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Elektroauto-Kunden sind eine sehr exklusive Zielgruppe

News   •   Aug 22, 2019 08:51 CEST

Wer ist der typische Nutzer eines Elektroautos und seiner Services in Deutschland? Acxiom hat seit den Anfängen der volumenstarken Elektromodelle deren Käufer analysiert – und herausgefunden, dass es sich um eine beeindruckend eigenwillige Käuferklientel handelt, die einen sehr exklusiven Anspruch hat und nicht unbedingt auf Ökologie als treibendes Argument setzt.

Für die Untersuchung hat Acxiom in einer differenzierten Analyse eigene soziodemografische Rauminformationen mit regionalen Statistiken des Kraftfahrtbundesamtes kombiniert und ein interessantes Zielgruppenprofil gewonnen, erklärt Friederike Sickel von Acxiom: „Bei Elektroautos bestachen schon die ersten Modelle mit einer beeindruckend eigenwilligen Käuferklientel. Dass hier die ökologische Gesinnung die ausschließliche Komponente bei der Kaufentscheidung ist, hat sich nicht bestätigt. Die Käuferstrukturen vermitteln den Eindruck, dass das besondere Prestige, welches mit den Fahrzeugen einhergeht, genauso wichtig ist.“

So seien die Sprit-Verweigerer gerne ein exklusives Statussymbol und stünden als Zweitwagen neben durstigen PS-Boliden aus dem oberen SUV-Segment. Dies belegen laut Acxiom Strukturen, die in Zielgruppenanalysen selten zu sehen sind. Dabei besteche die Kaufkraft mit den höchsten Einkommensklassen ebenso wie der exklusive Sozialstatus. Mit den kaufkräftigsten zehn Prozent der Haushalte in Deutschland seien je nach Fahrzeugmodell schon bis zu 70 Prozent der Elektroautokunden abgedeckt.

Regional sind laut Acxiom die Käufer eher im städtischen Raum zu finden, insbesondere in den deutschen Großstädten – dort aber eher in den Randbereichen, also dem klassischen Speckgürtel: „Hier zeigt sich, dass die Fahrzeuge bei Pendlern mit täglichen Strecken zwischen 50 bis 70 Kilometer ihre wirtschaftliche Stärke ausspielen. Der größte Teil der E-Autobesitzer lebt im Einfamilienhaus. Große Wohnflächen, große Gärten und oft eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zeichnen diese Einfamilienhäuser aus. Die Bewohner haben Interesse an politischen und wirtschaftlichen Themen, verreisen gerne und zeichnen sich durch eine überdurchschnittliche Akzeptanz zur Digitalisierung ihres Haushaltes vom Onlinebanking bis zur Hausautomation aus. Zudem stehen sie ökologischen Themen in allen Lebenslagen sehr aufgeschlossen gegenüber“, beschreibt es Friederike Sickel im Acxiom-Blog. Die Zielgruppe weist ihrer Analyse nach auch eine gewisse Heterogenität auf. Bei ihrer Analysen fielen ihr zwei unterschiedliche Gruppen auf: Das sind die Stadtrand-Familien und die urbanen Singles, beide aber immer aus gutverdienenden Gesellschaftsschichten.

Was Acxiom auch festgestellt hat: Ein hoher Preis und die Reichweitenthematik stünden dem Elektroauto zum Massenprodukt noch im Weg. Würde es bei dem heutigen Angebot bleiben, so ergibt sich aus den datengetriebenen Analysen von Acxiom eine noch beschränkte Zielgruppengröße in Deutschland von aktuell ca. 1,3 Millionen affinen Haushalten mit geschätzt 100.000 Zulassungen jährlich. Ändern sich die Parameter Preis und Reichweite aber nur leicht, können schnell zahlreiche neue potenzielle Käufer hinzukommen.

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