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«Weil wir es uns wert sind». ​Welternährungstag: Echter Genuss basiert auf umweltfreundlichem Anbau

Pressemitteilung   •   Okt 09, 2019 06:00 CEST

Welternährungstag 2019 (Symbolbild von Steve Buissinne bei Pixabay)

Goetheanum, Dornach, Schweiz, 16. Oktober 2019

«Weil wir es uns wert sind»
Welternährungstag: Echter Genuss basiert auf umweltfreundlichem Anbau

An der Kasse wird entschieden, wie die Welt aussieht, bejaht doch der Kauf eines Produkts die Umstände seiner Erzeugung. Ein umwelt- und klimafreundlicher Anbau führt zu wohlschmeckenden Lebensmitteln: Genuss, Gesundheit und Umweltschutz bilden eine Einheit.

In der Pfanne brutzelt es, Gewürze und Kräuter duften, man sieht, wie das Gericht auf dem Teller liebevoll präsentiert wird: Ernährung ist ein rundum sinnliches Erlebnis. «Wer sich mit Fertiggerichten abgibt oder mit To-go-Becher durch die Welt hastet, achtet sich selbst nicht – und schon gar nicht seine Umwelt», sagt Jasmin Peschke. Sie leitet den Fachbereich Ernährung bei der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum. «Für die Nahrungsaufnahme sollten wir uns Zeit nehmen, weil wir es uns wert sind.» Auf diese Weise entsteht eine Beziehung zum Lebensmittel und seiner Biografie, immerhin das, womit man sich bis in den Stoffwechsel hinein verbindet.

«Woher kommt die Banane, die ich esse? Wurde sie biologisch oder mit Einsatz von Mitteln angebaut, die zu Haut- und Atemproblemen bei den Arbeiterinnen und Arbeitern auf der Plantage führen? Können sich diese einen Arztbesuch leisten und zur Selbstversorgung ein eigenes Stück Land bewirtschaften?», regt die promovierte Oecotrophologin an, sich zu fragen.

Der Geschmack eines Lebensmittels hängt unter anderem von der Qualität des Saatsguts, der Anbaumethode, der Reifezeit und der Verarbeitung ab. Eine Methode, die Umweltschutz und Genuss miteinander verbindet, ist die biodynamische Landwirtschaft. Das zeigt beispielsweise ihre Umsetzung durch Winzer. Durch konsequente Kompostwirtschaft lässt sich die Bodenfruchtbarkeit erhöhen und zeigen die Weine ihr Terroir. Zudem gibt es Anzeichen, dass biodynamische Böden einen höheren Anteil an Kohlendioxid als in Monokulturen der konventionellen Landwirtschaft binden und damit zum Klimaschutz beitragen.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen hat dem Welternährungstag am 16. Oktober 2019 das Motto ‹Our Actions are Our Future› (Unsere Handlungen bestimmen unsere Zukunft) gegeben.

(2077 Zeichen/SJ)

Ansprechpartnerin
Jasmin Peschke, nutrition@goetheanum.ch

Das Goetheanum ist Sitz der weltweit arbeitenden Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und der Anthroposophischen Gesellschaft. Die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft mit ihren elf Sektionen ist in Forschung, Entwicklung, Lehre und der praktischen Umsetzung ihrer Ergebnisse wirksam und wird in ihrer Arbeit durch die Anthroposophische Gesellschaft gefördert.

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