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Förderpaket für Elektrofahrzeuge und Hybridfahrzeuge

News   •   Jan 24, 2017 08:57 CET

Elektrofahrzeuge sind immer häufiger auf Deutschlands Straßen zu sehen. Dennoch dominieren die klassischen Benzin- und Dieselfahrzeuge nach wie vor das Straßenbild. Dies liegt einerseits daran, dass es noch kein flächendeckendes Netz mit Ladestationen gibt und der Fahrradius doch relativ gering ist. Andererseits ist sicher auch entscheidend, dass Elektrofahrzeuge in der Anschaffung wesentlich teurer sind, als herkömmliche Fahrzeuge. Weil der CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 40 % gesenkt werden soll, will die Bundesregierung die E-Mobilität noch mehr fördern. Mit den neuen gesetzlichen Regelungen soll es mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen geben.

Bis zu 4.000 Euro Kaufprämie

Die höheren Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge werden durch eine Kaufprämie gemildert, den so genannten Umweltbonus. Dieser beträgt einmalig für ein reines Elektrofahrzeug 4.000 Euro (2.000 Euro vom Bund und 2.000 Euro vom Hersteller) und 3.000 Euro für ein Hybridfahrzeug (1.500 Euro vom Bund und 1.500 Euro vom Hersteller). Dabei spielt es keine Rolle, ob das Fahrzeug gekauft oder geleast wird.

Fördervoraussetzungen

  • das Fahrzeugmodell muss sich auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge befinden,
  • der Erwerb (Kauf oder Leasing) sowie die Erstzulassung müssen nach dem 18. Mai 2016 erfolgt sein,
  • das Fahrzeug muss im Inland auf den Antragsteller zugelassen werden (Erstzulassung) und mindestens sechs Monate zugelassen bleiben.

Die Kaufprämie ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu beantragen. Antragsberechtigt sind neben Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereinen auch Privatpersonen. Das neue E-Auto darf als Basismodell nicht mehr als 60.000 Euro netto (71.400 Euro brutto) kosten – es gelten die Netto-Listenpreise vom 31. Dezember 2015.

Lademöglichkeiten und Kraftfahrzeugsteuerbefreiung

Auch die Ladeinfrastruktur wird ausgebaut. Konkret will der Gesetzgeber 15.000 E-Tankstellen schaffen. Änderungen gibt es auch bei der Kraftfahrzeugsteuer. Die Steuerbefreiung für ab Januar 2016 erstmals zugelassene Fahrzeuge wurde rückwirkend von fünf Jahren auf zehn Jahre verlängert. Die Steuerbefreiung gilt dabei auch für Kraftfahrzeuge, die künftig erstmals zu einem Elektromobil umgerüstet werden.

Steuerliche Erleichterung bei Privatnutzungen

Wer ein betriebliches Elektrofahrzeug auch privat nutzt, erhält bereits seit 2013 steuerliche Erleichterungen. Für die Berechnung der Privatnutzung nach der 1 %-Methode (monatlich 1 % vom Bruttolistenpreis) wird der Bruttolistenpreis bei Hybridfahrzeugen durch pauschale Abschläge um bis zu 10.000 Euro gemindert. Durch das neue Gesetz werden das elektrische Aufladen sowie die Nutzung einer betrieblichen Ladevorrichtung durch ein privates Elektro- oder Hybridfahrzeug im Betrieb des Arbeitgebers steuerfrei gestellt. Außerdem können die unentgeltliche oder verbilligte Übereignung einer Ladevorrichtung sowie Zuschüsse zu einer Ladevorrichtung pauschal mit 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag besteuert werden. Diese ertragsteuerlichen Begünstigungen sind zunächst bis 2020 befristet.

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