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Informationen zur onkologischen Reha

Pressemitteilung   •   Okt 30, 2012 10:30 CET

Bad Rappenau, 30. Oktober 2012. Unter dem Titel Onkologische Rehabilitation: „Der Weg zurück ins Leben“ fand am vergangenen Donnerstag in Bad Rappenau eine Fachtagung für Sozialdienste der Akutkliniken statt. Dazu eingeladen hatte die MediClin Kraichgau-Klinik in Kooperation mit dem Verband Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit e. V.. Die von Chefarzt Dr. Peter Trunzer moderierte eintägige Veranstaltung diente als Forum für Fach- und Praxisinformationen.

Die diesjährige Fachtagung bot den rund 45 Teilnehmern Expertenvorträge zu Themen wie „Umsetzung intensivierter Bewegungsprogramme bei Tumorpatientinnen“, „MBOR - Möglichkeiten des Praxistransfers“, sowie „Imagewandel der Sozialen Arbeit im Ge-sundheitswesen.“

Konkrete Ratschläge zu „Sport und Krebs“

Wie Tumorpatientinnen von Bewegung profitieren können, war Thema des Vortrags „Sport und Krebs“. Prof. Dr. phil. Gerhard Huber vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Heidelberg erläuterte Forschungsergebnisse zur positiven Wirkung einer Bewegungstherapie auf Körper und Psyche. In seiner lebhaften und kurzweiligen Darstellung präsentierte er bemerkenswerte Erkenntnisse zur Wirksamkeit, Dosierung und Umsetzung der Bewegungstherapie bei Krebspatienten. Weiterhin stellte der Sportwissenschaftler konkrete, alltagstaugliche Ratschläge für körperliche Aktivität bei Brustkrebs in Form einer Pyramide dar: Täglich einfache Beanspruchungen wie Spazierengehen, mindestens dreimal wöchentlich mindestens 20 Minuten Walking, Radfahren oder Schwimmen, zweimal pro Woche Muskeltraining - und selten: vor dem TV sitzen. „Rehabilitation muss die Basis für eine langfristige Bindung an körperliche Aktivitäten bilden“, so Prof. Huber.

Wie wichtig es ist, den Patienten durch medizinische Rehabilitation einen (Wieder-)einstieg ins Berufleben zu ermöglichen, unterstrich Elisabeth Röckelein von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Sie erläuterte in ihrem Vortrag wirksame Praxisbeispiele zur Umsetzung Medizinisch-beruflich orientierter Rehabilitation (MBOR) in Kliniken, deren Bedeutung und Patientennutzen sowie die zukünftige Entwicklung der MBOR.

Expertise Sozialer Arbeit ist gefragt

„Raus aus der Nische!“ forderte Sibylle Kraus aus dem Vorstand der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG). Neben der individuellen psychosozialen und sozialrechtlichen Beratung und Begleitung übernimmt Soziale Arbeit in den Kliniken wichtige Vernetzungs- und Koordinierungsaufgaben. Insbesondere werden durch das sogenannte Patientenmanagement mit seinen Bestandteilen Versorgungsmanagement und Entlassungsmanagement Schnittstellen im Leistungssystem überbrückt und Leistungen des Gesundheits- und Sozialwesens gebündelt. Brüche in der Versorgung wie zum Beispiel von der Akutbehandlung zur Rehabilitation aufgrund der sektoralen Leistungserbringung werden vermieden.

Soziale Arbeit leistet damit Vernetzungs-, Koordinations- und Kooperationsaufgaben, die im Gesundheitswesen unabdingbar sind, betonte Sibylle Kraus. Ihr Plädoyer für einen „Imagewandel in der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen“ stieß auf großes Interesse. Für eine nach-haltige Gesundheitsversorgung müssten sich die verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheits- und Sozialwesen sektorenübergreifend abstimmen. Hier sei die Expertise Sozialer Arbeit gefragt.

Der kaufmännische Direktor der MediClin Kraichgau-Klinik, Michael Schmid, zeigt sich über die gute Resonanz der Teilnehmer erfreut. „Die diesjährige Tagung hat gezeigt, dass wir mit der Veranstaltung sowohl ein Forum für den fachlichen Austausch und Diskussionen bieten, als auch eine Möglichkeit, Kontakte zu pflegen und Erfahrungen auszutauschen.“ Im kommenden Jahr wird es mit der 3. Fachtagung und interessanten Praxisthemen eine Fortsetzung geben, so Schmid.

Über die MediClin Kraichgau-Klinik

Die MediClin Kraichgau-Klinik in Bad Rappenau ist eine Fachklinik für onkologische Rehabilitation und chronische Schmerzerkrankungen. Die Klinik verfügt über 216 Betten und beschäftigt rund 140 Mitarbeiter.

Über die MediClin

Die MediClin ist ein bundesweit tätiger Klinikbetreiber und ein großer Anbieter in den Bereichen Neuro- und Psychowissenschaften sowie Orthopädie. Mit 34 Klinikbetrieben, sieben Pflegeeinrichtungen und elf Medizinischen Versorgungszentren ist die MediClin in elf Bundesländern präsent und verfügt über eine Gesamtkapazität von rund 8.100 Betten. Bei den Kliniken handelt es sich um Akutkliniken der Grund-, Regel- und Schwerpunktversorgung sowie um Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation. Für die MediClin arbeiten rund 8.400 Mitarbeiter.

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