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Warum der Marken-Newsroom sich positiv auf die PR auswirken wird

Blog-Eintrag   •   Sep 13, 2013 15:28 CEST

Es ist viel passiert, seitdem die New York Times im Jahre 1906 die erste Pressemitteilung von Ivy Lee unverändert veröffentlichte.

Spulen wir ein Jahrhundert vor ins Jahr 2006. In einem berüchtigten Blog-Eintrag forderte Tom Foremski provokativ: „Stirb, Pressemitteilung! Stirb! Stirb! Stirb!“ Foremski schrieb damals: „Pressemitteilungen sind nahezu nutzlos. Sie beginnen in der Regel mit unglaublich viel übertriebener Selbstdarstellung, enthalten Schulterklopf-Phrasen und unsinnige Zitate ... Dieser Wahnsinn muss aufhören. Für Hunderttausende Fachleute bedeuten sie verlorene Zeit und verschwendeten Aufwand.“

Stattdessen schlägt Foremski vor, dass Unternehmen ihre Pressemitteilungen in nützliche, thematische Abschnitte aufteilen. Jeder Abschnitt sollte Links, Zitate und visuelle Inhalte umfassen, aus denen Journalisten und Blogger ihre Artikel so zusammenstellen können, dass ihre Leser sie auch wirklich lesen möchten.

Eintritt in den Online-Newsroom

Online-Newsrooms, auch als „Social Media Newsrooms“ bezeichnet, begegnen den von Foremski vorgebrachten Kritikpunkten.

Sie vereinen alle News, Inhalte, sozialen Netzwerke und Multimedia-Angebote an einem Ort. Dabei ist alles mit Tags versehen, miteinander verknüpft und suchmaschinenoptimiert. Der Newsroom kann dadurch zur zentralen Drehscheibe der Kommunikationsstrategie eines Unternehmens werden.

Journalisten, Blogger und andere Interessenten erhalten alles Nötige, um aus den von der Marke bereitgestellten Rohmaterialien ihre eigenen Geschichten zu erzählen.

Der Marken-Newsroom-Ansatz

Heute dreht sich in PR- und Marketingkreisen alles um den „Marken-Newsroom-Ansatz“, bei dem der Content König ist. Jede Organisation kann davon profitieren, verstärkt wie ein Medienunternehmen zu denken und zu handeln.

Die klugen Köpfe von Edelman Digital bezeichneten dies als „brand storytelling at the speed of social“ (Marken-Storytelling in Social-Media-Geschwindigkeit). Sie gehen darauf ein, wie die Marken versuchen, zeitnah visuelle Inhalte zu erstellen, die den Interessen ihrer Zielgruppe entsprechen und darüber hinaus neueste Nachrichten und Konversationstrends enthalten.

Wir bei Mynewsdesk verbessern unsere Plattform ständig, damit PR-Leute und Experten aus dem Bereich Marketingkommunikation in der sich stetig verändernden News- und Content-Landschaft zufriedenstellende Ergebnisse erzielen können.

Deshalb haben wir unseren Newsroom der nächsten Generation im Frühjahr 2013 eingeführt, der seit September offiziell auch für den deutschen Markt verfügbar ist. Dieser ist stärker auf den Content fokussiert, einfacher, übersichtlicher und flexibler, wodurch er wunderbar auf Mobilgeräten, Tablets und Desktop-PCs dargestellt werden kann. Damit bieten wir Kommunikationsprofis eine Plattform, die neue Arbeitsweisen fördert und unterstützt.

Aktuell sehen wir fünf große Trends, die eine erfolgreiche Markenkommunikation auszeichnen:

1) Marken werden zu Verlegern

Diese Entwicklung lässt sich schon seit geraumer Zeit beobachten und ist nunmehr unübersehbar.

Zahlreiche führende Verbrauchermarken (wie z. B. Coca-Cola, Red Bull, Money Supermarket, O2 ...) aber auch kleinere Marken, B2B-Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen und öffentliche Einrichtungen passen ihre Marketing- und Kommunikationsaktivitäten an die Themen Content-Erstellung und soziale Medien an.

2) Das „Echtzeit“-Gebot

In Zeiten medialer Sättigung und Informationsüberflutung sind Marken darauf angewiesen, innerhalb von Minuten oder Sekunden zu reagieren.

Zu den aktuellsten Beispielen zählen die lehrbuchreife „Dunk in the dark“-Werbung von Oreo während des Stromausfalls beim Super Bowl.

Marken müssen heute neueste Nachrichten und das Social Web immer im Blick behalten. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sie neue Inhalte veröffentlichen, verbreiten und promoten, und zwar sofort.

3) Multimedia-Regeln

Das Publikum dürstet nach Content jedweder Art. Wir lesen, hören, sehen, kommentieren und teilen Inhalte und interagieren mit ihnen. Wir nehmen an den Storys teil, auf die wir online stoßen. Und wir erzählen sie weiter. Multimedia-Inhalte sind oftmals ausdrucksstärker und wirksamer als Worte allein.

Aber nicht nur bei Reaktionen auf Eilmeldungen oder dem Anpreisen der eigenen Story gegenüber Journalisten spielt Multimedia eine wesentliche Rolle. Vielmehr lässt sich dadurch auf höchst effektive Art Präsenz in Social Media erreichen. Für viele Marken gilt ein erfolgreiches virales Video als heiliger Marketing-Gral. 

4) Multichannel-Management

Eine der größten Herausforderungen für Kommunikatoren besteht darin, den Überblick darüber zu behalten, was in digitalen Kanälen angesagt ist und was nicht. Sollte man den Fokus auf Pinterest richten? Oder doch lieber auf Instagram? Welches Potenzial besitzt Vine? Oder ist es eher Zeit für Google+?

Auch hier kann die richtige Publishing-Plattform eine große Rolle spielen. Wenn Sie Ihre Inhalte über verschiedene Kanäle – von E-Mail über die eigene Website bis hin zu sozialen Netzwerken – veröffentlichen und verbreiten, ohne verschiedene Anwendungen öffnen zu müssen, erreichen Sie das größtmögliche Publikum in kürzester Zeit.

5) Mobilgeräte zuerst

In Zeiten, in denen die mobile die klassische Internetnutzung in Kürze überholen dürfte, sind Smartphone oder Tablet oftmals der wichtigste Kontaktpunkt mit Ihrem Publikum.

Daher lautet ein entscheidendes Erfolgskriterium für Ihre Online-Kampagnen heute, ob Sie Ihre Inhalte in einem ansprechenden und flexiblen Web-Format bereitstellen können. Die Frage ist also, ob Ihre Inhalte auf jedem Gerät ansprechend dargestellt werden und gut funktionieren.

Ein Newsroom für unsere heutige Zeit

Was meinen Sie? Klingt der „Marken-Newsroom-Ansatz“ für Sie überzeugend? Haben Sie bereits begonnen, nach diesem Ansatz zu arbeiten?

Wie sieht es mit der Technologie aus, die Kommunikation in Echtzeit über mehrere Kanäle und verschiedene Medien hinweg unterstützt? Verfügen Sie über die geeignete Plattform und die richtigen Tools?

Wir sind gespannt auf Ihre Gedanken und Anregungen und würden uns freuen, die Herausforderungen und Chancen mit Ihnen zu besprechen.


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