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Besteuerungsverfahren wird automatisiert

News   •   Mai 26, 2016 08:54 CEST

Die Steuererklärung auf dem Bierdeckel wird es zwar nicht so bald geben, ab 2017 sind jedoch Vereinfachungen in Sicht. Wie ein Gesetzentwurf zeigt, werden davon aber in erster Linie die Finanzbeamten durch automatisierte Handlungs- und Prüfroutinen profitieren. Sie können Steuerbescheide automationsgestützt bearbeiten, erlassen und auf elektronischem Weg durch Datenabruf bekannt geben.

Für Steuerpflichtige vereinfacht sich die Abgabe der Steuererklärung. So entfällt die Post an das Finanzamt, wenn diese authentifiziert via ELSTER übertragen wird. Denn Belege, wie Spendenbescheinigungen, müssen grundsätzlich nicht mehr vorgelegt werden. Sie sind aber aufzubewahren und auf Anforderung vorzulegen.

Teurer kann es werden, wenn eine Steuererklärung zu spät abgegeben wird. Derzeit liegt es im Ermessen des Beamten, ob ein Verspätungszuschlag zu zahlen ist. Ab 2017 soll dieser bei jeder verspäteten Abgabe automatisch erhoben werden. Bei Einkommensteuererklärungen soll er 0,25 Prozent der rückständigen Steuerschuld, mindestens 50 Euro für jeden Monat der Verspätung betragen.

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