeinen anderen) hören, wenn du weißt, dass du dort sogar fürs Zuhören belohnt wirst? Du musst dafür nichts weiter tun als die App runterzuladen und Zuzuhören.

Was hat der Radiosender davon? Sicher ist dir schon einmal aufgefallen, dass du (bewusst oder unbewusst) beim Radiohören den Sender gewechselt hast, sobald die Werbung angefangen hat. Im TV "zappst" du, und im Radio funktioniert es nach demselben Prinzip. Der Radiosender hat aber ein Interesse daran, dass du nicht umschaltest, sondern bei dem Sender bleibst. Schließlich schalten Unternehmen Werbespots auf diesem Sender, und diese möchten, dass möglichst viele Hörer ihre Werbespots hören. Und genau das kann AudioGAZ unterstützen: Wenn du als Hörer weißt, dass du mit Gratissprit dafür belohnt wirst, Werbeblöcke anzuhören, wirst du vermutlich weniger oft "zappen" und stattdessen bei dem Sender bleiben. Die Radiosender geben damit quasi einen Teil ihrer Werbeerlöse wieder an dich zurück und bedanken sich bei dir für deine Loyalität.

Nicht zuletzt grenzt sich ein Radiosender bewusst von anderen Radiosendern ab, wenn er am AudioGAZ-Loyalitätsprogramm teilnimmt. Ist er beispielsweise im Sendegebiet der Einzige, der Gratissprit verteilt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich Hörer bewusst für diesen Sender entscheiden, und nicht für einen anderen.

"Wer bezahlt denn am Ende den Sprit?" fragst du dich vielleicht. Das ist eine berechtigte Frage. Wie ich weiter oben beschrieben habe, hat der Radiosender ein Interesse daran, möglichst viele Hörer zu haben. Nicht zuletzt existieren wie im Fernsehen auch im Radiogeschäft Einschaltquoten, besser gesagt: die Bruttokontaktsumme. Wie im TV gilt auch hier: Wer mehr Hörer erreicht, kann mehr für seine Werbung verlangen. Man kann nun also annehmen, dass jeder Hörer einen "Wert" für einen Sender hat. Diesen zu beziffern, ist aber gar nicht so einfach. Dieser Wert ist es, der den Einsatz von AudioGAZ für Radiosender interessant macht. Mehr Hörer bedeuten eine höhere Bruttokontaktsumme bedeuten (stark vereinfacht) höhere Werbeeinnahmen. Um die Frage vom Beginn des Absatzes zu beantworten: Dein Radiosender bezahlt (teilweise) den Sprit, und gibt dir damit einen kleinen Teil seiner Werbeeinnahmen als Belohnung für dein Zuhören zurück.

Was aber, wenn du gar keinen Sprit sammeln möchtest (weil du z.B. kein Auto hast)? Hier wird AudioGAZ interessant: Denn Sprit ist nur eine mögliche Variante. Jeder Radiosender kann aber anhand seines Publikums auch andere Belohnungen auswählen. Du gehst gerne ins Kino? Vielleicht hat dein Radiosender eine Kooperation mit einem lokalen Kino, und schenkt dir daher lieber Freikarten als Gratissprit. Das Spannende daran ist: Jeder Radiosender soll selbst wählen, was am Besten zu seinen Hörern passt. So ist keine Aktion wie die Andere - und AudioGAZ bei jedem Sender anders. 

"Das wird aber ganz schön teuer für den Radiosender". Das kann sein, richtig. Wenn man die Stellschrauben nicht richtig setzt. Dafür kann der Sender bei AudioGAZ vor einer Aktion wählen, wie viel Gratissprit er pro Werbeblock verschenken möchte, und an wie vielen Werbeblöcken am Tag man sammeln darf. So kann der Sender vorher genau bestimmen, wie viel ihn die Aktion am Ende kosten wird. 

Am Ende zeigt sich,  dass mit AudioGAZ dein Smartphone und dein Radio zusammenwächst. Waren bislang beide Geräte strikt voneinander getrennt, sind sie jetzt gekoppelt. Du hörst Radio, klickst auf dein Smartphone, und schon passiert etwas auf deinem Display, passend zu dem was du zeitgleich im Radio hörst - klingt praktisch, oder?

Wenn du mehr zu AudioGAZ erfahren willst, und erfahren willst, wo du bereits AudioGAZ sammeln kannst, dann schau doch von Zeit zu Zeit hier im Blog oder auf audiogaz.com vorbei. Wenn du noch Fragen hast, schreib mich einfach an.

Wir freuen uns auf dich!

Bis zum nächsten Mal,

Marcus