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400 Jahre Dreißigjähriger Krieg: Sonderausstellungen in Nordsachsen zum Jubiläum 2018

Pressemitteilung   •   Mär 20, 2017 16:41 CET

v.l.: Günter Tempelhof, Dr. Ines Zekert, Bettina Auge und Volker Bremer informierten auf der ITB 2017 über Jubiläen 2018 in Leipzig und der Region

Zum 400. Mal jährt sich 2018 der Beginn des verheerenden Dreißigjährigen Krieges. Ganz im Mittelpunkt des damaligen Geschehens: Leipzig und seine Umgebung. Unter dem Titel „Je weniger Klingen, je größere Herzen – 400 Jahre Dreißigjähriger Krieg“ wird es von Mai bis Oktober 2018 u.a. in Leipzig, Bad Düben, Delitzsch, Eilenburg, Taucha und Torgau Ausstellungen zum Thema geben.

Bei den Sonderausstellungen handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit der Ur-Krostitzer Brauerei und den Museen in Nordsachsen. Das Projekt wurde wegen der großen Bedeutung des Dreißigjährigen Krieges für die Region entwickelt. Die geplanten Ausstellungen sollen die Ereignisse wieder in Erinnerung rufen. Zum Gedenken, Erinnern und auch zum Aufrütteln.

„Unser Ur-Krostitzer Bier ist mit einer historischen Gestalt aus dem Dreißigjährigen Krieg unmittelbar verbunden“, erläutert Wolfgang Welter, Geschäftsführer der Krostitzer Brauerei. „Daher war es uns eine Selbstverständlichkeit, das ehrgeizige Ausstellungsprojekt zum Thema 400 Jahre Dreißigjähriger Krieg zu unterstützen." Das Unternehmen wird dabei nicht nur finanzielle und werbliche Unterstützung leisten, sondern auch Räumlichkeiten für begleitende Veranstaltungen und Kolloquien stellen.

In Leipzig und der Umgebung fanden im Laufe des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) große Feldschlachten, Belagerungen und vielerorts Kämpfe der zahlreichen verfeindeten Lager statt. Im Jahr 1646 wurde in Eilenburg für Kursachsen Frieden geschlossen - was auch zum finalen Westfälischen Frieden von 1648 führte. Eine prägende Epoche - weit über die Region hinaus. Die Krostitzer Brauerei im Norden von Leipzig kann fast ein halbes Jahrtausend Brautradition vorweisen und gehört damit zu den ältesten Brauereien Deutschlands. Das Markenzeichen der Krostitzer Biere – der Schwedenkopf – geht auf eine Begebenheit während des Dreißigjährigen Krieges zurück: Der schwedische König Gustav Adolf II. war am 6. September 1631 mit seinen Truppen in Richtung Leipzig unterwegs. Erst im Ort Crostitz konnte der durstige König ein Bier erhalten. Zum Dank für die dargebotene Kanne schenkte der König dem Braumeister einen rubinbesetzten Goldring. Gustav Adolf zog weiter und siegte am nächsten Tag in der Schlacht bei Breitenfeld.

Der Initiator der Sonderausstellungen und Projektkoordinator Günter Tempelhof holte sich mit dem nordsächsischen Bundestagsabgeordneten Marian Wendt einen zuverlässigen Unterstützer ins Boot. „Gerne unterstütze ich das Projekt, das zum einen an das Geschehene erinnert, gleichzeitig mahnt und zur Bewahrung des Friedens aufruft. Mir ist es eine große Ehre die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernehmen zu dürfen. Diese Ausstellungen werden derzeit final abgestimmt und lassen auf eine große Vielfalt von Exponaten und Darstellungen der Geschichte des 30-jährigen Krieges vorausblicken“, sagte Wendt abschließend zur Sonderausstellung.

Folgende Ausstellungen sind geplant:

- "Wissen für die Zukunft?" - Landschaftsmuseum der Dübener Heide, Burg Düben (27.5.-31.10.2018)

- "Kampf und Leid" - Museum Barockschloss Delitzsch (19.5.-28.10.2018)

- "Friedens-Sehnsucht" - Stadtmuseum Eilenburg (13.5.-28.10.2018)

- "Des Krieges Buchstaben" - Städtisches Museum Taucha (25.5.-28.10.2018)

- "Die Schweden kommen" - Stadt- und Kulturgeschichtliches Museum Torgau (26.5.-28.10.2018)

- "Der Dreißigjährige Krieg und seine Drucksachen" - Bibliotheca Albertina, Leipzig (25.5.-2.9.2018)

- "Der Dreißigjährige Krieg - Dargestellt mit Zinnfiguren" - Torhaus Dölitz (24.5.-28.10.2018)

- "Söldner schrecken Seuchen. Franken und Böhmen in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges" - Fränkische Schweiz-Museum Tüchersfeld (24.3.-23.9.2018)

Informationen zu den Ausstellungsorten und -themen befinden sich in der angehängten pdf-Datei.

Weitere Informationen: www.ur-krostitzer.de

Redaktion: Vivien Cockshott

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