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Unabhängige Patientenberatung zieht positive Bilanz

Pressemitteilung   •   Jan 19, 2016 09:00 CET

Neuer Träger erfolgreich gestartet

Anrufzahlen signifikant über Vorjahr, eine hohe Nachfrage nach dem medizinischen Beratungsangebot, ein qualifiziertes Team und zufriedene Ratsuchende. Das ist die Startbilanz der neuen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD), die am 1. Januar 2016 unter neuer Trägerschaft der UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH ihren Betrieb aufgenommen hat.

„Die positive Resonanz der Bevölkerung und hohe Nachfrage unserer neuen Beratungsangebote übertrifft alle Erwartungen“ erklärt Thorben Krumwiede, Geschäftsführer der neuen UPD. Im Vorfeld des Starts war der neue Träger einiger Kritik ausgesetzt. „Der positive Start und die hohe Nachfrage bestärken uns in unserem Weg, unabhängige und neutrale medizinische und sozialrechtliche Beratung auf hohem Niveau zu bieten. Die Ratsuchenden akzeptieren den neuen Träger“, so Krumwiede.

Auch Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Patientenbeauftragter der Bundesregierung und Vorsitzender des gesetzlich verankerten UPD-Beirats, ist mit dem Start der neuen Träger zufrieden: „Für uns zählt, dass die Bevölkerung das neue Angebot gut annimmt. Das ist bereits der Fall. Unser Ziel war es, mit der Neuausschreibung einen Ideenwettbewerb zu starten und so eine gute Idee noch besser und vor allem für möglichst viele Menschen möglichst gut erreichbar zu machen. Der neue Träger hat dafür die richtigen Weichen gestellt.“

Online und offline ein Erfolg

Auch der neue Internetauftritt erfährt große Resonanz. So verzeichnet die Website www.patientenberatung.de bereits jetzt – nach nur rund zwei Wochen – in etwa 1.000 Zugriffe pro Tag, Tendenz steigend. Der Ausbau der lokalen Beratungsangebote auf 130 Städte bundesweit geht ebenfalls sehr gut voran.

Skeptikern, die die personelle Ausstattung der lokalen Beratungsangebote kritisieren, hält Krumwiede entgegen: „Bislang wurden durchschnittlich zwei lokale Beratungen pro Tag nachgefragt. Dieser Beratungsbedarf ist weiterhin gedeckt und könnte im Bedarfsfall sogar ausgeweitet werden. Wichtig ist allerdings in diesem Kontext, dass die europäische Ausschreibung explizit vorsah, den Fokus auf die telefonische Patientenberatung zu legen.“

Die lokalen Beratungsangebote der neuen UPD ermöglichen, dass die Vor-Ort-Berater jederzeit einen Experten, u.a. Juristen, Mediziner verschiedener Fachrichtungen und Sozialversicherungsfachangestellte, aus der Beratungszentrale in Berlin zuschalten können. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn die Ratsuchenden Fragen haben, die der lokale Berater mit seiner Expertise nicht beantworten kann oder Bedarf an einer muttersprachlichen Beratung in Türkisch oder Russisch besteht. Das heißt für die Ratsuchenden vor Ort, dass sie künftig direkt vor Ort eine vollständige Expertenantwort erhalten, egal, ob sie eine medizinische oder eine sozialrechtliche Frage haben.

„Unsere Vor-Ort-Berater können sich komplett auf die Beratung konzentrieren, denn sie müssen nicht parallel noch telefonische Beratung leisten“, so Krumwiede. Für die telefonische Beratung gibt es die Beratungszentrale in Berlin, die mit rund 120 Mitarbeitern ausgestattet ist. Die neue UPD konnte ihr hoch qualifiziertes Expertenteam aus mehr als 1.000 Bewerbungen auswählen. Auch den Mitarbeitern des alten UPD-Trägers stand es offen, sich zu bewerben. Daher gehören auch einige langjährige UPD-Mitarbeiter zum Team des neuen Trägers.

Über die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, UPD

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unter der Trägerschaft der UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH unterstützt durch ihre unabhängige, neutrale, kostenfreie, evidenzbasierte und für alle Menschen in Deutschland zugängliche Beratungsleistung Ratsuchende dabei, sich im komplexen Gesundheitssystem zu orientieren. Durch die Beratung der UPD soll Menschen - egal, ob sie gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert sind - ermöglicht werden, selbstbestimmte, eigenverantwortliche Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragen zu fällen. Gleichzeitig sieht sich die neue UPD in der Verantwortung, Missstände im Gesundheitswesen im Sinne der Patienten an den entsprechenden Stellen zu adressieren und auf Lösungen hinzuwirken.

Ziel der UPD ist es, eine gute Idee noch besser zu machen: Sie setzt dabei auf mehr Bürgernähe, bessere Erreichbarkeit und eine erweiterte Qualifikation der Berater, um Ratsuchenden schneller und besser zur Seite stehen zu können. Durch ihren gesetzlichen Auftrag, der u.a. zu Unabhängigkeit und Neutralität in der Beratung verpflichtet, bietet die UPD ein einzigartiges Beratungsangebot, das intensiv genutzt und breit akzeptiert wird.

Die telefonische Beratung der UPD steht montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 0117722 zur Verfügung. Das telefonische Beratungsangebot besteht auch in Türkisch und Russisch (montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr) und ist auch für Anrufer aus dem Mobilfunknetz kostenlos. Weitere Informationen, auch zu Online-Beratungsmöglichkeiten, erhalten Ratsuchende unter www.patientenberatung.de. Ab April 2016 wird die UPD außerdem regelmäßig in 130 Städten für eine Vor-Ort-Beratung zur Verfügung stehen. Zusätzliche Kommunikations- und Beratungskanäle bieten dann auch die UPD-App und der UPD-Chat.

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