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bso-Studie 2015 veröffentlicht – In vielen Bürogebäuden fehlen Orte für spontane Kommunikation

Pressemitteilung   •  Dez 14, 2015 10:00 CET

Geeignete, von den Arbeitsplätzen abgegrenzte Orte für spontane Kommunikation sind oft noch Mangelware.

Wiesbaden, 14. Dezember 2015 Die Hälfte aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet im Büro. Halten deren Arbeitsplätze mit dem Wandel der Büroarbeit Schritt? Diese Frage war Ausgangspunkt der diesjährigen Studie des bso Verband-, Büro-, Sitz- und Objektmöbel e. V., Wiesbaden. Grundlage sind vier repräsentative Umfragen des Marktforschungsinstituts Forsa unter jeweils rund 1.000 Beschäftigten im Bürobereich. Im Fokus des jetzt veröffentlichten letzten Befragungsteils stehen Besprechungsräume und Kommunikationszonen.

Laut Forsa-Umfrage haben 97 Prozent aller Beschäftigten im Bürobereich Zugang zu Konferenzräumen und damit gute Voraussetzungen für die Durchführung von Besprechungen. Schwieriger wird es, wenn diese Räume für Schulungen, Workshops oder Teamarbeit benötigt werden. Nur knapp die Hälfte der Beschäftigten kann dann Tische und Stühle je nach Bedarf in unterschiedlichen Anordnungen aufstellen.

Für den spontanen Austausch oder die kurze Abstimmung mit Kollegen haben die meisten Beschäftigten im Bürobereich die Wahl zwischen zwei alternativen Kommunikationsbereichen. In der Regel sind dies Teeküchen oder Kaffeebars mit Sitzgelegenheiten oder Stehtischen sowie Besprechungstische in der Nähe ihrer Arbeitsplätze. Allerdings sind die Kapazitäten in vielen Unternehmen knapp bemessen. Etwa 20 Prozent aller Befragten beklagen, dass ihnen nicht genügend Plätze für spontane Besprechungen zur Verfügung stehen. Absolute Mangelware sind zudem Räumlichkeiten, die ausgestattet mit Sofas oder Sitzecken eine weniger bürotypische Atmosphäre vermitteln.

„Vielerorts bleiben die Arbeitsbedingungen noch deutlich hinter den Anforderungen moderner Büroarbeit zurück“, fasst Hendrik Hund, Vorsitzender des bso, die Ergebnisse zusammen. Dennoch erkennt er in den Antworten zur jüngsten Forsa-Umfrage auch Positives. „Noch vor zwei bis drei Jahren“, da ist er sich ganz sicher, „wären die Antworten deutlich schlechter ausgefallen.“

Die jetzt veröffentlichte Forsa-Umfrage ist der abschließende Teil einer mehrteiligen Umfrage zur Qualität der Büroarbeitsplätze in Deutschland. Die weiteren Teile der bso-Studie widmen sich dem Arbeitsplatz im Büro und den Homeoffices. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse kann kostenfrei beim bso Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel e. V. bestellt werden.

Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. mit Sitz in Wiesbaden ist der Branchenverband für die Gestaltung von ganzheitlichen Arbeitswelten. Der IBA forciert die Umgestaltung der Büroarbeit. Er vertritt die Interessen von Herstellern von Büro- und Objektmöbeln ebenso, wie diejenigen von Spezialisten für Akustik-, Licht- und einschlägiger Techniklösungen. Der IBA ist auch ideeller Träger der ORGATEC, der internationalen Leitmesse für die Arbeitsplatzgestaltung.

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