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Wachsen die Ohren im Alter?

News   •   Jul 31, 2014 15:12 CEST

Dass die Ohrmuschel mit zunehmendem Alter wächst haben schon vorangegangene Forschergenerationen erkannt. Allein die Begründung dafür änderte sich im Laufe der Zeit. So beschrieb der Erlanger Forscher Schwalbe in  seinem Standardwerk „Lehrbuch der Anatomie des Ohres“ aus dem Jahr 1887, dass der Knorpel, aus dem die Ohrmuschel besteht, mit der Zeit an Elastizität verlieren würde und sich dadurch die Strukturen langsam auseinander falten.

Das Ausmaß des Wachstums haben britische Wissenschaftler in den 1990er Jahren dann exakt berechnet. Demnach wird die Ohrmuschel alle fünf Jahre um ca. einen Millimeter größer. Entscheidende Erkenntnisse für die Gründe des späten Wachstums lieferte jüngst der Humanbiologe Carsten Niemitz von der Freien Universität Berlin. Im Rahmen einer Studie ließ er knapp 1.500 Ohren vermessen und stellte fest, dass nur der äußere Teil der Ohrmuschel bis ins hohe Alter breiter und vor allem länger wird. Sein Erklärungsansatz für dieses Phänomen: Da das Hörvermögen durch natürlichen Verschleiß mit der Zeit nachlässt, wächst der äußere Teil der Ohrmuschel, um einen Teil des Hörverlusts zu kompensieren. 

Diese Vorsorge durch die Evolution ist allerdings bei der enorm gestiegenen Lebenserwartung der heutigen Menschen nicht ausreichend. Das belegen die geschätzten 15 Millionen Menschen mit Hörproblemen allein in Deutschland. Für die nachhaltige Kompensation von Hörminderungen bieten die Hörgeräteakustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören effektive und elegante Lösungen mittels modernster Hörtechnologien.

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