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Das Team hinter den Kulissen

News   •   Okt 06, 2016 13:09 CEST

Enge Straßen, Regen und Nebel machen die Anreise für den Medien-Truck schwierig.

Azkar DACHSER Group ist für die Logistik der Spanien-Radrundfahrt „La Vuelta“ zuständig. 29 Fahrer und drei Koordinatoren reisen drei Wochen lang mit den Rennfahrern und transportieren alles, was am Etappen-Start und -Ziel benötigt wird. Dabei verlangen insbesondere die engen und steilen Bergetappen den Fahrern – wie den Radprofis – fahrerisch alles ab.                      

Der kolumbianische Radprofi Nairo Quintana dürfte geschwitzt haben, als er die Serpentinen hinauf nach Lagos de Covadonga in den Bergen Asturiens hinaufeilte. Regen und Nebel machten die Aufgabe nicht leichter. Nicht weniger schweißtreibend ging es allerdings einige Stunden vorher zu, als Valentín Grueso, Fahrer bei Azkar DACHSER Group, seinen Lkw über die engen Bergstraßen zu dem abgelegenen Etappenziel manövrierte.

Zwei Teams für die Logistik an Start und Ziel

Während Quintana einen Konkurrenten nach dem anderen abschüttelte und den Grundstein für seinen Vuelta-Gesamtsieg legte, war Grueso bereits mit dem Aufbau des Siegerpodiums beschäftigt: „Wir arbeiten bei der Vuelta in zwei Teams“, erklärt er. „Neun Lkw kümmern sich um den Startbereich und bauen ab, sobald die Rennfahrer weg sind, während zwanzig Lkw bereits frühmorgens zum Ziel abreisen. Da dürfen wir keine Zeit verlieren, denn gegen Mittag müssen wir fertig sein.“ Er selbst fährt den so genannten „Medien-Truck“, der die komplette Pressetribüne transportiert. Von hier aus berichten die Sportreporter einige Stunden später den Sieg Quintanas in 190 Länder. Aber auch die Zielaufbauten, Zeitkontrolle, VIP-Areas, Container für medizinische Versorgung, Absperrungen, Merchandisingartikel oder Zielverpflegung – alles kommt mit den Fahrern von Azkar DACHSER Group. Die Ladeflächen von zehn Lkw wurden dafür extra umgebaut.

175.000 Kilometer legen die 29 MAN-Trucks des Typs TGX EfficientLine 2 in den drei Vuelta-Wochen zurück. Sie fahren dabei mit moderner, spritsparender Lkw-Technologie, sodass sich ihr Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 6,5 Prozent reduziert hat.

Nach dem Abbau steht das nächste Ziel im Fokus.  

        

Erfahrung und Team-Spirit

Nach der Siegerehrung warten auf Nairo Quintana die Doping-Kontrolle, Massagen und der erste von vielen Tellern Nudeln. Für Valentín Grueso beginnt unmittelbar der zweite Teil des Arbeitstags: „Wir bauen alles gleich wieder ab und denken an den nächsten Zielort. Es ist auch wichtig, die Batterien wieder aufzuladen, insbesondere wenn in den Bergen wieder fahrerische Millimeterarbeit gefragt ist oder das Timing schwierig wird.“ Hier helfen Erfahrung und Team-Spirit: „Wir machen das bereits zum achten Mal und konnten in dieser Zeit alle möglichen Herausforderungen meistern. Jeder weiß: Auf die Logistik kann man sich verlassen“, so Grueso. „In den drei Vuelta-Wochen leben wir wie eine große Familie zusammen, das macht diese Zeit auch für uns Fahrer zu etwas ganz Besonderem.“