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Innovation: Autoindustrie meldet mehr Patente an

News   •   Sep 26, 2019 10:44 CEST

Die Kfz-Industrie durchlebt seit Jahren einen spürbaren Wandel: Elektroantrieb und Autonomes Fahren gelten als Zukunftstechnologien, Diesel- und Benzinmotoren dagegen als gestrig. Vor diesem Hintergrund forschen und entwickeln Autohersteller und -zulieferer so viel wie nie – und sie melden so viele Patente an wie nie zuvor, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

2016 hat die Branche rund 70 Prozent mehr Patente angemeldet als noch im Jahr 2005. Da die übrigen Branchen gleichzeitig ihre Anmeldungen um 16 Prozent zurückgefahren haben, ist die Kfz-Industrie nun Treiber im deutschen Innovationsgeschehen: Sie verzeichnete zuletzt 47 Prozent aller Patentanmeldungen von Unternehmen und Forschungsinstituten. 2005 waren es gerade einmal 30 Prozent.

Unternehmen aus anderen Branchen, öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen und einzelne Tüftler haben dagegen in den vergangenen Jahren deutlich weniger Patente angemeldet als zuvor. Besonders drastisch ist der Rückgang bei Garagentüftlern. „Ohne die Kfz-Industrie wäre die Patentleistung der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahren rückläufig“, sagt Studienmitautor und IW-Innovationsexperte Oliver Koppel.

Die Zahlen zeigen außerdem, dass die Branche aktuell einen technologischen Wandel durchlebt: Sie entwickelt sich weg vom klassischen Verbrennungsmotor hin zu anderen hochinnovativen Anwendungen, vor allem im Bereich Digitalisierung und Elektronik. „Die Unternehmen haben längst erkannt, dass sie technologische Sprünge machen müssen, um zukunftsfähig zu bleiben“, sagt IW-Verkehrsexperte Thomas Puls. „Um diese Trends mitzumachen, sind die richtigen Weichen gestellt.“

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