Skip to main content

Netzsicherhiets-Initiative BW geht in die Pilotphase

Pressemitteilung   •   Apr 02, 2019 15:28 CEST

Stuttgart. Am 1. April 2019 ist „DA/RE – die Netzsicherheitsinitiative BW“ in die Pilotphase gegangen. „DA/RE“ steht für Datenaustausch/Redispatch und hat das Ziel, das Flexibilitätspotenzial von dezentralen Anlagen aus unterlagerten Netzebenen für die Stabilisierung des gesamten Stromsystems zu nutzen. Initiatoren sind der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und der Verteilnetzbetreiber Netze BW, mit Unterstützung des baden-württembergischen Umweltministeriums.

Inzwischen stehen hinter DA/RE mehrere Netz- und Anlagenbetreiber, die sich aktiv an der Pilotphase beteiligen. So bringen sich das Mannheimer Energieunternehmen MVV und die Stadtwerke Schwäbisch Hall als Verteilnetzbetreiber bei DA/RE ein. Die MVV-Tochter MVV Trading sowie Next Kraftwerke und Entelios als Betreiber virtueller Kraftwerke werden den Prozess aus Sicht der Anlagenbetreiber begleiten; darüber hinaus soll auch eine Kooperation mit dem NODES-Marktplatz für den Handel lokaler Flexibilität getestet werden. Mit dabei ist außerdem das Unternehmen Sonnen, das ein virtuelles Kraftwerk aus Heimspeichern betreibt.

„Dieses breite Spektrum dezentraler Anlagen bildet den aktuellen Markt für Flexibilitäten sehr gut ab“, sagt Dr. Kilian Geschermann, DA/RE-Projektleiter bei Netze BW. „Gemeinsam können wir so die Prozesse pilothaft mit verschiedenen Verteilnetzbetreibern bis zur Mittelspannungsebene testen und wertvolle Erfahrungen in den weiteren Projektverlauf einfließen lassen“, ergänzt Florian Gutekunst, DA/RE-Projektleiter bei TransnetBW.

Flexibilitätsoptionen auf allen Netzebenen nutzen

DA/RE ist gedacht als IT-Plattform, über die die Netzbetreiber Flexibilitätspotenziale insbesondere aus dem Verteilnetz gemeldet bekommen und koordiniert abrufen können. Als Anwendungsfall steht dabei im Vordergrund, wie strombedingte Netzüberlastungen reduziert werden können. Der Einsatz dezentraler Flexibilitäten soll damit das Stromsystem im Ganzen stabilisieren. Langfristig sollen so Kosten für Netzeingriffe gesenkt werden.

In der Pilotphase sollen zwei wesentliche Module getestet werden. Zuerst wird untersucht, ob der Datenaustausch grundsätzlich und wie geplant funktioniert. Dann geht der Blick von der IT auf die Abstimmungsprozesse zwischen den Netz- und Anlagenbetreibern.

Projektbeirat mit UM-Unterstützung

Die Pilotphase ist bis Ende September 2019 geplant. In dieser Zeit findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Teilnehmern statt und es werden verschiedene Testfälle evaluiert. Die Ergebnisse werden anschließend unter anderem im Projektbeirat vorgestellt und diskutiert. Der Beirat tagt unter dem Vorsitz von Ministerialdirektor Helmfried Meinel aus dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM).

Mit Entelios den entscheidenden Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft beginnen

Entelios bietet neben innovativer Expertise und Technologie, saubere und grüne Energie, die es Industrie, Gewerbe und dem öffentlichen Sektor ermöglicht, ein Impulsgeber im Wandel zu einer erneuerbaren und nachhaltigen Zukunft zu sein.

Als Pionier begannen wir bereits 2010 digitale Lösungen zur Hebung von Flexibilitätspotentialen industrieller Lasten und dezentraler Stromerzeuger zu realisieren. Darauf basierend entwickelt sich Entelios nun weiter zum innovativen Energieversorger der Zukunft. Neben Energiemanagement und -handel ergänzt vor allem die Belieferung mit Strom aus regenerativen Energiequellen das Produktportfolio.