Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Kulturerbe langfristig erhalten

News   •   Sep 15, 2014 10:25 CEST

In unseren Museen existieren riesige Kulturschätze. Diese für die Ewigkeit zu bewahren, ist eine große Herausforderung für die Kulturerbeforschung. Zahlreiche Forschungseinrichtungen in Europa stellen sich dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Ihre Lösungen diskutieren sie gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft am 15. September in der Britischen Botschaft in Berlin.

Unser Kulturgut ist vergänglich. Das haben uns Katastrophen im Historischen Archiv der Stadt Köln und in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar gezeigt. Ziel ist es daher, Denkmäler und historische Sammlungen durch Forschung zugänglich zu machen und so für nachfolgende Generationen zu bewahren. In wie weit das europäische Forschungsprogramm zum Erhalt des Kulturerbes beiträgt und was das für einzelne Staaten wie Deutschland oder Großbritannien bedeutet, diskutieren Vertreter aus Politik und Wissenschaft im Rahmen der Abendveranstaltung „European Cultural Heritage Research and Innovation“ heute in Berlin.

„Die europäische Kulturerbeforschung bildet seit über 25 Jahren die Grundlage für die Entwicklung neuer Technologien zum Erhalt unseres kulturellen Erbes“, sagt Pedro Santos vom Fraunhofer IGD. Gerade die digitale 3D-Dokumentation von Kulturgütern bietet ein bislang noch nicht einmal im Ansatz erfasstes Nutzungspotenzial für die Forschung. Pedro Santos und seine Abteilung „Digitalisierung von Kulturerbe“ entwickeln schnelle, wirtschaftliche Digitalisierungsverfahren, um Kulturgüter aus Archiven und Ausstellungen zukünftig in großen Mengen digital erfassen zu können.

Die heutige Veranstaltung ist Teil des Jahresthemas 2013|14 „Zukunftsort: EUROPA“ der BBAW, eine Kooperation der BBAW, der Britischen Botschaft in Berlin und von Fraunhofer und erfolgt mit Unterstützung durch die Senatskanzlei, Büro des Landes Berlin bei der EU und der Forschungsallianz Kulturerbe. Eröffnet wird sie von Bundesministerin Johanna Wanka, dem britischen Botschafter Simon McDonald und dem Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), Günter Stock