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Globaler Erdüberlastungstag und die Baubiologie

Pressemitteilung   •   Jul 29, 2019 15:11 CEST

Die natürlichen Ressourcen für 2019 sind verbraucht

Am heutigen 29. Juli 2019 - so früh wie niemals zuvor - ist „Earth Overshoot Day“, der globale Erdüberlastungstag. Dieser Tag markiert den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viel von der Erde beansprucht hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern können. Das bedeutet rein rechnerisch beansprucht die Weltbevölkerung mittlerweile 1,75 Erden.Berechnet wird dieser Erdüberlastungstag jedes Jahr vom Global Footprint Network.

Im vergangenen Jahr fiel er noch auf den 1. August. Würden alle Menschen weltweit so leben wie wir in Deutschland, wäre der Erdüberlastungstag schon am 3. Mai. Ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert die Bundesregierung auf, entschieden umzusteuern: Weltweit und auch hierzulande werden die gravierenden Folgen der Übernutzung und der Klimakrise immer sichtbarer. Die Bundesregierung müsse mit einem Klimaschutzgesetz und einem CO2-Preis noch in diesem Jahr gegensteuern sowie wirkungsvolle Anreize zur Ressourcenschonung setzen

(Quelle und weitere Informationen: Germanwatch e.V., Bonn, germanwatch.org)


Erdüberlastungstag und Baubiologie

Eine wesentliche Ursache der Überbeanspruchung der globalen Ökosysteme ist auch die Art und Weise des Bauens und Wohnens. So wird z.B. häufig mit Baustoffen gebaut, die jede Menge graue Energie (Primärenergieaufwand) enthalten und schlecht recycelbar sind. Nach wie vor wird zu viel geheizt und zunehmend zu viel gekühlt mit enormem Verbrauch fossiler Energieträger, wie Gas, Öl oder Kohle (graue Treibhausgas-Emissionen).

Bei einem gut gedämmten Neubau sind die grauen Emissionen ungefähr gleich groß wie die Emissionen, die für den Wärmebedarf und den Hilfsstrom des Gebäudes in 50 Jahren entstehen! Die Gebäudeerstellung ist verantwortlich für 11 % der weltweiten Treibhausgasemissionen (hinzu kommen weitere Treibhausgasemissionen für den Bau von Brücken, Straßen, Tunnels, Industrieanlagen etc.). Über ein Drittel des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfallen auf Energie für Raumwärme, Warmwasser, Kühlung und Beleuchtung. 

Das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN aus Rosenheim zeigt seit rund 40 Jahren auf, wie man mit deutlich geringerem Einsatz an Energie und Ressourcen bauen und wohnen kann.

Weitere Informationen:

Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN baubiologie.de

Das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN wurde 1983 gegründet. Zu den Kernkompetenzen des Instituts gehören die Ausbildung von Baubiologen IBN mit dem staatlich anerkannten Fernlehrgang Baubiologie IBN sowie Weiterbildungen zum/zur Baubiologischen Messtechniker*in, Raumgestalter*in und Gebäude-Energieberater*in IBN.

In enger Zusammenarbeit mit dem fachübergreifenden Netzwerk der Baubiologischen Beratungsstellen IBN werden Baufirmen, Baufachleuten und allen, die sich ein gesundes und umweltfreundliches Wohn- und Arbeitsumfeld wünschen, unabhängige und objektiv nachvollziehbare Informationen, Beratungen und Messungen auf Basis der '25 Leitlinien der Baubiologie' angeboten. Über aktuelle Entwicklungen und baubiologische Neuigkeiten informiert das IBN regelmäßig im baubiologie-magazin.de sowie mit einem monatlich erscheinenden Newsletter (Anmeldung unter newsletter.baubiologie.de)

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