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Entscheider-Reise 2017 - Insights vom Leadership Summit der AHA - sichern Sie sich Ihren Platz für 2018

News   •   Jul 30, 2017 11:07 CEST

Liebe Freunde der ENTSCHEIDERFABRIK,

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Entscheider-Reise nach San Diego brachte den deutschen, österreichischen und schweizerischen Teilnehmern eine Vielzahl praxistauglicher Ansätze bzw. perspektivischer Ideen.

Diese Themen zählten zur Tagesordnung: Interaktion von individuellen Gesundheitsakten und institutionellen Patientenakten; die Neuaufstellung von Geschäftsprozessen und die Disruption bekannter Geschäftsmodelle; Population Health Management zur Neudefinition des medizinischen Leistungsspektrums; die Vernetzung innerhalb der Behandlungskette und mit dem Patienten; qualitätsorientierte Vergütung und Capitation; hierzulande unbekannte Modelle für die Leistungserbringung mit und ohne Anbindung der Kostenträgerschaft.

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Auch dies war Ergebnis der inzwischen intensiven Beziehungen zu Entscheiden in den USA: Die Entscheider-Reise 2018 wird um eine "US-German Summer-School" erweitert. Zum Hintergrund; Das Thema, das Amerikaner und Deutsche beschäftigt, ist die "Disruption" = die technologiegestützte Neuaufstellung von Leistungen und Beziehungen, sowie  die Auswirkungen auf den Wettbewerb unter den Leistungserbringern. Das Ziel der neuen Summer-School ist, die Teilnehmer auf diese veränderten Wettbewerbsbedingungen vorzubereiten und ihnen das Handwerkszeug an die Hand zu geben, mit dem sie die Herausforderungen meistern können. Ganz konkret: "Wenn die Teilnehmer am Montag nach der Veranstaltung wieder bei der Arbeit sind, dann wissen sie, was zu tun ist".

Über die Summer-School

  • Transforming Healthcare in disruptive times - the challenges in the time of deconstruction of business processes and disruption of business models / and the strategic fields of action

Zertifikat

  • Strategic Health Information Manager

Bereits jetzt haben sich viele künftige Transformations-Experten für die Entscheider-Reise 2018 angemeldet.

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Anmeldung Entscheider-Reise 2018

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Das SALK-Institut wurde 1960 vom Polio-Vakzin-Entwickler Jonas Salk gegründet. Es ist die weltweit führende Grundlagenforschungseinrichtung im Bereich der Präzisionsmedizin. Die Institutspräsidentin Dr. Elizabeth Blackburn formulierte mit dem damaligen US-Vizepräsidenten Biden den „Cancer Moonshot Call for Action“.

Die Programmgestaltung der ENTSCHEIDERFABRIK mit Rady´s und UCSD - und somit der Präzisionsmedizin-Anwendung in der Kinder- und Erwachsenenmedizin - sorgte mit den Diskussionen der neusten Entwicklungen im SALK-Institut für ein sehr gutes Verständnis der Thematik. 

Im Diskussionsteil unter dem Vorsitz von Dr. Michael von Blanquet berichtete Elizabeth Blackburn unter anderem von ihrer Teilnahme am World Health Summit in der Charite in Berlin im Oktober 2016 und stellte heraus, welchen Nutzen die Forschung des SALK für die Patientenversorgung hat.

Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten und CIOs des San Ysidro Health Centers Kevin Mattson wurde unter dem Leitmotiv „intercontinental bridging“ die Institutionalisierung einer amerikanisch-deutschen Summer-School 2018 zum unternehmenskritischen Thema des nächsten Jahrzehnts, „Strategic Health Information Management“, diskutiert. Die vier Säulen sind

  • Build Up a Health Information Management (HIM) Strategy
  • Fundamental influences on the HIM Strategy - Precision Medicine
  • Institutionalization of Health Information Exchange (HIE) in the Strategy
  • Prepare yourself, install a change and lean management.

Dr. Pierre-Michael Meier hielt die Ergebnisse der Diskussion für die Strukturierung der Summer School und das zu erreichende Zertifikat „Strategic Health Information Manager“ fest.

Im Diskussionsteil berichteten Lawrence Friedman, M.D., Associate Dean for Clinical Affairs, UCSD Health Syste, Ken Lawonn, Senior Vice President, Sharp, Albert Oriol, Vice President, Rady and Kevin Mattson, President and CEO, San Ysidro Health Center, von ihren Erfahrungen, auch von ihrem Besuch der VKD-Bundestagung im Mai 2017 in Würzburg und stellten heraus, welche Lehrinhalte sie in der Summer School 2018 sehen.

Ferner wurde festgehalten, dass es für die Teilnahme ein Bewerbungsverfahren geben muss. Bestandteile sollen sein

  • Nachweis als Führungskraft,
  • Motivationsschreiben und
  • Benennung / Beschreibung eines konkreten Digitalisierungsprojektes, das der Bewerber in seiner Institution in den folgenden 24 Monaten einer Lösung zuführen will.

Razelle Kurzrock, MD, Leiterin des Bereichs Hämatologie und Onkologie, University of California San Diego (UCSD) Moores Cancer Center, berichtete über neueste molekulare Verfahren in der personalisierten Krebstherapie. Auch  Center profitierte von den Präzisionsmedizin-Aktivitäten als einem Teil des HITECH Act.

