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"Kreative Lernwelten" auf der ORGATEC

Pressemitteilung   •  Okt 17, 2016 15:40 CEST

New Work Order-Studienreihe, initiiert durch den IBA ( ehemals bso)

Wiesbaden, 18. Oktober 2016 – Was bedeutet es für den Menschen, dass in der Arbeitswelt von heute viele Aufgaben von Algorithmen und Maschinen übernommen werden? Wie ist seine zukünftige Rolle? „Durch Kreativität, gekoppelt mit Empathie und Werteverständnis, kann sich der Mensch gegenüber der Künstlichen Intelligenz abgrenzen; Kreativität wird in der Ideenwirtschaft zum Wettbewerbsvorteil“, lautet die Antwort der Hamburger Trendforscherin Birgit Gebhardt. Sie hat sich in einer aktuellen Studie zum Thema „Kreative Lernwelten“ im Auftrag des Industrieverbandes Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) intensiv mit der Zukunft der Wissensarbeit beschäftigt. Gebhardt präsentiert die Ergebnisse erstmals exklusiv auf der ORGATEC 2016, in Köln am Mittwoch, 26. Oktober 2016 im Rahmen des Trendforums. Damit setzt sie das vom IBA initiierte Projekt „New Work Order“ fort, das sich mit den Veränderungen durch Digitalisierung und Vernetzung der Arbeitswelt befasst.

Digitalisierung schafft Freiräume

Vorreiter für diese Entwicklung sei – so Birgit Gebhardt – die Kreativwirtschaft gewesen. Sie konnte ihre Produktivität durch die Digitalisierung erheblich steigern, indem viele zeitraubende Prozesse von Computern übernommen werden. „Genauso können sich aber auch Mitarbeiter in anderen Branchen auf die Bereiche konzentrieren, die humane Wissensarbeit ausmachen: Ideenentwicklung, kundenorientierte Lösungen, Troubleshooting und nicht zuletzt auch Experimentieren“, so die Trendexpertin. Das mache die Bürowelt zu einer permanenten Lernwelt. Forschen und Lernen werden zunehmend wichtige Bestandteile der Büroarbeit, betont sie. Gerade für das Erwerben neuer Kompetenzen werde zunehmend Eigenständigkeit gefordert – analog dem neuen Lernverständnis in heutigen Bildungseinrichtungen. „Vorgegeben werden heute die Fähigkeiten und Kompetenzen, die der Einzelne haben muss, nicht was er lernen soll. Der Wissenserwerb erfolgt dann weitgehend selbstverantwortlich.“

Flexible Formen der Zusammenarbeit

Angefangen bei Schulen, in denen es immer mehr selbstorganisiertes Lernen gibt, setzt sich dieser Trend fort bis in die Arbeitswelt. Moderne Büroorganisationen haben hier ein neues Selbstverständnis – hin zu einer flexiblen, grenzenlosen und vielfältigen Form der Zusammenarbeit, die von Gemeinschaftsflächen für Kommunikation und Ideenentwicklung getragen wird. „Denn wenn es darum geht, die Mitarbeiter in eine selbstorganisierte Zusammenarbeit zu führen, ist die Gestaltung des räumlichen Umfeldes ebenso wichtig wie der strukturelle Veränderungsprozess.“ In der neuen Vielfalt der persönlichen Kommunikation und Kollaboration liege zugleich die Antwort auf die Frage, warum es auch im Zeitalter weltweiter Vernetzung mit Kollegen und dezentralem Arbeiten einen Mehrwert bietet, ins Büro zu gehen.

Bürogestaltung fördert Kreativität und Wissenserwerb

Eine der zentralen Herausforderungen sei auch, durch zeitgemäße Bürowelten die Lernbereitschaft und Kreativität der Wissensarbeiter zu wecken. Hier seien die Architekten gefordert, eine größere Vielfalt in die Büroräume hineinzubringen. Diese sollte schnelle Ortswechsel erlauben und durch hohe Variabilität den Mitarbeitern immer wieder neue Blickwinkel geben. Die erforderliche Kollaboration verlange zudem sowohl nach flexibel nutzbaren Räumen als auch nach tätigkeitsspezifisch ausgebildeten Angeboten. Beides erfordere eine deutlich erkennbarere Abkehr vom bisherigen Bürostandard. Zudem bieten innovative Technologien wie Virtual Reality und Augmented Reality große Potenziale, die Lern- und Erfahrungswelten der Wissensarbeiter zu vernetzen. Vor diesem Hintergrund werde auch hier die Interaktion mit der Künstlichen Intelligenz immer wichtiger, so Birgit Gebhardt.

Vier Jahre Forschungsarbeit zu „New Work Order“

„Kreative Lernwelten“ ist die dritte Stufe des vom Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) 2012 initiierten Projekts „New Work Order“. In der umfassenden Basisstudie beschreiben namhafte Experten aus Wissenschaft und Praxis unter der Federführung von Birgit Gebhardt die Auswirkungen neuer Kommunikationstechnologien auf die Zusammenarbeit in Unternehmen. In einer ersten Vertiefungsstudie „Organisationen im Wandel“ untersuchten die Trendexperten in den folgenden beiden Jahren die Herausforderungen, denen sich Organisationen durch das Zusammentreffen von Strukturwandel, neuem Medienverhalten und Überalterung der Gesellschaft stellen müssen. Die jetzt fertiggestellte zweite Vertiefungsstudie „Kreative Lernwelten“ beinhaltet nicht nur eine Fülle an Denkansätzen, sondern zeigt zugleich an vielen Beispielen aus aller Welt, wie zeitgemäße Arbeits- und Lernwelten aussehen können.

Die Präsentation „Kreative Lernwelten“ von Birgit Gebhardt findet statt am 26. Oktober 2016 um 14:00 Uhr im Rahmen des Trendforums auf der ORGATEC 2016 (Köln), Halle 6.

Die Dokumentation der Studie ist ab dem ersten Messetag am Stand des Industrieverbandes Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) in Halle 8.1 Stand C041 oder als Download unter www.iba.online und www.new-work-order.net erhältlich.

Weitere Informationen zur diesjährigen ORGATEC unter www.orgatec.de

Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. mit Sitz in Wiesbaden ist der Branchenverband für die Gestaltung von ganzheitlichen Arbeitswelten. Der IBA forciert die Umgestaltung der Büroarbeit. Er vertritt die Interessen von Herstellern von Büro- und Objektmöbeln ebenso, wie diejenigen von Spezialisten für Akustik-, Licht- und einschlägiger Techniklösungen. Der IBA ist auch ideeller Träger der ORGATEC, der internationalen Leitmesse für die Arbeitsplatzgestaltung.

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