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Toyota gibt 24.000 Patente aus 20 Jahren Hybrid-Entwicklung frei

News   •   Apr 08, 2019 10:37 CEST

Toyota treibt die weitere Verbreitung elektrifizierter Fahrzeuge voran: Der japanische Automobilhersteller hat die Freigabe von fast 24.000 Patenten aus über 20 Jahren Hybridtechnik-Entwicklung zur gebührenfreien Nutzung angekündigt. Darüber hinaus bietet Toyota anderen Automobilherstellern eine kostenpflichtige technische Unterstützung bei Entwicklung und Verkauf elektrifizierter Fahrzeuge an, wenn diese Hersteller Motoren, Batterien, Steuergeräte und andere Komponenten von Toyota für ihre eigenen Antriebe nutzen.

Damit liegt Toyota im Trend des aktuellen KVD Service Survey: Die aktuelle Umfrage zum Thema Elektromobilität im Dienstleistungsumfeld zeigt, dass 20 Prozent der befragten Dienstleister zwar bereits Elektrofahrzeuge einsetzen. Weitere 70 Prozent würden diese bevorzugt einsetzen, sobald diese mindestens gleichwertigen Nutzen zu konventionellen Fahrzeugen bieten.

An dieser Stelle setzt Toyota an: Mit den genannten Maßnahmen möchten die Japaner die Elektrifizierung der Mobilität beschleunigen und Regierungen, Autoherstellern und der Gesellschaft insgesamt dabei helfen, ihre Ziele im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu erreichen. „Die Zeit der Zusammenarbeit ist gekommen“, sagte Shigeki Terashi, Vorstandsmitglied und Executive Vice President der Toyota Motor Corporation. „Wir erhalten sehr viele Anfragen zu unseren Elektrifizierungssystemen von Unternehmen, die erkannt haben, dass Hybridantriebe und andere elektrifizierte Fahrzeugtechnologien noch beliebter werden müssen. Wenn die Zahl der elektrifizierten Fahrzeuge in den nächsten zehn Jahren deutlich steigt, dann werden sie zum Standard. Diesen Prozess wollen wir unterstützen.“

Bei den gebührenfreien Patenten handelt es sich um fortschrittliche Technologien insbesondere aus Hybridfahrzeugen, die dazu beigetragen haben, die Leistung der Antriebstechnik zu verbessern, ihre Größe zu verringern und die Kosten zu senken. Dabei geht es vor allem um Kerntechnologien wie Elektromotoren, Steuergeräte und Systemsteuerungen, die in verschiedenen elektrifizierten Antriebssystemen - etwa in Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeugen - zum Einsatz kommen. Insgesamt bietet Toyota rund 23.740 Patente aus mehr als 20 Jahren Hybridtechnik-Entwicklung an - ab sofort bis Ende des Jahres 2030.

Bereits seit Januar 2015 stellt Toyota 5.680 Patente zur Antriebstechnik von Brennstoffzellenfahrzeugen zur Verfügung. Nun fügt das Unternehmen rund 2.590 Patente zu Elektromotoren, 2.020 Patente zu Steuergeräten, 7.550 Patente zu Systemsteuerungen, 1.320 Motor-Transaxle-Patente, 2.200 Patente zu Ladegeräten sowie 2.380 Brennstoffzellen-Patente hinzu (die Zahl der Brennstoffzellen-Patente steigt damit auf 8.060).

Die gebührenpflichtige technische Unterstützung umfasst die Bereitstellung von Überblicken zu Elektrifizierungssystemen, Bedienungsanleitungen sowie detaillierte Erläuterungen zur Abstimmung von Fahrzeugen, die diese Systeme nutzen. Die Unterstützung von Toyota hilft anderen Automobilherstellern dabei, ausgezeichnete Produkteigenschaften im Hinblick auf Kraftstoffeffizienz, Leistung und Laufruhe in ihren Fahrzeugen zu erreichen. Die Services werden im Rahmen von Verträgen angeboten.

Mit den kostenlosen Patenten und der technischen Unterstützung möchte Toyota die Entwicklung und weltweite Markteinführung elektrifizierter Fahrzeuge fördern und beschleunigen. Dieses Ziel genießt seit langem oberste Priorität in der Unternehmensführung und basiert auf der Überzeugung, dass umweltverträgliche Fahrzeuge nur dann zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen können, wenn sie flächendeckend zum Einsatz kommen. Damit dies gelingt, müssen Elektrofahrzeuge wirtschaftlich sein.

Worauf es Unternehmen ankommt, zeigt der KVD Service Survey in diesem Zusammenhang nämlich auch: Fahrzeugpreise oder Finanzierungsmodelle sind Hauptkriterium bei der Entscheidung, gefolgt vom Thema Reichweite. Mit etwas Abstand folgen dann klassische Servicethemen, zum einen die Ladeinfrastruktur, und dann das Service- und Werkstattnetz. Es folgen zwei Themen, die vor allem auf die Fahrzeuge selbst fokussieren, zum einen das Raumangebot und dann die Fahrzeugausstattung. Weniger relevant sind aktuell Fahrzeugwerte wie Beschleunigung, Leistung und Geschwindigkeit sowie – etwas überraschend - (Smart) Services rund ums Fahrzeug und Fahren sowie Assistenzsysteme, z. B. zum (teil-)autonomen Fahren, also gerade jene Themen, die eigentlich gerade als Treiber für neue Mobilität identifiziert werden. Weitere Infos unter https://lnkd.in/du88gZW

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