The Pillars of Precision Medicine - Targeted Therapy:

  • Genomics
  • Immunotherapy
  • Master Protocol - Profile-Related Evidence Determining Individualized Cancer Therapy
  • Histology-independent targeted approach
  • Multiple molecular aberrations assessed
  • Observational registry

Genomics and Immunotherapy: using genomics to find the best immunotherapy match

Das UCSD Health System betreibt medizinische Lehre und Praxis und bietet ein stationär-ambulant integriertes Portfolio an Leistungen. Qualitätsorientierte Vergütung ist hier, wie andernorts, die größte Herausforderung, beschrieb Lawrence Friedman, M.D., Associate Dean for Clinical Affairs.

Die im SALK Institute herausgestellte Bedeutung von „Strategic Health Information Management“ wurde dadurch unterstrichen, dass Christopher Longhurst, M.D., M.S., CIO & Professor for Biomedical Informatics and Pediatrics, ebenfalls vortrug und die Diskussion mit den TeilnehmerInnen der Entscheider-Reise suchte.

„From good to great" ist die Devise des Leistungserbringers, der damit insbesondere auf den Rang des "besten Leistungserbringers in Kalifornien" zielt. Schritte auf diesem Weg sind Verbesserung der Patientenerfahrung, Ausbau der regionalen Partnerschaften, Weiterentwicklung der klinischen Leistungen, Fokus auf Qualität und Sicherheit sowie leistungsbasierte Verträge mit Versicherern.

Hinsichtlich „Strategic Health Information Management“ hob Christopher Longhurst eindringlich die Relevanz und den Erfolg des Investitionsprogramms "HITECH Act" aus dem Jahre 2009 hervor - dies auch im Kontext des  integrierten Bonus-/Malus-Programms Meaningful Use. Ziel war, mit digitalen institutionellen Patientenakten nach der internationalen Standardisierungsinitiative IHE (Integrating the Healthcare Enterprise) Daten untereinander, aber auch mit individuellen Gesundheitsakten auszutauschen.


„Pay for quality“

Qualitätsbasierte Vergütung ist einer der großen Herausforderungen für US-Krankenhäuser. Wie bei vielen Rahmenbedingungen geben die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) die Linie vor, an der sich andere Kostenträger wie Versicherungen und Arbeitgeberorganisationen orientieren. Die steuerbasierten Töpfe von Medicare, zuständig für Senioren und dauerhaft Behinderte, und Medicaid für Bedürftige, tragen rund 20 bzw. 16 Prozent der US-Gesundheitsausgaben. Qualitätsparameter wie etwa Abschläge bei Wiedereinweisung innerhalb von 30 Tagen bestimmen inzwischen die Vergütung durch diese Programme mit. – Die republikanische Partei trug die Ausweitung von Medicaid durch den Affordable Care Act (ACA) nicht mit; daher nehmen einige Staaten an „Obamas“ Basis-Krankenversicherung nicht teil. Die gesamten US-Gesundheitsausgaben betrugen 2014 3 Billionen = 9.523 Dollar je Einwohner und somit 17,5 Prozent des BSP; sie werden bis 2025 um ca. 5 Prozent jährlich steigen.

IT in US-Krankenhäusern

Druck auf die Krankenhäuser: In den USA sind die Einnahmen wie auch die Ausgaben etwa für den IT-Betrieb höher als etwa in Deutschland, Investitionsmittel generieren viele US-Häuser über Spenden. Als Betriebskosten sind 3 bis 5 Prozent der Einnahmen üblich.

„Take-home messages“ vom AHA Leadership Summit

Drei Tage hindurch bestimmte der Jahreskongress der amerikanischen Krankenhausgesellschaft die Aktivitäten der Teilnehmer. Experten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens standen in San Diego auf dem Podium.

Wie beeinflussen der Ausgang der Präsidentschaftswahlen und die „Stilllegung“ von Obamacare die Leistungserbringung? Die Fakten lagen im Diskussionspanel von AHA-Präsident Rick Pollack und Insidern aus Washington auf der Hand: Die Stilllegung von Obamacare verstärkt den Druck auf die Krankenhäuser weiter und gestaltet den Zugang zur Versorgung für die Bevölkerungsgruppen der Minderbemittelten schwieriger.

Zu „Pay for Performance“ bzw. „Quality“ erläuterte Pollack: Zu Beginn jedes Budgetjahres werden von den CMS (siehe unten) allen Krankenhäusern etwa 3 Prozent des Budgets abgezogen; durch Einhaltung der Qualitätskriterien lässt sich Geld zurückholen. Dies gelingt nur mit einer vollständigen Digitalisierung der Krankenhäuser. Die Risikoadjustierung bei soziodemografischen Faktoren ist hierbei eine Herausforderung, und die Indikatoren müssen weiterhin im Dialog priorisiert werden, wozu die AHA entsprechende Gutachten verfasst und damit die politischen Entscheidungsträger in Washington im Kongress und Senat zu beeinflussen versucht (siehe z.B. Statement of the American Hospital Association before the Subcommittee on Health / of the Committee on Ways and Means of the U.S. House of Representatives “The Evolution of Quality in Medicare Part A” on September 7, 2016).

San Diego, im Juli 2017: Die USA sind zwar noch von einem durchgängig wirksamen, transparenten, implementierbaren System für „Pay for Performance“ entfernt, eines ist aber jetzt schon klar - ohne vollständige Digitalisierung der Prozesse gibt es keine entsprechenden Erlöse ... oder "gute IT macht gute Erlöse". 

Die Planung für die Entscheider-Reise 2018 ist vorbereitet, Anmeldungen sind möglich. 

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