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Umsatzsteuer: Antragsfrist auf Vorsteuervergütung in der EU für 2016 endet am 30. September 2017

News   •   Aug 31, 2017 14:40 CEST

Antragsfrist auf Vorsteuervergütung in der EU für 2016

Die Termine für die monatliche oder quartalsweise Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung sind bei den meisten Unternehmern längst im Kalender markiert. Doch immer mehr deutsche Unternehmer erbringen Lieferungen und Leistungen auch im europäischen Ausland. In dem anderen Land ist dabei oft gar keine Registrierung zur Umsatzsteuer notwendig. Entweder handelt es sich um steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen oder um im anderen Land steuerbare Leistungen, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet. Doch das Ganze hat auch einen kleinen Nachteil. Vorsteuerbeträge, die für im Ausland empfangene Lieferungen und Leistungen in Rechnung gestellt wurden, werden dann regelmäßig nur im Vorsteuervergütungsverfahren erstattet. Gleiches gilt für Vorsteuerbeträge, die einem Unternehmer im Rahmen einer Dienstreise ins Ausland in Rechnung gestellt werden, ohne dass er in diesem Land überhaupt Umsätze erzielt.

Ausschlussfrist für 2016 ist der 30. September 2017

Für alle Länder der Europäischen Union endet am 30. September 2017 die Antragsfrist auf Vorsteuererstattung für das Jahr 2016. Der Antrag ist in elektronischer Form beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) einzureichen. Das BZSt prüft, ob der Antragsteller im beantragten Vergütungszeitraum zum Vorsteuerabzug berechtigt war und die angegebene Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bzw. Steuernummer korrekt ist. Innerhalb von 15 Tagen entscheidet das BZSt über die Weiterleitung des Antrags an den Erstattungsstaat.

Unter 50 Euro gibt es keine Erstattung

Jahresanträge auf Vorsteuererstattung können erst ab mindestens 50 Euro Vorsteuer pro Vergütungsstaat gestellt werden. Die ausländischen Finanzbehörden möchten teilweise auch die zum Antrag gehörenden Rechnungen sehen. Während bei einem Antrag für Italien alle Rechnungen zum Antrag in elektronischer Form zu übermitteln sind, müssen für die meisten EU-Staaten die Originalrechnungen in gescannter Form nur angefügt werden, wenn der Umsatz für eine Leistung oder Lieferung mindestens 1.000 Euro beträgt. Werden Vorsteuern aus Kraftstoffen geltend gemacht, so sind die Rechnungen anzufügen, wenn sie mindestens 250 Euro betragen. Es gibt aber auch Länder, wie z. B. Dänemark, Kroatien, Luxemburg und die Niederlande, die zunächst keine Rechnungen sehen wollen. Hier kann es vorkommen, dass die Belege nachgefordert werden. Soweit Belege bereits bei der Antragstellung an den Vergütungsstaat übersandt werden müssen, dürfen diese nicht separat per Email oder einem anderen Speichermedium übersandt werden.

Hinweis:

Eine Vorsteuererstattung im Vergütungsverfahren scheidet aus, wenn ein Unternehmer mit seinen im anderen Mitgliedsstaat erzielten Umsätzen registrierungspflichtig war, dieser Pflicht aber bisher nicht nachgekommen ist.

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ETL Hannes & Kollegen, ETL ADHOGA Steuerberatungsgesellschaften GmbH, Rankestr. 17, 10789 Berlin

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