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1-2-3 effizienter und effektiver, welche Ideenmanagement-Variante passt am besten?

News   •   Sep 25, 2015 16:16 CEST

Das Ideenmanagement-Modell

Hatte sich Ende der 1990er Jahre die Entwicklung vom BVW und KVP zum Führungsinstrument Ideenmanagement (IDM) noch stark auf die Modell-Varianten konzentriert, so steht heute eher der ganzheitliche Ansatz mit Zielorientierung in den integrierten Managementsystemen und ganzheitlichen Produktionssystemen im Fokus. Dennoch ist das Entwicklungspotenzial in den Ideenmanagement- und Innovationsprozessen auch heute beachtenswert:

  • Der Klassiker, das Zentrale IDM-Modell
  • Die Mischform, das IDM-Hybridmodell
  • Das Führungskräftemodell, das dezentrale IDM-Modell
  • Darüber hinaus sind inzwischen auch Mischformen von Teammodell-Varianten in den ganzheitlichen Ideenmanagement-Systemen zu finden, die seinerzeit bereits im IdeenService-Entwicklungsteam mit angedacht wurden, aber noch nicht marktfähig waren.(s.a. Hanewinkel, Christian / Kersting, Christiane / Munzke, Hans-Rüdiger / Schat, Hans-Dieter (2013): Praxisleitfaden "Ideenmanagement in der Lebensmittelindustrie", 1. Auflage, Hamburg: Behr's Verlag)

    Diese IDM-Modelle sind teilweise bereits zu offenen Ideenmanagement-Modellen, entsprechend der open-Innovation-Strategie weiterentwickelt worden, wie zum Beispiel im Jahrbuch der Kreativität 2012 auf Seite 38ff beschrieben (Hans-Rüdiger Munzke / Dr. Hans-Dieter Schat (2012):  Kreativität und Innovation 2.0 im Demografischen Wandel - Wie kommen die alten Hasen in den Cyber-Space?)

    Die Ideenmanagement-Varianten

    Standen in den beschriebenen Entwicklungsphasen bei den Entwicklungspartnern im IdeenService-Team und im Markt der Möglichkeiten in der IDM-Anwendung eher die Organisation des Ideenmanagements hin zu mehr Effizienz und Effektivität, kurz Ergebniswirksamkeit, im Vordergrund, so rückt heute im Zusammenhang mit Themen der Ressourceneffizienz, nachhaltiger Verbesserungs- und Innovationsprozesse und/oder der „Kreativität und Innovation im demografischen Wandel – KrIDe.de“ sowie der Zukunftsfabrik und Zukunftsstadt (Industrie 4.0 + Verwaltung 4.0 = Deutschland 4.0) die IDM-Strategie und damit der Mensch und die Zielorientierung in den Mittelpunkt der Betrachtungen.

    In der Interessengemeinschaft Zentrum Ideenmanagement standen auf der Herbstkonferenz am 24. September genau diese "neue Rolle des Ideenmanagements" im Mittelpunkt der Betrachtungen, indem Ausgezeichnete Vertreter der drei Varianten mit allen Teilnehmerinnen in einen Ideen-Dialog gebracht wurden, so dass die relevanten Ausprägungen "Ratio - Innovation - Kultur" sichtbar gemacht wurden.

    Die neue Rolle des Ideenmanagements

    In jedem Unternehmen muss das Ideenmanagement seine Rolle finden. Rollen gibt es dabei so viele, wie es Unternehmen mit Ideenmanagement gibt. Die Ausprägungen sind tendenziell verschieden, je nachdem, ob der Schwerpunkt auf Ratio, Innovation oder Kultur liegt, und im welchem Entwicklungsstadium sich das IDM in den Modell-Varianten befindet.

    In Reinform kommt wohl keine dieser Ausprägungen vor, vielmehr ist nahezu überall eine Mischform vorherrschend. Als Ausgangspunkt ist allen Ideenmanagement-Typen das grundsätzliche Streben nach kontinuierlichen Verbesserungen und systematischer Entwicklung innovativer Ideen gemeinsam.

    Auf der Ideenmanagement-Herbstkonferenz 2015 wurde in Hannover „die neue Rolle des Ideenmanagements“ an den relevanten Ausprägungen:

    Ratio – Innovation – Kultur

    facettenreich zur Sprache gebracht. Drei Unternehmen stellten als typische Vertreter einer bestimmten Ausprägung die Rolle ihres Ideenmanagements vor. Daraus konnten die Teilnehmer/-innen – ausgehend von der Analyse der für jeden einzelnen Typ charakteristischen zielführenden Parameter – Schlüsse für Ihr eigenes Ideenmanagement und dessen Weiterentwicklung ziehen. Erstmals hatten Sie die Möglichkeiten, in drei Workshopsequenzen mit jedem Referenten und Ideenmanager/-innen aus unterschiedlichsten Bereichen der Verbesserungs- und Innovationsprozesse zu diskutieren, und Ihre Erfahrungen auszutauschen. Hinzukommend konnten

    Sie gemeinsam mit anderen Teilnehmer/innen im freien Austausch in einen IdeenDialog zu jedem vorgestellten Ideenmanagement-System eintreten.

    Fazit

    Im zusammenfassenden Abschlussgespräch wurde deutlich, dass auch die IDM-Systeme immer bunter und vielfältiger werden. Die Analyse der für jede einzelne IDM-Variante charakteristischen zielführenden Parameter, sowie eine individuell Standortbestimmung (z.B. mit dem INQA-Check Potenzialanalyse „Innovation sichert Erfolg“ oder Wissen und Kompetenzen u.a.) der eigenen Rolle des Ideenmanagements, bietet den Ideenmanager/-innen sowie den betrieblichen Nutznießern in systematischen Verbesserungs- und Innovationsprozessen wertvolle Hinweise für die eigene Weiterentwicklung im Ideen- und Innovationsmanagement.