Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Möglichkeiten kapazitiver Sensorik in intelligenten Umgebungen

News   •   Sep 19, 2014 12:35 CEST

Damit intelligente Umgebungen, sogenannte Smart Environments, Menschen unterstützen können, sind passende Sensoren nötig. Die Auswahl erfolgt bislang durch eine Sammlung bestehender Lösungen. Andreas Braun hat in seiner Dissertation ein Modell entwickelt, mit dem bestimmt werden kann, welche Sensoren für bestimmte Anwendungen in Smart Environments geeignet sind.

Eine der wichtigsten Aufgaben von Smart Environments ist es, mittels verschiedener Sensortechnologien Informationen über die Lebenssituation der Nutzer zu sammeln und anhand dieser Daten die Umgebungen an die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen. Dafür kommen zum Beispiel Kameras, Beschleunigungssensoren, GPS, akustische Systeme oder auch kapazitive Sensoren zum Einsatz. Eine weniger bekannte Variante sind kapazitive Abstandssensoren. Diese sind in der Lage, die Präsenz des menschlichen Körpers über eine gewisse Distanz zu erkennen. Welche Anwendungen damit in Smart Environments möglich sind, hat Andreas Braun in seiner Dissertation untersucht.

Zu diesem Zweck hat Braun ein Benchmarking-Modell erstellt, das es ermöglicht, über eine Auswahl von Sensoreigenschaften eine Eignung für bestimmte Anwendungsgebiete zu errechnen. Damit lassen sich verschiedene Nutzungsszenarien für kapazitive Abstandssensoren finden und anhand von Prototypen in Smart Environments verifizieren. Für verschiedene Anwendungen hat Andreas Braun neue Datenverarbeitungsmethoden erarbeitet, die Entwickler dabei unterstützen, Systeme für Smart Environments zu realisieren.

Andreas Braun ist Mitarbeiter in der Abteilung „Interaktive Multimedia Appliances“ am Fraunhofer IGD. Er promovierte am 18. September 2014 zum Thema „Application and validation of capacitive proximity sensing systems in smart environments”. Prüfer der Arbeit waren Prof. Dr. techn. Dieter W. Fellner, Leiter des Fraunhofer IGD, und Prof. Dr. Max Mühlhäuser, Technische Universität Darmstadt.