BARTEC Gruppe

Erfolg auf ganzer Linie

News   •   Aug 05, 2015 08:46 CEST

Das innovative Remote I/O von BARTEC vereinfacht die Schaltungstechnik, kommt ohne Trennschaltverstärker aus, reduziert so den Platzbedarf für die Steuerung und begnügt sich in Ex-Zone 1 und 2 mit einem Industrie-Schaltschrank. Damit nicht genug. Das System ermöglicht eine intuitive Projektierung, lässt sich schnell und problemlos integrieren und überzeugt im Betrieb genauso wie in der Wartung und Instandhaltung. Wirklich einzigartig: Seine flexible Systemzulassung. Dass das Neue hält, was es verspricht, beweist seinen erfolgreichen Einsatz bei Europas führendem Spraydosen- und Lackstiftehersteller Motip Dupli.

Farbe aus der Spraydose verbinden die meisten Menschen mit Graffitis. Doch Spraydosen und ihr farbenfroher Inhalt haben viel mehr zu bieten. Ganze Industriezweige sind auf die Produkte der Aerosolproduzenten angewiesen. Motip Dupli ist Europas größter Spraydosen- und Lackstiftehersteller. Seine weltbekannten Farbsprühdosen Dupli-Color, oder zumindest Produkte, die das Unternehmen für viele Baumärkte oder Discounter als Lohnhersteller abfüllt, dürfte fast jeder schon einmal in Händen gehalten haben.


Fit für die Zukunft

Am größten seiner Produktionsstandorte, im beschaulichen Haßmersheim im Neckar-Odenwald-Kreis, setzt der „Spraydosen-Europameister“ seit Mai das innovative Remote I/O-System ANTARES von BARTEC in einer neuen Hightech-Abfüllanlage ein. Die D Linie wurde speziell für die Abfüllung von Farbsprühdosen als Klein- und Sonderserien konzipiert. „Die Besonderheit ist, dass wir dort jedes Gebinde von 36 bis 750 ml produzieren können. Gerade im Bereich Markierungsspray sind aktuell große Gebinde gefragt“, erklärt Ralf Mündörfer, Betriebsleiter und Prokurist bei Motip Dupli.

Um immer neue Produktideen des Marketings in die Tat umsetzen zu können, mussten Herstellung und Gestaltung flexibler werden. Die „State-of-the-Art“-Abfülllinie erfüllt diese Anforderung voll und ganz. Sie besteht zum einen aus einer automatisierten Lösemittelsteuerung, die die Technikmannschaft in Haßmersheim mitkonzipiert und selbst aufgebaut hat, zum anderen aus einer modernen Abfüllanlage, die ein auf Aerosole und Sprühsysteme spezialisierter Maschinenhersteller als Komplettpaket lieferte.

Damit es im Zweifelsfall nicht zu Diskussionen um Zuständigkeiten kommt, sollten beide Anlagenteile vollständig getrennt voneinander sein. „Überall, wo es Schnittstellen gibt, gibt es Probleme. Liegt es an der Maschine oder an der Schnittstelle und, und, und? Dem gehen wir so aus dem Weg“, sagt Mündörfer. „Da aufgrund der verwendeten Aerosole und Treibmittel Explosionsschutzvorkehrungen der Zone 1 erforderlich sind, müssen wir 100%ig sicher sein. Beim Ex-Schutz gehen wir keine Kompromisse ein.“


Weniger ist mehr

Durch die direkte Installation des Remote I/O-Systems im Ex-Bereich und kurze Wege konnte das Unternehmen über 4.000 m an Leitungen einsparen. Aber nicht nur das. Die pfiffige Lösung hilft noch an anderen Stellen kräftig beim Sparen. „Wenn wir die Anlage konventionell verkabelt hätten, hätten wir Trennschaltverstärker einbauen müssen. Dafür wäre wiederum ein separater Schrank nötig gewesen. Die eigensicheren Eingänge sind ein ganz klarer Vorteil“, weiß Roland Schäfer, Abteilungsleiter Instandhaltung bei Motip Dupli. Für die Lösung mit ANTARES reichte ein noch vorhandener Kompakt-Schaltschrank aus Edelstahl vollkommen aus. Und im Schrank ist immer noch sehr viel Platz. Teure überdruckgekapselte Ausführungen sind hier überflüssig.


Die große Freiheit

Ein weiteres Plus: Eine schnelle und problemlose Implementierung. Zu einer einfacheren Inbetriebnahme tragen auch die Schaltzustände bei, die per LED den Zustand jedes I/O-Kanals zusätzlich am Modul anzeigen. „Uns war es sehr wichtig, dass man direkt vor Ort sehen kann, was passiert“, so Timo Nies, Stellvertreter Instandhaltung.

