IdeenNetz

Bei der Führung 4.0 ist konstruktives Stören erwünscht

News   •   Jan 27, 2016 11:08 CET

Abschied vom Absolutismus

Von Claudia Burger, Peter Schwarz, Wolfgang Schmitz | 15. Januar 2016 | Ausgabe 01 – Seite 1

Management: Sauber, leise, komplett vernetzt – so stellen sich Forscher die Fabrik der Zukunft vor. Doch nicht nur die Werkshallen werden sich verändern. Auch die Führungskultur muss vielerorts angepasst werden. Zum neuen Leitbild wird der wohlinformierte, mündige Mitarbeiter.

So leiten die VDI-Nachrichen mit der These "Klassische Führung funktioniert bei Industrie 4.0 immer weniger" von Manfred Wittgenstein, Chef der Wittgenstein AG ein, um bereits auf den Seiten 2 und 3 mit den Hinweisen zur VDI-Tagung Industrie 4.0, die am 27. und 28. Jan. im Maritim Hotel Düsseldorf stattfinden wird, detailierter auf die aktuellen Herausforderungen in der Unternehmensführung einzugehen. So kommt Wittgenstein auch noch ausführlicher zu Wort:

Bei Führung 4.0 ist konstruktives Stören erwünscht“

Von Manfred Wittenstein | 15. Januar 2016 | Ausgabe 01 – Seite 2 und 3

Management: Die Idee der intelligenten Fabrik fordert die deutsche Industrie heraus. Sie stellt nicht nur neue Anforderungen an die Ingenieurwissenschaften, sondern auch an die Betriebswirtschaft. Tradierte Managementmodelle stehen auf dem Prüfstand. Der Maschinenbauunternehmer Wittenstein erläutert in seinem Artikel, wie Industrie 4.0 die Führungskultur aus Sicht eines Weltmarktführers auf dem Gebiet der mechatronischen Antriebstechnik, ehemaligen Präsidenten des VDMA und BDI-Vizepräsident sowie „Entrepreneur des Jahres“ und Mitglied in der Hall of Fame der weltbesten Unternehmer prägen wird.

Mit einer der Kernaussagen „Das Ausrichten dezentraler Intelligenz und Autonomie auf übergeordnete Zielsetzungen, noch dazu bei einem immer größer werdenden Beeinflussungsbereich – das ist die schwierige Aufgabe. Wie lässt sie sich lösen? Statisch, zentralistisch und entlang von Berichtslinien: wohl kaum! Anpassungsfähig über Begeisterung und Orientierung, dennoch kritisch-rationalistisch: schon eher!“, gibt Wittgenstein meines Erachtens Steilvorlagen für die Entwicklungen der Verbesserungs- und Innovationsstrategien im Ideenmanagement sowie Bestätigung der guten Wege, die wir in der Interessengemeinschaft Zentrum Ideenmanagement seit fünf Jahren aufgezeigt haben und weiterentwickeln. Welche Führungsinstrumente sind geeigneter als das beteiligungsorientierte, nachhaltige Ideenmanagement, mit den Lösungsangeboten aus den Expertenkreisen im Zentrum Ideenmanagement?

Auch zur Forderung von Wittgenstein, „Das eigene Unternehmen muss darüber hinaus zu einem attraktiven und anschlussfähigen Hochleistungsgebilde entwickelt werden, das für seine Partner und Kunden ein zuverlässiger Beschleuniger ist“  bieten die Methoden und Instrumente im Ideenmanagement eine passgenaue Basis, wie auch zur Aussage:

„Klar ist bei alledem auch: Dazu braucht es Multiplikatoren und „Satelliten“ – innerhalb und außerhalb des eigenen Unternehmens. Alleine kann niemand führen.“

Denn auch hierzu wurden bereits im Expertenkreis „Öffentlichkeitsarbeit und Kompetenzentwicklung“ in der Verbundpartnerschaft mit dem Zentrum Ideenmanagement im Transferprojekt „Kreativität und Innovation im demografischen Wandel – KrIDe.de“ 2011 die Konzepte Ideenmanagement mit Herz, Hirn und Hand mit dem Fraunhofer ISI und dem IdeenNetz entwickelt und bis heute im kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) im KrIDe-Wissensportal weiterentwickelt, z.B. im Seminarraum der PraktikerWorkshop-Reihe zum Exzellenzmodell Ideenmanagement.

Jetzt die Weichen richtig stellen

Von Klaus Heimann | 15. Januar 2016 | Ausgabe 01 - Seite 3

INDUSTRIE 4.0: Für die Wissenschaftlerin Sabine Pfeiffer steht fest: Wer die aktuelle Komplexität in der Industrie beherrscht, mit den Unwägbarkeiten der Arbeitswelt umgehen kann, der hat mit Industrie 4.0 kein Problem. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten in den Fabriken sind fit für die neuen Aufgaben, hat sie in einer Studie festgestellt. Mehr wertvolle Informationen hierzu hat Frau Prof. Dr. habil. Sabine Pfeiffer - Universität Hohenheim, Fakultät für Wirtschafts- u. Sozialwissenschaften in Stuttgart, und Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. in München – auch auf ihren Internetseiten gepostet:

Sabine-Pfeiffer Schwerpunkte

Präsentation zur HANNOVER MESSE 2015

Referenz für digitalen Wandel

Von Martin Ciupek | 15. Januar 2016 | Ausgabe 01

Sowohl die deutsche Plattform Industrie 4.0 als auch das internationale Industrial Internet Consortium (IIC) haben Referenzarchitekturen für die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit vorgestellt. Dabei hat die Plattform Industrie 4.0 einen deutlichen Fokus auf die industrielle Produktion. Mit klar definierten Komponenten sowie entsprechenden Verwaltungsschalen sollen Produkte zu cyberphysischen Systemen werden.

