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Volkswagen beschließt Roadmap Digitale Transformation für Verwaltung und Produktioin

News   •   Jun 17, 2019 09:00 CEST

Volkswagen treibt die Modernisierung und Digitalisierung des Unternehmens voran: Bis 2023 will Volkswagen bis zu vier Milliarden Euro in Digitalisierungsprojekte investieren - vorrangig in der Verwaltung, aber auch in der Produktion. Mindestens 2.000 neue Arbeitsplätze mit Bezug zur Digitalisierung sollen geschaffen werden.Das haben Vorstand und Gesamtbetriebsrat in ihrer "Roadmap Digitale Transformation" vereinbart.

Agile Arbeitsweisen, verbesserte Prozesse und Digitalisierung sollen Beschäftigte entlasten und Abläufe beschleunigen. Bislang manuell durchgeführte Aufgaben werden durch verbesserte IT vereinfacht, so die Hoffnung der Initiatoren. Dadurch sollen bei der Volkswagen AG Pkw, der Volkswagen Group Components und der Volkswagen Sachsen GmbH in den nächsten vier Jahren bis zu 4000 Stellen im indirekten Bereich nicht wieder besetzt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass Aufgaben durch Digitalisierung, Prozessoptimierung und Organisationsverschlankung entfallen.

Zugleich wurden weitere Investitionen in die Industrie 4.0 und ein damit einhergehender Produktivitätsfortschritt von fünf Prozent pro Jahr bis 2023 im direkten Bereich vereinbart. Für die personelle Transformation im Zuge der Digitalisierungs-Offensive von Volkswagen wird zudem das Qualifizierungsbudget um 60 Millionen Euro auf insgesamt rund 160 Millionen Euro erhöht. Eine einheitliche Beschäftigungssicherung für die Volkswagen AG und die Volkswagen Sachsen GmbH wird bis 2029 vereinbart.

Ralf Brandstätter, Chief Operation Officer der Marke Volkswagen, sagt: "Wir bauen neue Digital-Kompetenzen auf, zugleich schaffen wir neue, moderne digitale und agile Arbeitsplätze und verbessern unsere Produktivität. Wenn Stellen durch Digitalisierung wegfallen, machen wir das entlang der demografischen Kurve so sozialverträglich wie möglich." Die mit der Investition einhergehenden Kostensenkungen sollen dabei helfen, die Transformation von Volkswagen aus eigener Kraft zu finanzieren.

Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group Components, ergänzt: "Für unsere Komponentenwerke ist die Roadmap Digitale Transformation der Beschleuniger für unsere Transformation in die E-Mobilität. Wir übernehmen künftig Verantwortung von Batteriezelle und Batteriesystem über E-Antrieb bis zu Ladeinfrastruktur und Recycling - und brauchen dafür eine Digitalisierung unserer Prozesse, eine höhere Software-Kompetenz und eine schlanke und agile Steuerung der weltweiten Komponentenaktivitäten."

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bern Osterloh sagt: "Mit der Beschäftigungssicherung bis 2029 sind betriebsbedingte Kündigungen in den nächsten zehn Jahren ausgeschlossen. Das ist ein wichtiges Signal: Die Digitalisierung bringt Veränderungen, aber der Arbeitsplatz bei Volkswagen bleibt sicher. Beim möglichen Abbau von Arbeitsplätzen muss klar sein, dass diese Tätigkeiten tatsächlich entfallen - ansonsten wird weiterhin jede Stelle nachbesetzt."

Personalvorstand Gunnar Kilian sagt: "Mit dem Instrument der strategischen Personalplanung werden wir für jeden Bereich ein Zukunftsbild schaffen, dass uns nicht nur quantitativ zeigt, wie viel Personal wir brauchen, sondern auch, welche Kompetenzen wir für unseren Erfolg im Wettbewerb benötigen. Wir erhöhen das Qualifizierungsbudget, schaffen eine Online-Uni, stärken das Lernen über Online-Plattformen, passen Ausbildungsberufe an neue Anforderungen an. Und wir machen das Fortbildungsprogramm 'AGEBI+' und die Fakultät 73 zu festen Bestandteilen der Ausbildung bei Volkswagen." Sie werden bis 2023 mit jährlich bis zu 250 Ausbildungsplätzen auf die tariflich vereinbarten 1.400 Ausbildungsplätze angerechnet. Zugesagt sind ferner Investitionen in Elektro- und IT-Labore sowie Projektwerkstätten an den sechs Standorten der Volkswagen AG in Höhe von 8,5 Millionen Euro in den Jahren 2019 bis 2021.

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