Skip to main content

Was zu beachten ist, damit Gutscheine nicht zur Umsatzsteuerfalle werden

News   •   Feb 22, 2019 14:00 CET

Gutscheine berechtigen zum Erwerb von Waren oder Leistungen. Doch wie werden sie umsatzsteuerlich behandelt? Klarheit schafft die Gutschein-Richtlinie der EU. Sie unterteilt Gutscheine in zwei Kategorien: in Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheine. Betroffen sind nur gekaufte Gutscheine, z. B. Geschenkgutscheine, nicht dagegen Preisnachlässe, wie Rabattmarken. In Deutschland wird die Richtlinie zukünftig für Gutscheine gelten, die ab dem 1. Januar 2019 ausgegeben werden.

Einzweck-Gutschein

Bereits bei Ausstellung des Gutscheins werden der Ort der Lieferung oder Leistungserbringung und die dafür geschuldete Umsatzsteuer (19 % oder 7 %) festgelegt. Beispiele sind:

  • Gutschein eines Restaurants für ein Mittagsmenü
  • Kinogutschein ausschließlich für den Erwerb von Tickets

Die umsatzsteuerpflichtige Leistung wird bei der Ausgabe des Gutscheines ausgeführt. Die spätere Einlösung des Gutscheins löst keine umsatzsteuerlichen Folgen aus. Bisher ist die Ausgabe eines solchen Gutscheins eine umsatzsteuerpflichtige Anzahlung. Da künftig keine Anzahlung mehr vorliegt, entfallen End- und Vorausrechnung.

Mehrzweck-Gutschein

Die Ware oder Dienstleistung wird nicht konkret bezeichnet, insbesondere steht die geschuldete Umsatzsteuer (7 % oder 19 %) noch nicht fest. Beispiele sind:

  • Kinogutschein, der sowohl für Filmvorführungen als auch für Speisen und Getränke eingelöst werden kann
  • Einkaufsgutschein im Supermarkt, der zum Bezug von Waren aus dem gesamten Sortiment berechtigt

Es handelt sich lediglich um den Tausch von Zahlungsmitteln. Die Ausgabe eines Mehrzweck-Gutscheins ist noch keine umsatzsteuerbare Leistung, erst bei seiner Einlösung entsteht Umsatzsteuer.

Falls Sie mehr interessante News rundum die Steuer- und Finanzwelt erhalten möchten, so werden Sie unser Netzwerk-Follower durch einen Klick auf diesen Link und bleiben Sie somit immer auf dem aktuellsten Stand!

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Kommentar

Durch das Absenden Ihres Kommentars akzeptieren Sie, dass Ihre persönlichen Daten Mynewsdesks Datenschutzerklärung entsprechend verarbeitet werden.