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Blockheizkraftwerk wurde angeliefert

Pressemitteilung   •   Mai 20, 2014 19:00 CEST

Offenburg/Durbach, 20. Mai 2014. Ein großes Blockheizkraftwerk mit 142 kW elektrischer Leistung wurde heute in der MediClin Staufenburg Klinik in Durbach angeliefert, wo es künftig wesentlicher Bestandteil einer effizienten Energieversorgung sein wird.

Blockheizkraftwerke erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme: Anders als bei der zentralen Stromerzeugung durch Großkraftwerke wird die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme nicht ungenutzt an die Umwelt abgegeben, sondern kann für die Erwärmung von Heizung und Brauchwasser genutzt werden. Die Klinik kann mit der Erdgas-betriebenen Anlage künftig 70 Prozent des benötigten Stroms selbst erzeugen. Die Wärme, die bei der Erdgasverbrennung entsteht, deckt zu 40 Prozent den Gesamtwärmebedarf der Klinik.

Anlage senkt CO2-Ausstoß um 290 Tonnen pro Jahr

Dazu kommen zusätzliche Maßnahmen zur Wärmerückgewinnung: Beispielsweise wird mit sogenannten Brennwertwärmetauschern die Energie aus der Abgaswärme des Blockheizkraftwerks zurückgewonnen. Diese entweicht so nicht ungenutzt über den Schornstein, sondern dient der Vorerwärmung des Trinkwassers. Allein dadurch wird jährlich so viel Energie zurückgewonnen, wie in 20.000 Liter Heizöl enthalten sind. Das Blockheizkraftwerk senkt insgesamt den CO2-Ausstoß um 290 Tonnen pro Jahr.

„Der jährliche Strom- und Wärmebedarf in einer Klinik ist pro Bett mitunter so hoch wie der eines Einfamilienhauses“, erklärt Franz Ebert, Leiter der Technischen Gebäudeausrüstung bei MediClin. Um die Kliniken im MediClin-Verbund möglichst energieeffizient und unabhängiger von den steigenden Energiepreisen zu betreiben, baut das Unternehmen verstärkt Blockheizkraftwerke ein. Eine Besonderheit dabei: Die technische Abteilung in der Offenburger MediClin-Zentrale erarbeitet eigene Lösungen für einen optimalen Betrieb der Blockheizkraftwerke speziell in Rehabilitationskliniken - zum Beispiel, indem diese mit zusätzlicher Technik zur Wärmerückgewinnung kombiniert werden.

„So schaffen wir es, den Gesamtwirkungsgrad eines Blockheizkraftwerks noch einmal deutlich zu erhöhen“, erklärt Ebert. „Wir quetschen den Energieträger quasi wie eine Zitrone aus und erreichen so eine energetische Qualität unserer Anlagen, die nicht nur im Klinikbereich weit über die gängigen Lösungen hinaus geht.“

Blockheizkraftwerke auch an weiteren Standorten

Ab August 2014 werden an 17 MediClin-Standorten 20 Blockheizkraftwerke für eine dezentrale Stromerzeugung sorgen. Dadurch produziert das Unternehmen künftig ein Drittel des benötigten Stroms selbst. Mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung senkt MediClin darüber hinaus seit Jahren kontinuierlich den CO2-Ausstoß, künftig im Durchschnitt um rund 5.000 Tonnen pro Jahr.

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