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​Steuerpflichtige Überlassung von Fahrrädern und E-Bikes ab 2019

News   •   Apr 12, 2019 14:00 CEST

Neue Erlasse der Länder veröffentlicht

Der geldwerte Vorteil für die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads (ohne Kfz-Zulassung) durch den Arbeitgeber wurde durch das JStG 2018 in §3 Nr. 37 EStG steuerfrei gestellt, sofern die Überlassung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgt.

Für den Fall, dass die Überlassung nicht steuerfrei erfolgen kann, weil es sich um eine Entgeltumwandlung oder um eine Überlassung durch Dritte handelt, ist der Vorteil weiterhin als geldwerter Vorteil anzusetzen. Die 44-Euro-Freigrenze soll nicht anwendbar sein. Dies wurde in den gleichlautenden Erlassen der obersten Finanzbehörden der Länder vom 13.03.2019 (im Anhang) klargestellt.

Kernaussagen der neuen Erlasse

Bei der erstmaligen Überlassung in den Jahren 2019-2021 ist nur der halbe Bruttolistenpreis anzusetzen.

Dies gilt nicht, wenn das Fahrrad vor dem 31. Dezember 2018 bereits an einen anderen Arbeitnehmer überlassen wurde.

Die vorherige Nutzung durch den Arbeitgeber selbst soll jedoch unschädlich sein, weil es explizit nicht auf den Zeitpunkt der Anschaffung durch den Arbeitgeber ankommen soll (vgl. Rz. 2 der Erlasse vom 13.03.2019).

Hinweis zur umsatzsteuerlichen Berücksichtigung

Fraglich ist derzeit leider noch, welche umsatzsteuerlichen Auswirkungen sich aus der Lohnsteuerbefreiung ergeben.

Gemäß BMF-Schreiben vom 05.06.2014 darf bei der Nutzungsbesteuerung eines Kfz umsatzsteuerlich kein Abschlag für Elektro- oder Hybridfahrzeuge vorgenommen werden.

Außerdem mindern auch Zuzahlungen nicht die Bemessungsgrundlage bei der Umsatzbesteuerung.

Empfehlung:

Sofern Nachzahlungen vermieden werden sollen, kann bei der Kfz-Nutzung bzw. bei der Überlassung an das Personal Umsatzsteuer berechnet und abgeführt werden. Dies sollte dann auf der Grundlage einer Kostenschätzung oder mit 1% des vollen Bruttolistenpreis erfolgen.

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