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Finanzamt 4.0: der Papierkrieg mit der Verwaltung gehört bald der Vergangenheit an.

News   •   Jan 26, 2017 09:08 CET

Das Besteuerungsverfahren wird digital

Das auf dem Postweg versandte Steuerformular hat mittelfristig ausgedient. Stattdessen ist es ab 2017 möglich, das gesamte Verfahren – von der Steuererklärung über den Bescheid bis zum Einspruch – elektronisch abzuwickeln. Computer prüfen die elektronisch übertragenen Steuererklärungen, erstellen die Steuerbescheide der Finanzverwaltung und geben diese den Steuerpflichtigen bekannt. Nur wenn die Angaben in der Steuererklärung unvollständig oder nicht plausibel sind, schalten sich die Finanzbeamten zur Prüfung ein. Der positive Nebeneffekt für Steuerzahler ist, dass sie keine Originalbelege mehr an das Finanzamt schicken müssen. Allerdings müssen steuerrelevante Belege auch künftig gesammelt, aufbewahrt und auf Verlangen des Finanzamtes vorgelegt werden.

Mehr Zeit für die Steuererklärung

Der Gesetzgeber hat zudem die Abgabefrist für Steuererklärungen verlängert, erstmalig für Erklärungen für das Jahr 2017. Diese müssen nicht bis zum 31. Mai 2018, sondern erst bis zum 31. Juli 2018 an das Finanzamt übermittelt werden. Steuerberater haben sogar bis zum 28. Februar 2019 Zeit. Ungeachtet dessen kann die Finanzverwaltung Steuererklärungen natürlich auch zu einem früheren Termin anfordern, eine Verlängerung der Abgabefrist ist dann nicht möglich. Die Steuererklärungen für 2016 sind wie bisher bis zum 31. Mai 2017 einzureichen. Wenn Ihr Steuerberater dies für Sie übernimmt, verlängert sich die Frist bis zum 31. Dezember 2017.

Verspätete Abgabe kostet Geld

Wer seine Steuererklärung zu spät abgibt, muss für jeden angefangenen Monat der Fristüberschreitung einen Verspätungszuschlag in Höhe von 0,25 % der festgesetzten Steuer, mindestens 25 Euro monatlich zahlen. Ausnahmen bestehen nur bei Steuerfestsetzungen auf null Euro oder bei Erstattung. Auch wer erstmals eine Steuererklärung abgeben muss, wird verschont. Verspätungszuschläge fallen hier erst nach Ablauf einer gesonderten Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung an.

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