(Umfrage) Konzept zum Braunkohleausstieg: Jeder dritte Bundesbürger würde sich an Erneuerbaren-Großprojekt im Rheinischen Revier beteiligen

Pressemitteilungen   •   Dez 07, 2018 12:50 CET

Greenpeace Energy will RWE-Braunkohlesparte bis 2025 stilllegen und durch Erneuerbare ersetzen / Übernahmevorschlag für Kraftwerke und Tagebaue

Pressemitteilungen   •   Nov 26, 2018 10:30 CET

Hamburg / Berlin, 26. November 2018 – Greenpeace Energy will die Braunkohle-Tagebaue und
-Kraftwerke des RWE-Konzerns im Rheinischen Revier ab 2020 stufenweise übernehmen und bis 2025 stilllegen. Im Gegenzug sollen auf den ehemaligen Tagebauflächen Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 8,2 Gigawatt entstehen. Greenpeace Energy will diesen Ausbau im Rahmen eines Bürgerenergie-Konzeptes umsetzen, an dem sich Bürger privat oder indirekt über Energiegesellschaften beteiligen können. Auch kommunale Körperschaften und private Unternehmen können sich finanziell engagieren. Dabei wird regionalen Interessenten ein Vorrang eingeräumt. „Was wir vorschlagen, ist eine Riesenchance für das Rheinische Revier – und bringt uns beim Klimaschutz einen großen Schritt voran“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. „Unser Konzept ist finanziell fair für alle Seiten und so angelegt, dass betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden können.“

Für das Gelingen sei eine Einigung mit RWE sowie staatliche Unterstützung des Strukturwandels wichtig, betont Tangermann. Greenpeace Energy hat dem Konzern und weiteren Beteiligten von der kommunalen Ebene bis zur Bundesregierung Gespräche zur Umsetzung dieses Plans angeboten.

Konkret schlägt Greenpeace Energy vor, im Jahr 2020 den Tagebau Hambach und die sechs ältesten und am wenigsten effizienten Kraftwerksblöcke stillzulegen, 2022 den Tagebau Inden und sechs weitere Kraftwerksblöcke, 2025 Garzweiler und die letzten drei Blöcke. „Insgesamt beläuft sich der Preis dafür auf rund 384 Millionen Euro“, sagt Fabian Huneke vom Analyseinstitut Energy Brainpool, das die Wirtschaftlichkeit des Projekts berechnet hat: Dies ergebe sich aus den Gewinnen, die mit den Kraftwerken noch am Strommarkt erzielt werden könnten, bis sie wegen steigender CO2-Preise unrentabel würden.

Für die anstehenden Aufgaben werden mehrere neue Gesellschaften gegründet: Eine Betreibergenossenschaft setzt das Bürgerenergie-Konzept um und errichtet auf allen geeigneten ehemaligen Tagebauflächen Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 3,8 beziehungsweise 4,4 Gigawatt. Die grünen Kraftwerke erzeugen im Jahr 2030 mehr als 15 Terawattstunden Strom – rund ein Viertel dessen, was die Rheinische Braunkohle derzeit liefert. Allerdings sinkt die Stromerzeugung aus Braunkohle ohnehin stetig und würde Anfang der 2030er-Jahre unter das Niveau der dort neu geplanten Bürgerenergie-Anlagen fallen. Der Aufbau des gesamten erneuerbaren Kraftwerksparks würde nach Berechnungen von Greenpeace Energy rund sieben Milliarden Euro kosten – es wäre das mit Abstand größte Erneuerbare-Energien-Projekt Europas und dank Skaleneffekten gerade deshalb besonders günstig zu errichten. „So können wir auf eine Vergütung nach dem EEG verzichten und erwarten trotzdem Renditen zwischen fünf und sieben Prozent, wenn man durchschnittliche Marktwerte zugrunde legt“, so Sönke Tangermann. „Vor allem aber können wir für wesentlich mehr erneuerbaren Strom und für mehr Klimaschutz sorgen als sonst auf Basis des EEG möglich wäre.“

