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Was ist eigentlich Lanolin?

Pressemitteilung   •   Dez 11, 2013 08:36 CET

Aus der Schafswoll. Bild: esemelwe | istockphoto

Schafwolle bietet nicht nur Wärme. Wertvoll für die Hautpflege ist auch das Wollwachs. Es stammt aus dem Talgdrüsensekret der Tiere und kann als Rückstand aus dem Waschwasser der Wolle gewonnen werden.

Unter dem Mikroskop betrachtet, ist die Haut ein sehr komplexes Gebilde. Sehr gut sichtbar sind die abgestorbenen Zellen der äußeren Hautschicht, die sich ziegelartig übereinanderschichten. Jedoch ist es kein Mörtel, der die „Zellbacksteine“ verbindet, sondern es sind Hautfette, auch Lipide genannt. Erst sie formen die Zellen zu einer kompakten Barriere, die uns davor schützt, auszutrocknen oder krank zu werden. Denn die Barriere verhindert wirkungsvoll, dass Bakterien, Viren oder Pilze in den Körper gelangen oder dass die in der Haut gespeicherte Feuchtigkeit zu stark und schnell verdunstet. Für die Geschmeidigkeit und Widerstandsfähigkeit der Haut sind Fette daher dringend benötigte Komponenten.

Fette der Haut zuführen

Mit zunehmendem Alter werden jedoch immer weniger Hautfette gebildet. Auch der Einsatz von aggressiven Seifen oder Duschlotionen entfettet die Haut. Daher ist es wichtig, der Hautbarriere ihren Zellkit durch regelmäßiges Eincremen mit fetthaltiger Creme wieder zuzuführen. Die Kosmetik setzt dabei auf Fette, die dem Hautfett verwandt sind oder diesem sogar entsprechen. Ein Beispiel hierfür ist das aus dem Wollfett der Schafe gewonnene Lanolin.

Das Wachs der Schafe

Es gibt nicht nur ein Hautfett, sondern viele verschiedene Fette (Lipide). Die Hornschicht der Haut zum Beispiel besteht zu 95 Prozent aus Ceramiden, Cholesterin, Fettalkoholen und Kohlenwasserstoffverbindungen.

Auch Wachse wie das Lanolin gehören zu den Hautfetten. In Form von Wachsestern verknüpfen sie Alkohol mit langkettigen Fettsäuren. Einige Wachse enthalten darüber hinaus zusätzlich freie Fettsäuren, außerdem Sterole, die in der Fettproduktion der Haut eine Vorstufe zu Cholesterin bilden.

Cholesterin und Fettsäuren gehören zu den wichtigsten von der Haut gebildeten Lipiden. Lanolin enthält über 95 Prozent Wachsester, besteht also zu einem sehr hohen Anteil aus hautidentischen Fettsäuren. Mit einer Creme zugeführt, können diese Fette die Barrierefunktion der Haut nachhaltig stärken.

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