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Mobile Arbeit durch Smart Services: Mögliche Störungen in den Griff bekommen

Blog-Eintrag   •   Jul 09, 2019 08:57 CEST

Industrie 4.0 und Autonome Systeme eröffnen viele Möglichkeiten, wenn es um das mobile Arbeiten geht. Infolgedessen entwickeln Forscher und Unternehmen immer neue Smart Services, die kundenzentrierte Lösungen ermöglichen. Ein wichtiger Schritt dabei ist es, mögliche Störungsquellen zu kontrollieren und auszuschließen.

Vor welchen Herausforderungen man dabei steht, erklärt Prof. Wolfgang Maaß von der Universität des Saarlandes, gleichzeitig wissenschaftlicher Direktor des deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), auf der KVD Spotlight MOBILE LÖSUNGEN im darmstadtium.

Er stellte zunächst dar, dass Störungen allgegenwärtig sind. "In der verarbeitenden Industrie führt eine wandelbare Produktion im Sinne von Industrie 4.0 zur Notwendigkeit von schnellen Umrüst- und Lernprozessen, erhöhter Fehleranfälligkeit sowie dem Bedarf nach Resilienz, d.h. Widerstandsfähigkeit gegenüber internen und externen Störungen und Veränderungen", erklärte Prof. Maaß und ging auf das Projekt SPAICER ein, das an dieser Stelle ansetzt.

Unter Resilienz versteht er in diesem Zusammenhang die Fähigkeit sozio-technischer Systeme, mit Störungen umzugehen, welche innerhalb oder außerhalb der aktiven Systemfähigkeiten fallen. Als Resilienz erster Ordnung sieht er die geplante Instandhaltung innerhalb des Designs. Die zweite Ordnung meint die Erweiterung der Fähigkeiten innerhalb des Designs. Die 3. Ordnung steht für die Transformation, die zu einem Erweitern von Fähigkeiten und Design führen soll. Die vierte Ordnung meint schließlich die Eindämmung, also die Behandlung von Störungen außerhalb der normalen Fähigkeiten ohne Anpassung des Designs. "Resilienz Management umfasst also zielorientiert die systematische Instandhaltung sowie die Anpassung, Transformation und Eindämmung von Störungen bei beschränkten Ressourcen." Resilienz Management funktioniere über Antizipation, Reaktion und Erweiterung.

Ziel des Projekts SPAICER ist daher die Entwicklung eines Rahmenmodells für ein KI-basiertes Resilienz Management für Produktionsunternehmen in Produktionsnetzwerken. Auf Basis hybrider KI-Plattformen sowie begleitend entwickelter ökonomischer und rechtlicher Nutzungskonzepte wird die Grundlage für Ökosysteme Smarter Resilienz Services für verschiedene Anspruchsgruppen geschaffen. Die Resilienz-Services sollen auf unterschiedlichen Resilienz-Ebenen zum Einsatz kommen: auf der Micro-Ebene, die Maschine, Material, Maschinenbediener, Produktionsleiter etc. umfasst, der Meso-Ebene mit Produktionslinie und Unternehmen sowie der Macro-Ebene - ganzen Produktionsnetzwerken.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.

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