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Neue Anforderungen an elektronische Kassen und Aufzeichnungen ab 2020!

News   •   Jul 03, 2019 12:26 CEST

Elektronische Kassen und Aufzeichnungen im Fokus der Finanzverwaltung

Das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen

Das Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen vom 22.12.2016 erweitert bzw. verschärft § 146a AO:

Ab dem 31.12.2019 sind folgende Änderungen zu beachten:

Wer aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle oder andere Vorgänge mit Hilfe eines elektronischen Aufzeichnungssystems erfasst, hat ein elektronisches Aufzeichnungssystem zu verwenden, das jeden aufzeichnungspflichtigen Geschäftsvorfall und anderen Vorgang einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet aufzeichnet.

Das entsprechende elektronische Aufzeichnungssystem und die digitalen Aufzeichnungen sind durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) zu schützen. Diese besteht aus einem Sicherheitsmodul, einem Speichermedium und einer einheitlichen digitalen Schnittstelle .
Hinweis: Anwendungserlass zu § 146a AO als Download beigefügt).

Das BMF-Schreiben zu § 146a AO präzisiert die Ansicht der Finanzverwaltung. Wir möchten Ihnen mit diesem Artikel einige relevante Neuerungen vorstellen:

Jedes elektronische Aufzeichnungssystem mit den zu führenden digitalen Aufzeichnungen ist durch durch eine technische Sicherheitseinrichtung zu schützen. Dabei reicht es bei mehreren einzelnen elektronischen Aufzeichnungssystemen, wie beispielsweise Verbundwaagen und App-Systeme, die mit einem Kassensystem verbunden sind, die zu führenden digitalen Aufzeichnungen mit einer (gemeinsamen) zertifizierten TSE zu schützen, die alle verbundenen elektronischen Systeme gemeinsam nutzen.

Die Neuerungen des § 146a AO gelten erstmals für Kalenderjahre, die nach dem 31.12.2019 beginnen. Achtung: alle nach dem 25.11.2010 und vor dem 01.01.2020 angeschafften Registrierkassen, die bauartbedingt nicht aufrüstbar sind und somit die Anforderungen des § 146a AO nicht erfüllen, dürfen längstens bis zum 31.12.2022 weiterhin verwendet werden.

Bitte weisen Sie ggf. durch eine Systemdokumentation das Vorliegens dieser Voraussetzungen nach ( z.B. durch eine Bestätigung des Kassenherstellers). Die Ausnahmeregelung umfasst nicht PC-Kassensysteme.

Neue Mitteilungspflichten:

Wer aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle oder andere Vorgänge mit Hilfe eines elektronischen Aufzeichnungssystems erfasst, hat dies dem zuständigen Finanzamt nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck innerhalb eines Monats nach Anschaffung oder Außerbetriebnahme des elektronischen Aufzeichnungssystems mitzuteilen.
Für vor dem 01.01.2020 angeschaffte elektronische Aufzeichnungssysteme hat eine Mitteilung an das Finanzamt bis spätestens zum 31.01.2020 zu erfolgen.

Pflicht zur Belegausgabe

Da ab dem 01.01.2020 die sogenannte Belegausgabepflicht besteht, ist allen am Geschäftsvorgang Beteiligten in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang ein Beleg zur Verfügung zu stellen.

Da gegenwärtig noch keine zertifizierten TSE auf dem Markt verfügbar sind, ist fraglich, ob die angestrebte zeitliche Umsetzung eingehalten werden kann. Wir werden die weitere Entwicklung verfolgen und entsprechend informieren

Anhang: PDF Anwendungserlass vom 17. Juni 2019

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

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ETL ADHOGA, Hannes & Kollegen, ADVISA Berlin-Wilmersdorf Steuerberatungsgesellschaften GmbH

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