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Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum: Forum zur Stärkung des Lebensraums Erde

Pressemitteilung   •   Feb 01, 2016 10:00 CET

Die Erde ist ein vielfältiger Lebensraum. Wird sie allein als Rohstoffquelle und Agrarfläche genutzt, verkümmert sie. Die Sektion für Landwirtschaft bietet verschiedenartigen Ansätzen für einen verantwortlichen Umgang mit der Erde auf der Tagung ‹Unsere Erde› ein Forum und präsentiert Best-Practice-Beispiele.

Die Stadt prägt zunehmend die Lebenserfahrung der Menschheit heute. Beruflich tätig sind in der Landwirtschaft dagegen immer weniger Menschen: In Europa und den USA sind es nur noch rund zwei Prozent. Mit der Emanzipation von der Natur geht der Bezug zur Herkunft der Lebensmittel verloren: Landwirte fühlen sich alleingelassen; Städter sehnen sich danach, eine Beziehung zur Erde zu finden. Das zeigt sich im Erfolg von Zeitschriften wie ‹Landliebe› oder in der Zuwendung zu gärtnerischer Tätigkeit. Zudem dienen immer mehr städtische Flächen der Lebensmittelproduktion. Beispielsweise erwägt die Stadt Toronto, zukünftig zehn Prozent ihrer Lebensmittel via Urban Gardening zu erzeugen.

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft gehört zu den Vorreitern, eine Beziehung zur Erde herzustellen und zu pflegen. Die ursprüngliche Verbindung von Heilpädagogik und Landwirtschaft hat sich als soziale Landwirtschaft (Social Farming) eigenständig weiterentwickelt; im Sinne solidarischer Landwirtschaft (Community Supported Agriculture) stützen Konsumenten einen Hof, der seinerseits ihre Lebensmittelversorgung sicherstellt.

Jean-Michel Florin von der Leitung der Sektion für Landwirtschaft ist es ein Anliegen, dass anlässlich der Tagung ‹Unsere Erde – ein globaler Garten?› Praktiker verschiedener Richtungen als Partner zusammenkommen. «Die Tagung sollte wie ein Garten sein, wo man viele Beete anschauen und wo man seine Fragen in Impulse umwandeln kann», formuliert er ein weiteres Anliegen. Zu den Beispielen aus der Praxis gehören Schulgärten, Stadtparks, Gemeinschaftsgärten und Kleinbauerninitiativen. Beiträge gibt es unter anderem vom international tätigen Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Herbert Dreiseitl, von der Dokumentarfilmerin Marie-Monique Robin (‹Monsanto, mit Gift und Genen›) und von Urban Agriculture Netz Basel.

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Das Goetheanum ist Zentrum eines weltweit tätigen Netzwerks spirituell engagierter Menschen. Als Sitz der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft dient es dem Austausch über spirituelle Fragen und der Fortbildung auf künstlerischem und wissenschaftlichem Feld.

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