Skip to main content

Austausch über Qualität der Behandlung

Pressemitteilung   •   Jul 16, 2013 14:10 CEST

Lahr, 16. Juli 2013. Gut informiert über das MediClin Herzzentrum Lahr/Baden zeigte sich Josef Hecken bei seinem Besuch der Klinik am 12. Juli. Hecken ist der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA), dem obersten Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Zu dem Termin im MediClin Herzzentrum Lahr/Baden hatte Peter Weiß (MdB) eingeladen.

Große Qualitätsunterschiede in deutschen Kliniken

Er freue sich über das Interesse, das Josef Hecken dem Herzzentrum entgegenbringe, betonte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Jürgen Ennker. Das zentrale Thema des Gesprächs zwischen Hecken, Ennker und Eberhard Freiherr von Hodenberg, Chefarzt für Innere Medizin und Kardiologie, war die Ergebnisqualität in der Behandlung und deren Bedeutung für die Vergleichbarkeit von Krankenhäusern.

Ennker betonte, dass es diesbezüglich in Deutschland nur wenig Transparenz gibt. Zwar werden bereits heute Qualitätsdaten von Krankenhäusern systematisch gesammelt. Eine allgemein ersichtliche Darstellung der Prozess- und Ergebnisqualität sei aber die Ausnahme. „Im MediClin Herzzentrum Lahr können wir überdurchschnittlich gute Ergebnisse vorweisen und stellen diese, z.B. für die Herzchirurgie von Beginn der Tätigkeit an, transparent dar.“ Gute Qualität müsse sich für ein Krankenhaus lohnen. Deshalb sei es wünschenswert, wenn der GBA Strukturen schaffe, um die Auswertung und Darstellung der Ergebnisqualität zu kontrollieren.

Hecken bestätigte, dass es in Krankenhäusern große Qualitätsunterschiede gibt. Er plädierte dafür, bei spezialisierten Bereichen wie der Herzchirurgie die Anforderungen grundsätzlich zu erhöhen. Hier läge dann eine Chance, dass sich die Kliniken, die eine gute Qualität bieten, durchsetzen.

Auch mit einem weiteren Anliegen stießen die Herzmediziner bei dem GBA-Vorsitzenden auf offene Ohren: „Viele Kliniken setzen bei Herzpatienten vorschnell auch dann Stents, wenn dadurch letztendlich eine Operation nicht verhindert wird“, erklärte von Hodenberg. Neben den damit verbundenen Gesundheitsrisiken verursache dies hohe unnötige Kosten für das Gesundheitssystem. Hier stelle sich die Frage, wie der GBA diesem Problem begegnen kann. Hecken zeigte sich in dieser Sache sehr interessiert und forderte die Mediziner auf, ihm dazu weitere Informationen zu liefern. 

Über das MediClin Herzzentrum Lahr/Baden

Das MediClin Herzzentrum Lahr/Baden vereint unter einem Dach die Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie die Klinik für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie. Das 1994 eröffnete Herzzentrum verfügt über 75 Betten und beschäftigt 397 Mitarbeiter. Seit der Eröffnung wurden über 30.000 Herzoperationen am offenen Herz durchgeführt. Bei Bypassoperationen am schlagenden Herzen sowie bei der Implantation gerüstloser Bioprothesen nimmt das MediClin Herzzentrum Lahr/Baden bundesweit und international eine Spitzenposition ein.

Über die MediClin

Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neuro- und Psychowissenschaften sowie Orthopädie. Mit 34 Klinikbetrieben, sieben Pflegeeinrichtungen und elf Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.100 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation. Für die MediClin arbeiten rund 8.500 Mitarbeiter.

MediClin – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Kommentar