Die Standorte für die Solar- und Windparks pachtet die Betreibergenossenschaft von einer ebenfalls neu zu gründenden kommunalen Flächengesellschaft, in der alle Grundeigentümer organsiert sind. Die Pachteinnahmen belaufen sich in der letzten Ausbaustufe auf jährlich 45 Millionen Euro. Zudem ist die Flächengesellschaft für die Renaturierung zuständig, und über eine Beschäftigungsgesellschaft nimmt sie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Vertrag, die aus der RWE-Braunkohlesparte ausscheiden. Diese können zum Beispiel in der Renaturierung der Tagebauflächen und im Kraftwerksrückbau arbeiten. Andere werden für neue Arbeitsplätze in den erneuerbaren Energien und anderen Branchen weiterqualifiziert. Für ihre Aufgaben erhält die Beschäftigungsgesellschaft Mittel aus einem öffentlichen Strukturfonds, wie ihn auch die Kohlekommission vorschlägt, um den Strukturwandel in den Braunkohleregionen zu finanzieren. In welchem Umfang sich auch RWE finanziell an den Maßnahmen zu beteiligen hat, handeln Staat und Konzern separat aus.

„Durch den Bürgerenergie-Ansatz mit der weitreichenden Beteiligung regionaler Akteure erfüllt das Konzept zentrale Kriterien, um eine möglichst hohe Wertschöpfung und Arbeitsplatzwirkung im Rheinischen Revier zu erzielen“, urteilt Prof. Dr. Bernd Hirschl vom Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), einer führenden Instanz für sozioökonomische Fragen. „Das Projekt kann wie eine Initialzündung wirken für die Transformation dieser traditionellen Energie-Region in eine Energiewende-Modellregion.“

Durch die Umsetzung des Greenpeace Energy-Plans würden – im Vergleich zur RWE-Planung – insgesamt 441 Millionen Tonnen weniger CO2 ausgestoßen, wie das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Energy errechnet hat. Dadurch würden gesellschaftliche Folgekosten durch Klimaschäden in Höhe von rund 60 Milliarden Euro eingespart. Schon im Jahr 2020 sinken die Emissionen um rund 13 Millionen Tonnen CO2. Bis 2030 werden 338 Millionen Tonnen CO2 eingespart. „Der Greenpeace Energy-Plan zahlt somit direkt auf die 2020er- und 2030er-Klimaziele ein“, sagt FÖS-Experte Florian Zerzawy.


Redaktionelle Hinweise: Mehr Informationen zum Thema sowie Gutachten der genannten Institute finden Sie unter www.greenpeace-energy.de/presse.html zum Download. Für Interessenten an einer Projektbeteiligung ist ab sofort eine Infoseite online: www.reinrevierwende.de

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Einladung zur Pressekonferenz: Greenpeace Energy bietet Verhandlungen zur Übernahme der RWE-Braunkohlesparte an

Pressemitteilungen   •   Nov 22, 2018 14:00 CET

Sehr geehrte Damen und Herren,

Greenpeace Energy hat ein wirtschaftlich tragfähiges und für alle Seiten faires Konzept zur Übernahme der RWE-Braunkohlesparte ausgearbeitet. Der Hamburger Ökoenergieanbieter bietet RWE und anderen Beteiligten dazu zügige Verhandlungen an.

Wir wollen Ihnen das Vorhaben gerne im Detail vorstellen und laden Sie daher herzlich ein zur

Pressekonferenz am Montag, 26.11.2018, um 10.30 Uhr

Ort: Greenpeace Energy, Marienstraße 19-20, 10117 Berlin-Mitte (Konferenzsaal, Hinterhaus, 1. OG), ÖPNV: S/U-Bhf. Friedrichstraße


Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Fabian Huneke, Energy Brainpool
  • Prof. Dr. Bernd Hirschl, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
  • Florian Zerzawy, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS)
  • Dr. Hermann Falk, Vorstand der GLS Treuhand
  • Dr. Roda Verheyen, Rechtsanwälte Günther
  • Sönke Tangermann, Vorstand Greenpeace Energy
  • Moderation: Marcel Keiffenheim, Leiter Politik und Kommunikation Greenpeace Energy

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen. Bitte bestätigen Sie uns Ihr Kommen per E-Mail an presse@greenpeace-energy.de. Bei Rückfragen, zur Vereinbarung von Interviews nach der PK oder für die Anforderung von Pressematerialien wenden Sie sich bitte direkt an

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Partnerschaft für die Energiewende: Greenpeace Energy und GP JOULE bündeln Kompetenzen

Pressemitteilungen   •   Nov 22, 2018 09:20 CET

Hamburg / Reußenköge, 22. November 2018 – Greenpeace Energy und GP JOULE arbeiten künftig enger zusammen und haben dazu eine Kooperation vereinbart. Greenpeace Energy wird zum 1. Januar 2019 die Kundinnen und Kunden mit Ökostrom beliefern, die bislang der Geschäftsbereich CONNECT von GP JOULE versorgt hat. Ergänzend profitieren die Kunden des Hamburger Ökoenergie-Anbieters künftig vor allem von GP JOULE CONNECT-Angeboten im Bereich der Elektromobilität.

