GATC Biotech AG

GATC Biotech sequenziert pädriatrische Gehirntumore für das Internationale Krebsgenom-Konsortium (ICGC)

News   •   Mai 18, 2010 09:46 CEST

In Zusammenarbeit mit dem DKFZ / PedBrainTumor-Projekt finanziert vom BMBF und der Deutschen Krebshilfe e.V.

GATC Biotech wird Proben aus Hirntumoren von Kindern für das weltweit größte Forschungsvorhaben zur Klärung von Krebserkrankungen sequenzieren. Ziel des deutschen PedBrainTumor-Konsortiums im Rahmen des ICGC ist die Entwicklung innovativer Diagnostikverfahren und Therapien, um Kinder in Zukunft nebenwirkungsarmer behandeln zu können.

GATC Biotech sequenziert Genome aus Tumorgeweben sowie den entsprechenden Kontrollen aus gesundem Gewebe derselben Patienten. Es werden Sequenziertechnologien von Illumina Inc. eingesetzt, u.a. der neue Illumina HiSeq 2000. Dieses Geraet ist mit bis zu 200 Gigabasen pro Lauf das derzeit effizienteste Sequenziersystem. Fuer eine zuverlaessige Datenauswertung werden die kompletten Genome mit einer 30-fachen Coverage sequenziert. Die Daten werden im Herbst 2010 an das DKFZ geliefert. Das Auftragsvolumen beträgt Euro 750.000.

„Hirntumore sind Hauptursache der Krebssterblichkeit im Kindesalter. Nebenwirkungsarme Therapien sind dringend notwendig, um den Kindern die schwere Behandlung zu erleichtern. Das PedBrainTumor-Projekt wird uns bei der Entwicklung solcher Therapien einen großen Schritt nach vorne bringen. GATC Biotech war bereits in der Pilotphase des Projekts ein zuverlässiger Sequenzierpartner, so dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit jetzt fortsetzen.“ kommentiert Professor Peter Lichter, Projektleiter und Sprecher des deutschen ICGC-Verbunds.

„Wir sind uns über die Bedeutung dieses Projekts und der Verantwortung absolut im klaren. Wir sind sehr stolz, das DKFZ im Rahmen des PedBrainTumor-Projektes unterstützen zu dürfen,“ sagt Peter Pohl, CEO der GATC Biotech.

Das PedBrainTumor-Konsortium, eine deutsche Beteiligung am Internationalen

Krebsgenom-Konsortium (ICGC), wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Krebshilfe e. V. über fünf Jahre mit 15 Millionen Euro gefördert. Unter der Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) sollen die molekulargenetischen Ursachen von kindlichen Hirntumoren untersucht werden. Die Wissenschaftler erwarten von den Ergebnissen Ansatzpunkte für neue, innovative Therapien.


Über das DKFZ
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland und Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. Über 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 850 Wissenschaftler, erforschen die Mechanismen der Krebsentstehung und arbeiten an der Erfassung von Krebsrisikofaktoren. Sie liefern die Grundlagen für die Entwicklung neuer Ansätze in der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Daneben klären die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krebsinformationsdienstes (KID) Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert.