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Verlustimmobilien – Lieber ein Ende mit Schrecken!

News   •   Aug 19, 2015 08:00 CEST

Leider lohnt sich nicht jede Investition in eine Immobilie. Stress mit dem Mietern, Leerstand und schlechte Entwicklung des Wertes der Immobilien lassen Investoren an einen schnellen Verkauf denken. Wenn dann der Verkaufserlös nicht ausreicht, aufgenommene Darlehen zu tilgen, wird es doppelt bitter.

Allerdings gewährt die Finanzverwaltung auf Druck der deutschen Finanzgerichte ein Trostpflaster. Unter bestimmten Umständen können die Zinsen auf die Darlehen auch noch nach Veräußerung der Immobilie steuerlich berücksichtigungsfähig sein.

Reicht der Veräußerungserlös zur Darlehenstilgung nicht aus, sind nachträgliche Schuldzinsen abzugsfähig, soweit sie auf die verbleibende Darlehensschuld entfallen.. Allerdings wird der Abzug gestrichen, wenn die Vermietungsabsicht vor Veräußerung der Immobilie aufgegeben worden war.

Werden Vorfälligkeitsentschädigungen anlässlich der Veräußerung fällig, sind diese nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abzugsfähig. Ist dieser Veräußerungsvorgang jedoch steuerbar, weil die Immobilie innerhalb von 10 Jahren angeschafft und wieder verkauft wurde, ist die Vorfälligkeitsentschädigung als Veräußerungskosten in die Ermittlung des Veräußerungsgewinnes oder -verlustes einzubeziehen und wirkt sich hier ggf. steuerlich aus.

Hinweis: Wird der Veräußerungserlös direkt für die Investition in ein neues Vermietungsobjekt verwendet, bleiben natürlich sämtliche Darlehenszinsen steuerlich abzugsfähig.

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