„Mit GP JOULE haben wir einen starken Partner, der dasselbe Ziel verfolgt wie wir: ein rascher Umbau unserer Energieversorgung und eine saubere Energiezukunft mit 100 Prozent Erneuerbaren“, sagt Nils Müller, Vorstand bei Greenpeace Energy. „Da immer mehr unserer Kunden vom Verbrenner auf das Elektroauto umsteigen, freuen wir uns, dass wir die Kooperation mit Mobilitätangeboten starten“, so Müller. Kundinnen und Kunden von Greenpeace Energy, die ein Elektroauto fahren, können zukünftig auf Ladekarten von GP JOULE CONNECT zurückgreifen. Der Geschäftsbereich CONNECT des Energiedienstleisters aus Schleswig-Holstein wird zudem für Geschäftskunden von Greenpeace Energy Ladeinfrastrukturlösungen anbieten. „Gemeinsam mit Greenpeace Energy wollen wir die Energiewende voranbringen. Dafür konzentrieren wir uns in der Kooperation bewusst auf unsere Stärken und fokussieren auf unsere Kompetenz für smarte Ladeinfrastrukturlösungen. Für unsere E-Mobilitätsangebote begeistern sich unter anderem bereits Hotellerie, Gastronomie und Tourismus. Benchmark ist unsere eigene E-Flotte, die mit über 50 täglich genutzten E-Autos zu einer der größten in Deutschland zählt. Greenpeace Energy engagiert sich selbst schon länger für Elektromobilität, für grüne Logistik sowie auch für nachhaltiges Reisen, was die künftigen Felder für E-Mobilität positiv beeinflusst“, erklärt GP JOULE-Mitgründer und Geschäftsführer Ove Petersen die Motivation für die Kooperation. „Wir teilen die gemeinsame Vision einer 100 Prozent erneuerbaren Energieversorgung und deshalb sind wir überzeugt davon, dass Greenpeace Energy – einer der ältesten und engagiertesten Lieferanten von Ökostrom in Deutschland – auch der beste Partner für unser Ökostrom-Endkundengeschäft ist“, so Petersen.

Beide Partner haben vereinbart, die Zusammenarbeit zukünftig weiter auszubauen. „Indem wir unsere Kompetenzen bündeln und unsere jeweiligen Angebote ergänzen, können wir die Energiewende gemeinsam gestalten“, erklärt Nils Müller. Ove Petersen ergänzt: „Die Energiewende funktioniert nur als Gemeinschaftsprojekt unter Einbezug aller Bürgerinnen und Bürger, die den Nutzen von erneuerbaren Energien in ihrem Alltag über entsprechende Lösungen – ob im Haushalt oder der eigenen Mobilität – selbst erleben. Dazu kann unsere Partnerschaft einen wichtigen Beitrag leisten.“

Pressekontakte
Henrik Düker
Greenpeace Energy eG
Politik und Kommunikation
Tel. + 49 (0) 40-808 808 654
Mobil +49 (0) 160-36 10 987
henrik.dueker@greenpeace-energy.de

Birka Friedrich
GP JOULE GmbH
Leiterin Unternehmenskommunikation
b.friedrich@gp-joule.de
Tel. +49 (0) 4671-6074-237
Mobil +49 (0) 174-3194644

Über die Partner Greenpeace Energy und GP JOULE

Als Öko-Energieanbieter versorgt Greenpeace Energy rund 140.000 Kundinnen und Kunden mit sauberem Strom und dem innovativen Gasprodukt proWindgas. Das Unternehmen ist als Genossenschaft mit mehr als 24.000 Mitgliedern organsiert. Über das Tochterunternehmen Planet energy baut Greenpeace Energy saubere Kraftwerke.

2009 mit der Überzeugung gegründet, dass 100% erneuerbare Energieversorgung machbar ist, ist GP JOULE heute ein System-Anbieter für integrierte Energielösungen aus Sonne, Wind und Biomasse sowie ein Partner auf Versorgungsebene für Wärme sowie Elektro- und Wasserstoff-Mobilität. Als Pionier in der Sektorenkopplung beschäftigt das mittelständische Unternehmen über 200 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland und Nordamerika. Im Geschäftsbereich CONNECT verbindet GP JOULE ein 360 Grad-Angebot rund um Ladeinfrastrukturlösungen für Betreiber von E-Flotten, E-Mobilen und E-Parkplätzen.

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(Kommentar) Geplante Änderungen im Energiesammelgesetz: „Gesetzgeber muss drohende Einschnitte beim Mieterstrom verhindern“

Pressemitteilungen   •   Nov 05, 2018 20:09 CET

Greenpeace Energy und Energie des Nordens bauen Windgas-Elektrolyseur / Nutzung von überschüssigem Windstrom im Netzausbaugebiet

Pressemitteilungen   •   Okt 24, 2018 09:34 CEST

(ACHTUNG: ABSAGE PRESSEKONFERENZ) Neue Studie über steuerbare erneuerbare Energien als Alternative zur Atomkraft in Frankreich

Pressemitteilungen   •   Okt 15, 2018 09:35 CEST

Wichtiger Hinweis an die Vertreterinnen und Vertreter der Medien

Die für Mittwoch, 17. Oktober um 10.30 Uhr
in der Politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin, Marienstraße 19-20

geplante Pressekonferenz von Greenpeace Energy zum Thema „Neue Studie über steuerbare erneuerbare Energien als Alternative zur Atomkraft in Frankreich“ 

muss aus organisatorischen Gründen leider kurzfristig ABGESAGT werden.

Wir bitten um Verständnis und bemühen uns, die Studienvorstellung zeitnah nachzuholen. In diesem Fall wird ein neuer Termin rechtzeitig bekannt gegeben.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den nachstehenden Pressekontakt.

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(Einladung zur Pressekonferenz) Neue Studie über steuerbare erneuerbare Energien als Alternative zur Atomkraft in Frankreich

Pressemitteilungen   •   Okt 10, 2018 13:29 CEST

Sehr geehrte Damen und Herren,

Frankreich ringt um ein Konzept für seinen künftigen Energiemix. Bis Ende Oktober will der neue französische Umweltminister François de Rugy eine „Roadmap“ vorlegen, die auch die Zukunft der Atomenergie in unserem Nachbarland skizziert. Darin soll auch die Frage beantwortet werden, in welchem Zeitrahmen Frankreich seinen Atomkraft-Anteil von derzeit 75 auf 50 Prozent reduzieren will – und ob dafür angesichts bevorstehender Abschaltungen alter Reaktoren auch der Bau zusätzlicher Atomkraftwerke vorgesehen ist.

Dass Atomkraft auch in Frankreich allerdings keineswegs alternativlos ist, belegt eine neue Studie des Berliner Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Energy. Die Untersuchung zeigt konkret auf, wie ein rein auf erneuerbaren Energien basierendes System aussehen müsste, das Atomkraftwerke ersetzen kann – und zwar „steuerbar“, also wetterunabhängig bei gleicher Versorgungssicherheit, aber ohne ökologische Risiken. Besonders spannend wird bei diesem Systemvergleich der Blick auf die jeweiligen Kosten.

Die Studie von Energy Brainpool wollen wir Ihnen gerne im Detail vorstellen und laden Sie deshalb herzlich ein zur


Pressekonferenz

am Mittwoch, 17. Oktober 2018
um 10.30 Uhr
Ort: Greenpeace, Politische Vertretung
Marienstraße 19-20 (Hinterhaus) 10117 Berlin-Mitte
ÖPNV: S-/U-Bhf. Friedrichstraße

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Fabian Huneke, Studienleiter Energy Brainpool
  • Sönke Tangermann, Vorstand Greenpeace Energy
  • Moderation: Christoph Rasch, Pressesprecher Greenpeace Energy

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen. Bitte bestätigen Sie uns Ihr Kommen per E-Mail an presse@greenpeace-energy.de. Bei Rückfragen, für die Vereinbarung von Interviews vorab oder für die Anforderung von Pressematerialien wenden Sie sich bitte direkt an die nachstehenden Pressekontakte.

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(Pressemitteilung/Update) Neue repräsentative Umfrage: Jeder dritte Stromkunde erwägt Wechsel zu Ökostrom wegen Auseinandersetzung um Hambacher Wald

Pressemitteilungen   •   Okt 07, 2018 08:33 CEST

(Pressemitteilung) Neue repräsentative Umfrage: Jeder dritte Stromkunde erwägt Wechsel zu Ökostrom wegen Auseinandersetzung um Hambacher Wald

Pressemitteilungen   •   Okt 06, 2018 06:00 CEST

35 Prozent der Stromkunden erwägen, angesichts der für den Braunkohleabbau geplanten Rodung des Hambacher Waldes zu einem reinen Ökostromanbieter zu wechseln. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag von Greenpeace Energy. „Die Zahlen belegen: Viele Verbraucher haben die Nase voll vom aggressiven Verhalten des RWE-Konzerns im Hambacher Wald und kehren der konventionellen Energiewirtschaft den Rücken“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. Gestern hatte das Oberverwaltungsgericht Münster einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Wald verfügt.

Kantar Emnid hat Anfang Oktober mehr als 1.000 Verbraucher zu ihrer Wechselmotivation befragt. Demnach wollen 16 Prozent der Befragten, die bisher bei konventionellen Stromanbietern unter Vertrag waren, angesichts der Vorgänge im Hambacher Wald „auf jeden Fall“ auf einen rein erneuerbaren Versorger umsteigen, weitere 19 Prozent können sich vorstellen, diesen Wechsel „vielleicht“ zu vollziehen. Dass sie schon jetzt Ökostrom beziehen, gaben neun Prozent der Befragten an. 16 Prozent erklärten, dass sie in ihrem Haushalt nicht über den Stromvertrag entscheiden. Für 40 Prozent kommt ein Wechsel zu Ökostrom derzeit nicht in Betracht.

Wenn alle Verbraucher tatsächlich den Anbieter wechseln, die sich jetzt mit dem Gedanken tragen, würde das Ökostromsegment um rund 14 Millionen Privathaushalte wachsen. Das wäre in etwa eine Verdoppelung des heutigen Marktanteils. „Die Kohlekonzerne sollten dieses Signal und die damit verbundene Verbrauchermacht nicht unterschätzen. Wir erleben, dass immer mehr Menschen nicht nur über Stromwechsel nachdenken, sondern ihn auch vollziehen“, so Tangermann.

Greenpeace Energy registriert seit Beginn der Räumung des Hambacher Waldes Mitte September eine der stärksten Wechselwellen seit vielen Jahren. In den knapp drei Wochen bis Anfang Oktober waren bereits deutlich über 2.000 Haushalte zu der Energiegenossenschaft gewechselt, drei- bis viermal so viele wie in vergleichbaren Zeiträumen.

Die meisten dieser Neukunden waren zuvor bei konventionellen Stromversorgern, die auch Kohlestrom anbieten, unter Vertrag. Mehr als ein Drittel kommen von Anbietern, die mit dem RWE-Konzern verbunden sind – wie Innogy, Eprimo oder Rheinenergie. Ebenfalls ein Drittel der aktuellen Neukunden bei Greenpeace Energy wechselt zudem bewusst in den Tarif Solarstrom plus, mit dem sie den Ausbau von Solaranlagen speziell in Braunkohlegebieten fördern.

„Immer mehr Kunden wollen über ihre Stromrechnung lieber gezielt in die Energiewende investieren statt weiterhin die klimaschädliche Braunkohleförderung zu alimentieren“, sagt Sönke Tangermann. „Der konventionellen Energiewirtschaft dürften angesichts der anhaltenden Wechselwelle mittelfristig empfindliche Umsatzeinbußen drohen.“ Die Stromkosten für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden schlagen – ohne Wechselboni und Rabattaktionen – pro Jahr mit etwa 1.000 Euro zu Buche.

Redaktionelle Hinweise: Die ausführlichen Umfrageergebnisse finden Sie unter www.greenpeace-energy.de/presse.html. Greenpeace Energy ist am 6. Oktober bei der Großdemonstration am Hambacher Wald vor Ort. Dort steht Ihnen Pressesprecher Michael Friedrich für Nachfragen und O-Töne direkt zur Verfügung, soweit dies angesichts der dort schwierigen Mobilfunkanbindung möglich ist, erreichbar unter Telefon +49 151 4264 8955

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