Der entscheidende Vorteil von ANTARES ist jedoch seine flexible Systemzulassung. Warum? Bis jetzt musste jedes der auf dem Markt verfügbaren Remote I/O-Systeme im Vorfeld eindeutig geplant und in zertifizierte Ex e Gehäuse mit starrer Zulassung eingebaut werden. Wird etwas geändert, muss sie der Anwender erneut zertifizieren lassen. Das kostet Zeit und Nerven und vor allem bares Geld. Bei ANTARES muss man hingegen maximal das Systemschild austauschen, wenn sich durch eine höhere Leistung die Temperatur ändert. Nun kann erstmals jede Elektroplanung ihr System frei planen, nach Belieben ändern und erweitern.


Konfiguriert sich fast von selbst

Auch bei der Konfiguration kann das Neue gegenüber anderen Systemen punkten. Der Clou an der Designersoftware: Eine intuitive Bedienung erlaubt es, das System mit wenigen Mausklicks zu projektieren und zu konfigurieren. Das clevere Programm überwacht während der Erstellung, dass bestimmte Grenzwerte, wie z. B. Abstände, Powermanagement und die maximale Datenlänge am PROFIBUS, eingehalten werden. Der Konstruktor berechnet notwendige Ein-/Ausgänge inklusive benötigter Reserven für das kostengünstigste, d.h. optimale System, und eröffnet dem Anwender die Möglichkeit, genau zu sehen, wie viel Leistung noch übrig ist. „Das war mit ein Grund, sich für das neue Remote I/O von BARTEC zu entscheiden. Bei anderen Produkten muss man vorher genau festlegen, was man machen möchte“, sagt Timo Nies.

Die Ablaufsteuerung der Lösungsmittel und die Bandsteuerung hat der Steuerungsbauer des Spraydosen- und Lackstifteherstellers programmiert. „Der Programmierer, der viel für die Automobilindustrie arbeitet, hatte noch nie etwas mit einer derartigen Anlage zu tun. Aber es war für ihn überhaupt kein Problem, sich schnell einzufinden. Das System ist wirklich intuitiv“, erzählt Roland Schäfer.


Design mit Mehrwert

Bei der Entwicklung von ANTARES legten die Ex-Spezialisten von BARTEC nicht nur Wert auf die Funktion, sondern auch auf die Form. „Ein Hingucker ist es schon, vor allem die Kühlrippen. Letztendlich muss es jedoch seinen Zweck erfüllen und mehr nicht. Wenn wir aber gerade von Design und Funktion reden: Der Verriegelungsbügel ist eine super Lösung und wirklich einfach bedienbar“, freut sich Timo Nies. So lässt sich das System auch im Ex-Bereich problemlos handhaben. Wird der Verriegelungsbügel geöffnet, weiß der Anwender, dass das Modul spannungsfrei ist und er z.B. anstehende Wartungsarbeiten sicher durchführen kann. Es muss sich niemand darum kümmern, ob der Bereich ex-frei ist und Instandhaltungsarbeiten oder Erweiterungen können vorgenommen werden, ohne den Bereich vorher tagelang lüften zu müssen.


Ein echtes Raumwunder

Und: Im Falle eines Falles lassen sich die Module sehr schnell und einfach auswechseln. „Das ist eine deutliche Verbesserung. Früher hatten wir mehrere Eingänge, die wir nicht einzeln tauschen konnten. Jetzt können wir jedes Modul separat ersetzen. Das wirkt sich mit Sicherheit positiv auf die Instandhaltungskosten aus“, bemerkt Roland Schäfer. Eine Hot-swap-Funktion stellt eine hohe Verfügbarkeit des Systems sicher. Kurzum: Lange und kostspielige Produktionsunterbrechungen und Stillstandszeiten gehören der der Vergangenheit an.

Auch den enorm großen Klemmraum, der mehr als genug Platz zum Arbeiten bietet, weiß die Technikmannschaft von Motip Dupli zu schätzen. „Die Ergonomie passt. Die Gestaltung macht alles einfacher. Design ist nicht nur schön oder nicht schön. Das ist sowieso Geschmacksache. Gutes Design bedeutet nicht zuletzt, dass es verbraucherfreundlich ist, einen einfachen Zugang ermöglicht und die Verdrahtung unkompliziert ist“, so Mündörfer.


Sparsame Technik

Durch die Anbringung direkt im Feld fällt bereits bei der Planung die Mehrzahl an Kabelwegen und Kabelstrecken weg und senkt die Installationskosten. Zudem lässt sich das System in existierende nicht-ex-geschützte Kommunikations-Netzwerke einfach einbinden. Und es benötigt sehr wenig Platz, was in vielen bestehenden Anlagen durchaus eine Rolle spielt. „Das Gros an Einsparungen erwarten wir uns bei Wartung und Instandhaltung. Denn das ist das, was wirklich Geld kostet. Wie stabil die Anlage läuft, wird sich zeigen, wenn sie 6 oder 12 Monate unter Vollbelastung gelaufen ist“, betont der Betriebsleiter. „Aber“, meldet sich Schäfer zu Wort, „seit das System in Betrieb ist, haben wir nichts mehr von ihm gehört.“ Und das ist wohl das größte Kompliment, das man dem neuen Remote I/O-System ANTARES von BARTEC aussprechen kann.