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hkk-Mitglieder in diesem Jahr seltener, aber länger krank

Pressemitteilung   •   Sep 08, 2014 10:30 CEST

Bremen, 08.09.2014: Mehr als ein Drittel (38 Prozent) aller erwerbstätigen Mitglieder der hkk (Handelskrankenkasse) waren im ersten Halbjahr 2014 mindestens einmal krankgeschrieben. Das sind fast 5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Demgegenüber betrug die durchschnittliche Krankheitsdauer 12,79 Kalendertage je Krankheitsfall und damit fast zwei Tage mehr als 2013. Das zeigt der aktuelle Fehlzeitenreport, den die Handelskrankenkasse am 08. September 2014 veröffentlicht hat. Der vollständige Bericht steht auf hkk.de/gesundheitsreport zum Download bereit.

Steigender Krankenstand

Trotz weniger Krankschreibungen stieg der Krankenstand im ersten Halbjahr 2014 von 4,2 auf 4,4 Prozent. Dies resultiert aus dem drastischen Zuwachs von psychischen Erkrankungen um 30,1 Prozent. Damit war nahezu jede sechste Krankschreibung psychisch bedingt. Insgesamt entfielen mehr als die Hälfte (55,4 Prozent) aller Fehltage auf die drei Diagnosen Muskel-Skelett-Erkrankungen (26,4 Prozent), psychische Erkrankungen (15,2 Prozent) und allgemeine Verletzungen (13,8 Prozent). Im Baugewerbe ist der Krankenstand mit 5,08 Prozent am höchsten und gleichzeitig doppelt so hoch wie in der Branche Dienstleistung (2,58 Prozent).

In Niedersachsen war der Krankenstand mit 4,63 Prozent im ersten Halbjahr 2014 höher als in Bremen (4,19 Prozent). Darüber hinaus stieg der Krankenstand im Vergleich zum Vorjahr in Niedersachsen (6,4 Prozent) stärker als in Bremen (1,2 Prozent).

Psychische Erkrankungen nehmen zu

„Da es dieses Jahr keine Grippewelle wie 2013 gab, waren die Menschen weniger von leichten Atemwegserkrankungen wie Husten und Bronchitis betroffen“, erklärt Dr. Bernard Braun, Leiter des Instituts für Arbeitsschutz und Gesundheit (BIAG), der die Analyse wissenschaftlich begleitet hat. Besorgniserregend sei allerdings der Anstieg von psychischen Erkrankungen. „Speziell in diesem Bereich haben Arbeitgeber eine große Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern. Um psychosozialen Belastungen vorzubeugen, sollten sie häufige Unterbrechungen während der Arbeit reduzieren, ausreichend Zeitpuffer schaffen, ein hohes Maß an Anerkennung sicherstellen und auf die Erreichbarkeit der Mitarbeiter in der Freizeit so weit wie möglich verzichten." Krankenkassen wie die hkk unterstützen Unternehmen bei der erfolgreichen Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Über den hkk-Fehlzeitenreport

Der hkk-Fehlzeitenreport erscheint regelmäßig zweimal im Jahr und liefert aktuelle Zahlen zu Arbeitsunfähigkeiten und der Entwicklung des Krankenstandes seit 2008. Zur Erstellung des Berichts analysierte der Gesundheitswissenschaftler Dr. Bernard Braun vom BIAG und vom Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) der Universität Bremen die anonymisierten Daten von rund 192.000 erwerbstätigen hkk-Mitgliedern.

Die hkk (Handelskrankenkasse) zählt mit mehr als 360.000 Versicherten (darunter 260.000 zahlende Mitglieder), 27 Geschäftsstellen und über 2.000 Servicepunkten zu den 20 größten bundesweit geöffneten gesetzlichen Krankenkassen. Zum 1. Januar 2015 wird die hkk ihren Beitragssatz spürbar senken und damit zu den preiswertesten Krankenkassen am Markt gehören. Zudem zahlt sie im März 100 Euro hkk-Dividende für 2014 an ihre Mitglieder aus. Auch die hkk-Extraleistungen übertreffen den Branchendurchschnitt: Unter anderem erstattet die hkk Zusatzleistungen in den Bereichen Naturmedizin, Schwangerschaftsmedizin und Vorsorge. Ergänzend können die Kunden vergünstigte private Zusatzversicherungen der LVM abschließen.

Die 1904 gegründete hkk gehört zum Verband der Ersatzkassen (vdek). Mehr als 750 MitarbeiterInnen in Bremen und Oldenburg betreuen ein Ausgabenvolumen von 890 Mio. Euro bei Verwaltungskosten, die 2013 mehr als 20 Prozent unter dem Branchendurchschnitt lagen. Die hkk fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und achtet auf einen nachhaltigen Umgang mit den Umweltressourcen.

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