Zehn Punkte für mehr Innovationen

Von Wolfgang Schmitz | 15. Januar 2016 | Ausgabe 01 - Seite 8

Der deutsche Mittelstand ist bei seinen Innovationsleistungen „keinesfalls herausragend“. Der Beitrag der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu den Ausgaben in Forschung und Entwicklung liegt bei „lediglich rund 16 %“, wie der „Innovationsindikator“ von BDI, Acatech, Fraunhofer und ZEW jüngst ergab. In Schweden, Südkorea und Taiwan liegt der KMU-Anteil hingegen bei 27 %.

Bundesministerin für Bildung und Forschung (BMBF), Prof. Johanna Wanka, macht sich Sorgen um die Innovationskraft im deutschen Mittelstand und hat das Fazit der Studie erkannt, dass sich KMU ohne eine öffentliche Unterstützung schwertun werden, ihr Innovationspotenzial zu entfalten. Somit ließ eine Reaktion des BMBF nicht lange auf sich warten und es wurde ein Zehn-Punkte-Programm vorgestellt, mit dem Ideen und Geschäftsmodelle des Mittelstandes gefördert werden sollen. "Unser Ziel ist es, auch Unternehmen zu eigenen Innovationsanstrengungen zu ermuntern, die hier bisher wenig aktiv waren. Um auch in Zukunft international vorne mitzuspielen, müssen wir die Basis im Mittelstand verbreitern, die aktiv an Zukunftslösungen forscht", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bei der Vorstellung des Zehn-Punkte-Programms in Berlin. "Und so unterschiedlich die Unternehmenslandschaft und ihre Bedürfnisse sind, so vielfältig müssen auch die Anreize sein, um dieses Ziel zu erreichen. Beim neuen Zehn-Punkte-Programm des BMBF geht es deshalb nicht einfach um mehr Förderung – es geht darum, daraus auch mehr Innovationen zu gewinnen."

Das BMBF setzt mit seinem neuen Zehn-Punkte-Programm auf die Hebelwirkungen von Netzwerken, niedrigschwelligen Angeboten und Schlüsseltechnologien. So zielt das Programm darauf, die kleinen und mittleren Unternehmen in die richtigen Partnerschaften zu bringen – etwa mit Hochschulen in ihrer Region oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Gleichzeitig wird der Zugang zu Förderangeboten erleichtert, um sie auch für diejenigen attraktiv zu machen, die keine Profis im Fördergeschäft sind. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Fachkräftesicherung für den Mittelstand und einer stärkeren Einbindung der KMU in die Dynamik der Schlüsselbereiche Digitalisierung, Gesundes Leben und Nachhaltiges Wirtschaften.

Das BMBF wird mit dem Zehn-Punkte-Programm bis einschließlich 2017 auch seine Förderung für KMU um 30 Prozent auf rund 320 Millionen Euro pro Jahr erhöhen:

Das Zehn-Punkte-Programm "Vorfahrt für den Mittelstand"

Die neue ZEW-Innovationserhebung finden Sie mit folgendem Link:

http://ftp.zew.de/pub/zew-docs/mip/15/mip_2015.pdf

Innovatives Ideenmanagement im Wandel der Arbeitswelten

Mit dem KrIDe-Projekt wurden, wie bereits oben erwähnt, mit dem Verbundpartner Zentrum Ideenmanagement (ZI) und dem ZI-Kompetenzpartner sowie KrIDe-Kernteampartner IdeenNetz hilfreiche Strategieempfehlungen, Methoden und Werkzeuge zur Förderung der operativen Kreativität und Innovationsfitness im Mittelstand 4.0 entwickelt und erprobt. Zusammen mit weiteren Partnern, wie die IHK-Hannover, die Nbank und die Hannover Messe, findet in Halle 2 der HANNOVER MESSE regelmäßig der „Tag für Ideen- und Innovationsmanager“ regelmäßig statt. Natürlich stand das innovative Ideenmanagement 2014 und 2015 unter dem Messe-Leitthema Industrie 4.0! Und der Tag für Ideen- und Innovationsmanager wird auch am 29. April 2016 auf dem Stand „tech transfer –. Gateway2Innovation“ auf der Research & Technology das Leitthema Digital Factory 2016 berücksichtigen:

Maschinen lernen Denken. Ihre Besucher das Staunen.

"Was kann die intelligente Fabrik der Zukunft? Ihre Lösungen sind gefragt! Ob es sich um virtuelle Produktentwicklung oder Lösungen zur Fertigungsplanung /-steuerung, vorausschauende Analysen, Konzepte für durchgängigen Datenaustausch oder andere Projekte für die Industrie 4.0 handelt – treffen Sie die Entscheider auf der Digital Factory, der internationalen Leitmesse für integrierte Prozesse und IT-Lösungen" sowie ein Netzwerk kreativer, gegenwarts- und zukunftsorientierter Ideen- und Innovationsmanager.